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Mittwoch, 22. April 2015

Willkommen in "Ätna-Land"

Willkommen in "Ätna-Land"
Tag 7  22.04.

Entgegen dem Wetterbericht empfängt mich der Balkon in gleißendem Licht.
Schon wieder kein Ätna zu sehen.
Gestern schon dunkel
heute Morgen zu hell.
Auf dem Weg ins Bad sehe ich nur gelbe Flecken.
Ätna, wo steckt das Ding?
Ja logisch, der ist ja im Westen. Rollo auf, Sonne im Gesicht, dass sich die Netzhaut wellt
daraus folgert um diese Tageszeit, dass der Balkon nach Osten geht.
Also
liegt der Ätna im Westen, also im Schatten von unserem Hotel.

Ein Wunder, denke ich, als ich die Spülung ziehe,
ein Wunder, dass ich bei meinem geografischen Talent gestern den Weg aus den Bergen gefunden habe.

Nach dem Frühstück ein prüfender Blick in den Hotelschatten
Tatsachlich, da ist der Vulkan ja
und
Mist
ausgeschaltet.
D.h. kein Rauch aus der Spitze,
keine Lava außer in der Lampe in der Hotellounge.
Dafür ist der Hügel überwiegend weiß.



Schnee. Mon Dieu.

Der Vulcano ist, wie Sabine richtig feststellt, ausgeschaltet, weil
noch zu früh und noch kein Touri wach, der ihn rauchen sehen will
oder noch logischer
in der Vorsaison eh aus,weil viel zu teuer.

Auf dem frühmorgendlichen Weg auf der nördlichen Panoramastraße überholen wir die Feuerwehr (3 Autos a Corso)
Keine so geniale Idee, denn das ist der Löschzug, der das Fuego im Vulcano anzünden also illuminare soll.

Ok, also den ganzen Morgen bleibt das Gerauche und Gespucke aus.

Gut so, denn Lava liegt hier eh genug rum.
Teilweise kommt man sich vor wie auf dem Mars.



I was sending outa Space
Ja, das hatten wir ja letztes Jahr schon.
Und schon sind wir
nach einer lokalen Spezialform des
Banana Splitt



auf der südlichen Runde.
Die ist trotz der Wolken die sehenswertere.
Das muss so sein , denn
Tutti Turisti sind auch da und treffen sich in
ÄtnaLand.
So eine Art Phantasialand für Sizilienurlauber.
Hier gibt es jeden Mist aus Lava geschnitzt
und man findet echt was für jede Schwiegermama.
Aber, sehr zum Leidwesen von Sabine, keinen einzigen Aufkleber. Nächstes mal bringen wir Aufkleber vom Vulkanpark Eifel mit und verticken die hier an ahnungslose
Vulkatisti (das ist Italienisch die Kurzform für VulkanTouristen)

Kaum hat uns der Vulkan ausgespuckt, sitzen wir auch schon wieder am Strand bei einem Capu.
Das ist ein Stress hier.

Das da vor uns sollen die Steine sein, die der Zyklop, ach nennen wir ihn der Einfachheit halber, Karlheinz (die historischen Aufzeichnungen sind da eh nicht so eineindeutig), Odysseus  nachgeworfen haben soll. Angeblich hat der ihm vorher in einer Heldentat ein Auge, also das eine, ausgestochen.



Wirklich passiert ist aber folgendes.
Der gute Oddy hat dem Zyklopen als Begrüßungsgeschenk eine BLÄHStation 3D geschenkt.
OK, da muss jetzt der eine oder die andere (Sabine auch) erstmal drüber nachdenken :-)
Das ging dann sozusagen nicht nur ins Auge sondern auch mächtig in die Hose.
Egal wie, ein klasse Tag war's
und ein schönes Kontrastprogramm zu dem Wahnsinn gestern offroad in den Bergen.








Dienstag, 21. April 2015

Italien ganz unten

Montago
Es geht los.
11 Uhr Moppeds bepackt, Auto geparkt verabschiedet und los. Mit etwas Glück sehen wir den dicken Roten in in knapp 10 Tagen wieder.
Die Straße führt uns vom sonnigen Strand schnurstracks in den Regen. Wie versprochen riegelt ein dichtes Wolkenband vom Meer kommend und gegen die Berge drückend uns den Weg ab. Die Tropfen werden dichter und wir fahren auf die Uferpromenade und finden Schutz unter der Überdachung eines Crepes-Standes, der vermutlich erst in 2 Monaten aus dem Winterschlaf erwachen wird.
Im seichten Regen verlassen wir unseren Unterschlupf, um einige km später an einer Tnke nochmal halten zu müssen. Praktisch, da der Tank eh fast leer ist. Unpraktisch, weil sicher eine der teuersten Tanken ganz Süditaliens.
Na guto bei 3 Liter auf 100 kann man sich ja auch mal was gönnen.
Das wars dann aber auch schon mit dem Regentag.
gegen halb eins sitzen wir 15 km vor Pizzo in der Sonne am Strand
Touristisch ist Pizzo eher  nicht so mein Ding, aber fahren auf verwinkelten steilen Straßen geht hier besser als sonstwo auf der Welt.
Bei Punta di Zambrone starten wir den dritten Strandbesuch - es ist nicht mal halb zwei. Hier fallen wir in den Sand und schlafen eine Dreiviertelstunde in der Sonne, bis sich die Gesichtshaut wellt. Der Wind ist immer noch angenehm kühl und wir schaffen es gerade 10 km weiter, um dann auf einer Anhöhe mit Kaffee den Ausblick auf den Strand zu genießen, an dem wir gerade geröstet wurden.
Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich mehr so der mediterrane Typ bin? Aber wenn's so weitergeht, wird es schwierig, die Insel jemals zu erreichen!
Auf der Strecke lag noch ein Geheimtip...
Genau!
Das Hotel Scilla war eigentlich einfach zu finden. Eigentlich! Also davon ausgehend, dass so ein Navi bei 3m Straßenbreite in der Innenstadt noch funktioniert. Dafür gab's eine Garage, die Einfahrtt war schräg, steil und schätzungsweise 1,40 m hoch. Dafür ist der Ort absolut sehenswert.

Samstag, 18. April 2015

Il richiamo del sole / Katerlabrien und Sizilien 2015 Tag 1+2

Il richiamo del sole / Katerlabrien und Sizilien 2015  Tag 1+2

Nach einer langen, wirklich langen, also sehr langen Fahrt, mit unserem neuen Auto, sitze ich endlich auf meiner Terrazo in Amantea. Die Sonne  sich in einen dunstigen Schleier über der See verkrochen. Naguto! Was nehmen wir uns auch ein Hotel mit Meerblick. 18:30 noch immer 23 Grad. Am Strand sitzen Angler. Der Sandstreifen ist so nah, ich könnte mit einer leeren Bierflasche nach ihnen werfen, wenn ich denn eine hätte.

Kaum zu glauben schon zwei Tage unterwegs und bis auch die letzten 300km fast nur Autostrada gesehen. 1900 km gelebter europäischer Autobahnwahnsinn. Ein Wunder, dass so wenig passiert. Die letzten Stunden zockelten wir durch die wunderschöne Berglandschaft der Regio "Basilicata" (das Wort hab ich jetzt mal ausnahmsweise nicht erfunden, das heißt wirklich so), bevor wir dann in Kalabrien auf die Küste krachten.
Gemessen an der Toscana ist die Basilicata ziemlich unterbewertet. Zumindest für Motorradfahrer sicher der viel interessantere  Landstrich.
Wollt Ihr Bilder?
Na dann bis heute Abend.
Ich hab nämlich gleich einen wichtigen Termin
mit meinem Frühstück!


Freitag, 10. April 2015

Ein Ducato voller Motorräder


Sabine hat gut Lachen, denn




wie schon an anderer Stelle berichtet, war unser neues Auto ein Frühchen und kam 8 Wochen vor der berechneten Zeit und heute haben wir es abgeholt.
Das Frühchen brachte uns dann doch ganz schön in Wallung, denn nun bot sich ja die Möglichkeit, den Italientrip statt mit dem Anhänger mit dem neuen Transporter anzugehen, aber dafür war ja noch nix, aber wirklich gar nix vorbereitet.

Also schnell die Radfallen bestellt und freitags damit zum besten Fiat-Dealer der Region, ach, was sag ich, Universum (soweit schon von uns bereist)
Hier an der B9 bei
Fiat Bley in Koblenz "
waren wir mit unserem betagten aber liebenswerten Ducato WOMO schon immer optimal beraten.
Aber der Grund, warum wir den Bus (Ducato 250 L1H1) letztlich hier kauften, lag neben den guten Erfahrungen vor allem an dem Superangebot, das uns       Signora Patricia     gemacht hat.
Da haben wir nämlich einen Ferrariroten mit ziemlich nettem Schnick und Schnack zum Preis eines weißen Jumper bekommen.
Und der Innenausbau, den uns das Team unter Leitung von Herrn Hubrath und Herrn Löf gezaubert hat, ist exakt das, was wir uns ausgedacht hatten.
Aber erstmal war noch eine Versicherung zu finden, die uns bei einem LKW neben 24 Monaten Neupreiserstattung eine akzeptable Prämie anbot.
Unerwarteter Weise machte eine Agentur in Koblenz City das Rennen.

Ja, und dann kam der Tag (nennen wir ihn HEUTE), wo das Frühchen aus dem Brutkasten der Fa. Bley durfte.
Alles, was wir uns ausgedacht hatten, war perfekt umgesetzt.
Die Radfallen sitzen auf Schienen und sind so mit wenigen Handgriffen beliebig an unterschiedliche Moppeds anzupassen.



Beladen schaut das dann so aus.



Einer der Gründe, den DUCATO zu nehmen, war sein kleiner aber feiner Breitevorteil von knappen 10 cm gegenüber den Mitbewerbern.
Klingt wenig, sorgt aber dafür, dass hier selbst 2 Enduros auf gleicher Höhe nebeneinander passen.



In der Mitte und an  den Seiten haben wir auch Schienen anbringen lassen, um so flexibel wie möglich zu sein, denn man weiß ja nie, was die nächsten Jahre noch so an Fahrzeugen bringen.

Die verschiebbaren Fittings



sind zusammen mit den versenkten Schienen ohnehin der Überkracher.

Wie fährt sich das Ganze???

Nun, wie man sieht, recht launig.



Mit Tacho 170 geht's über die Autostrada und das sogar moderat leise, zumindest aber leiser als unser guter alter Meriva.
Die Lenkung ist fast schon zu leichtgängig und direkt, der Federungskomfort ist beladen vorhanden, unbeladen hoppelt das Ding arg, was sich aber sicher nach den ersten Tausend km noch bessert.
Der 130 PS Motor ist mehr als ausreichend und hat von unten ordentlich Schmackes. Bei 50 ist man schon im 5.Gang, ab 70 fordert die Elektronik nach dem 6. Gang. Ab 1100 Umdrehungen läuft's, die ersten 3 Gange wirken recht kurz, na gut, wir haben ja auch den kleinsten und leichtesten Ducato bestellt.
Insgesamt ist der Unterschied beim Fahren zu einem großen Kombi oder Van marginal.
Der Klimaautomat friert dir, wenn es sein muss, die Zehen ab, und das Cockpit ist für einen Commercial wirklich schön geworden und bietet viele Ablagen und ein kleines Kühlfach.

Jetzt bin ich mal gespannt, was der Kleine wegschluckt, denn das erste Tanken -106 Liter Diesel- haben mich ganz schön schlucken lassen.












Mittwoch, 8. April 2015

OsterosHasos 2015


OsterosHasos 2015

(Motorradimpressionen gibts erst gegen Ende)




Ja, es war mal wieder so weit
die Zeit, wo man den hier hinter jedem Baum



und sogar in seinen Schuhen findet
war gekommen.

Und mit dem guten alten iberischen Brauchtum der
FiestadelloOsterosHasos  (das war spanisch, na ja, vielleicht)
stand auch wieder die Frage vor der Tür...........
was anfangen mit der vielen Zeit, bei der traditionell zu erwartenden Schlechtwetterfront?

Eine Tour mit dem neuen Auto



kam nicht in Frage,
Sorry, falsches Bild



da der immer noch bein Händler halbfertig rumlungert

Da es bis hierher



noch allzu lange dauert,
könnte man also in Betracht ziehen, dahin zu gehen, wo man auf die merkwürdigste Menschenansammlung  überhaupt trifft....
also sprich Ostern im Kreise der Familie begehen.

Oder wie es uns dieses skurrile Fachmagazin suggeriert, könnte man das lange Wochenende auch mal schön



Netter Gedanke......

ich meinte aber, auf die Jagd gehen.
Denn wenn man gerne Entenleberpaté spachtelt


(Saarland für gutes Essen bekannt)
muss man sie sich erst mal erjagen.



Na gut, ich hab dann doch eher mal wieder gekauft und mir eingeredet, dass die Paté aus Tofu ist.

Ja, und nach dieser Stärkung ging's dann nochmal in den Wald.
Sabine hatte noch so die ein oder andere Mutprobe zu bestehen, bevor wir dann bald nach Sizilien und Katalabrien abbrausen.


Ja, und ich hab mich dann auch ein wenig rumgetrollt.


Bevor es dann von den Übungen am Berg zu den Übungen am Meer ging.



Ein merkwürdiges Jahr wird das ....
das Wasser ist noch nicht richtig wech...
da sind schon alle Holländer da...

Na, über diese Brücke sind sie jedenfalls nicht gekommen, aber den nicht Ortskundigen kann ich auch verraten, dass ist auch nicht der Rhein, weil zu klein. Das ist die Mosel...


Ja, eines der großen Probleme, die wir hier neben dem Hochwasser zu bewältigen haben,
ist der völlig veraltete Wohnungsbestand.


Es gibt nicht viel brauchbaren Wohnraum und wenn man mal gefunden hat, was einem zusagt, dann muss man seinen Bierkasten meist ziemlich weit nach oben tragen.


Und die Mieten für so eine alte Bude ohne fließend Wasser sind dann auch noch exorbitant hoch.


Ach ja, Brücken....gäbe es nur überall welche.



Also bleibt alle schön im Osten.
Westlich vom Rhein gibt es nix, aber auch gar nix zu sehen.



















Donnerstag, 2. April 2015

Sonntag, 22. März 2015

Frühstück verpasst.................Enfield's und Mash's in der Motorradscheune Welling

Am Samstag ist es dann so weit,
die Motorradscheune Welling hat zum Frühstück geladen.
und ja Samstag ist es endlich so weit,
es regnet.

Also heißt es sich erstmal in Geduld zu üben und widerwillig den ganzen noch ausstehenden Papierkram zu erledigen....... immer ein Auge auf die geschlossene Wolkendecke gerichtet und hoffend, dass -wer auch immer da beim Wetter das Sagen hat- sich erbarmt und ein paar Löcher in das Grau bohrt.

Um zwanzig vor zwei haben wird dann genug geübt und der der Geduldsfaden ist zerrissen. Also ab in den Keller, die dicken Klamotten rausgesucht und die eh noch verschlammten Enduros aus der Garage geschoben.
So viel Optimismus wird belohnt und wir kommen gut gekühlt aber trocken oben auf dem Berg an.



Zwei Kaffee später klappt das mit dem Reden auch schon wieder und es war schon lustig zu sehen, wie sehr man sich so in einem einzigen Jahr doch optisch verändern kann. Zumindest an einem Bekannten wäre ich in der Stadt...nee, sogar auf dem Klo vorbei gelaufen, ohne ihn zu erkennen.

Kaum angekommen und einen kurzen Schwatz später (na ja, es geht auf vier zu und der Regen hat uns eingeholt), wollte ich dann doch mal schnell eine Runde mit der Mash und der Enfield drehen, denn
es ist ja wieder Platz in der Garage und ich gebe auch ehrlich zu, dass ich mich auf den Besuch in Welling nicht nur wegen den alten Bekannten gefreut hatte.



Die Mash hat mir auf Anhieb gut gefallen. Schlanke Bauform, ohne allzu billig zu wirken.
Bremsen tut's auch schon zu viel für den nassen Straßenbelag bzw. die montierten faktisch neuen Reifen.
Wirklich gut gefallen hat mir der Motor. Irgendwie erinnern manche Formen und auch die Geräusche an eine XR 400 oder Honda Dominator, wobei der Motor bei weitem nicht so vibriert und hackt.
Gut mit 10 PS weniger als eine XR400 und deutlich weniger Hub als die Dominator sollte mit ausreichend Schwungmasse ja auch ein sahnigeres Ergebnis möglich sein.
Auch der serienmäßige Klang weiß zu begeistern. Nicht laut aber kernig hängt die Maschine launig am Gas und lässt sich aus tiefen Drehzahlen ohne Mucken beschleunigen.
Das unproblematische, quirlige Motorgefühl passt ganz gut zum handlichen Moppedfahrwerk.
Die Gabel lässt sich einfach einstellen
und zwar bei eBay und dann sicher durch was vernünftiges ersetzen.
Na ja, um am Wochenende rumzuplöttern, reicht es allemal, aber da zeigt sich dann doch noch etwas Verbesserungspotential.

Gemessen am Preis eine sehr gelungene Vorstellung und wenn, wie es an anderer Stelle zu vernehmen war, im August eine Scrambler-Version kommt, dann könnte es doch wieder eng werden in Volkers Garage.

Der Rest der kleinen Mash-Flotte, die es zu sehen gab, lässt sich schnell auf den Punkt bringen.
Supersüße 125'er in erfrischendem Farbgewand und viel Technik für den kleinen Geldbeutel


Neben dem bekannten  naked Modellen gibt es noch dieses CafeRacerchen. Der Sitzbankbezug ist, wie man sieht, frei verhandelbar und absolut Bio, allerdings nicht ganz so leicht zu bekommen, da ebenso flauschig wie wehrhaft.

Apropopo CafeRacer.
Eigentlich wollte ich ja die Gelegenheit nutzen und mal so eine eingespritzte Enfield fahren, denn seit ich meine 500'er Bullet vor Jahren an Gero vertickt hatte, hat mich das Gefühl, da einen entscheidenden Fehler gemacht zu haben, nie mehr verlassen.
Getrieben von diesem Gefühl und mit den Bildern der Desert Storm (die Farbe hat es mir echt angetan) im Kopf, war mir dann auch der mittlerweile heftige Regen ziemlich Banane (also zumindest die Grünen aus dem Discounter, die immer nach Rhabarber schmecken).



Also den Racer erst mal links liegen gelassen, denn der ist zwar chic, aber den kann ich mir mit dem (Vorurteilmodus on)  Gummimotor echt nicht so recht vorstellen.
Zu dieser himbeerbonbonpapierfarbenen Augenweide.


Geschmack ist, wenn man dennoch lutscht, und das wollte ich ja unbedingt heute tun.
Erste Peinlichkeit:
Das Ding will nicht angehen, obwohl der Anlasser munter vor sich hin kurbelt.
Und dann höre ich ihn auch schon den Chor der Scheunenbesucher wie sie das Lied vom "klapp den Ständer rein" trällert.
Ja, andere Moppeds, andere Sitten. Schnapp... kaum eingeklappt, läuft die Mühle.
Sound? Ja, wie bei der alten Bullet, Vibrationen auch. Kupplung nicht mehr ganz so teigig.
Gang rein, hoppla butterweich, was denn hier los?
Primärtrieb scheinbar auch spielfrei, holpert's dann mit etwas Zug an der schön dosierbaren Kupplung aus der Parkbucht übers Kopfsteinpflaster.
Auf den ersten Metern fühlt man sich gleich in den 50ern zu Hause. Lenker, Gabel, Sattel und Hebel, alles da. wo es schon immer war, und der Motor noch immer so unbeirrt eisern wie Gummiband.
Nein, es hat sich schon einiges geändert. Das neue Geraffel zieht besser durch, der Motor klingt weniger angestrengt bei höheren Drehzahlen und läuft mechanisch deutlich leiser.
Eine vernünftige Ölpumpe gibt es nun auch und somit hat man weniger Sorge um die Innereien im Kopf und das Pleuellager.



Aber was mir am besten gefallen hat, auch wenn's nicht mehr so doll oll ausschaut, war die neue Bremse. Wurde meine alte Enfield selbst beim Zupacken mit der Schweißzange nur schneller langsam, hat man hier nun mit echter Verzögerung zu tun, was nun allerdings, auf trockener Straße, die Gabel etwas in Verlegenheit bringen könnte.

Was mir jetzt noch fehlt, ist ein Dealer, der mir ein nicht ablehnbares Angebot macht.
Nee, nur ein Scherz,
aber ich könnt wieder süchtig werden.

Der Rest des Tages ist schnell erzählt, wir verquatschen uns bis halb sechs und müssen dann im Regen heim. Ja, is ja auch nicht wirklich weit, nur runter vom Maifeld und Rücksturz zur Mosel.
Erste Überlegung Polli besuchen..........
Sind ja nur 2 km bis Trim** zu nah, um denen die Wohnung mit gutem Gewissen vollzutropfen.
Erster Halt dann nach 4 km ...Tanken.
12 km später Zeit für zwei Maifeldmuscheln



Na ja, was soll ich sagen, die Sonne geht, Volker FahrLässig kommt

und verschwindet in der Badewanne.

kaltwars
nasswars
schönwars














Dienstag, 17. März 2015

Motorräder Dortmund 2015 .......oder der Niedergang des rituellen Saisonstarts

Man kann ja über Motorradmessen denken, wie man will.
Manche Regionale sind einfach etwas zu klein, dafür trifft man viele Freunde.
Andere sind einfach etwas zu groß (Intermot Köln), dafür gibt es echt alles zu sehen und anzufassen
(vgl.  intermot-2014-koln   intermot-2014-koln-part-II intermot-2014-koln-part-III)

Ein gutes "Mittel" war eigentlich immer die Motorräder in Dortmund,
die neben dem Schauen und Anfassen auch immer die Option zu kaufen bot.
Obendrein fiel sie immer genau mit dem Ende des viel zu langen Winters zusammen
und überbrückte somit die schlimmen endlosen Wochen vom getauten Schnee bis zu den ersten längeren Sonnenabschnitten.

Und so sind wir nun seit gut einem Jahrzehnt immer dem Ruf aus dem Bergischen gefolgt und zur Westfalenhalle gepilgert.
Dort wurden wir aber zunehmend von einem stets kleiner werdenden Programm und Ausstellerportfolio bei steigendem Salär verärgert und ich könnte mir vorstellen, dass wir dieses mal das letzte Mal dort gewesen sind, denn der Abstand zur Intermoto in Saarbrücken ist recht überschaubar geworden und dort gibt es noch Supermotorennen zu bestaunen.

Dennoch hatten wir auch auf der stark verkleinerten Messe viel Spaß und viel zu entdecken und gute Freunde haben wir da auch wieder getroffen.

Beginnen wir doch mit Helgas Geburtstagsgeschenk, die sich nach dem Markenwechsel ja auch was Besonderes verdient hat.

Nett auch anzusehen, wenn einer man an der Ampel auf einen Gesellen mit dieser Kopfbedeckung trifft, Es könnte die Wartezeit jedenfalls deutlich versüßen.


Dann gab's noch was für die Kollegen, die aus der Topfgun-Ära niemals mehr herausgefunden haben. 


Ja und natürlich durfte auch die 50 Shades of Aspaltgrey nicht fehlen,
da ja auch die SM Szene ausreichend bedient werden wollte.



Übrigens, auch wenn es kein Wendehelm ist, das Innenfutter hat das selbe Design wie die Außenhülle.

Und noch so ein grenzwertiges Design, das ich jetzt nur zeige,


um euch auf den focalen Höhepunkt  am Jammerhahn Stand einzustimmen.



Es ist die Kunst des Weglassens, so war es zu vernehmen, die einem neben diesem freien Blick durch das Heck auch wieder einmal eine ziemlich grauslige Front bescherte.

Bild entfällt, da sich die SD-Karte weigerte,
die Daten abzuspeichern.

Es waren Stimmen zu hören, die davon sprachen, dass die neue Front gelungener wäre als die alte. Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und behaupten, sie sieht noch besser aus als die KarlDallOptik einer GS.
Apropopo BMW, hatte ich schon erwähnt, dass Halle 4 nun überwiegend in bayrische oder bayrisch-zulieferer (neue Kreation - subjaktiv) Hand gefallen ist?
Ich durfte mir zumindest über mehrere hundert Meter diverse Umbauten der neuen R90 (gesprochen klingt's so wie R nein nie) ansehen, die sich im Wesentlichen durch Alusmartphonehalter voneinander unterschieden.

Glücklicherweise gab es etwas Alteisen zu betrachten,


und somit bot man der Netzhaut den nötigen Raum zur Entspannung,
bevor das neue YZF Layout einem die Gehirnwindungen verdreht.


Die Frage, was einem der verdrehte Zylinder außer Verwirrung bringen soll,
ist schnell beantwortet.
13500 Umis - eine starke Ansage.

Zurück zu mehr Wohlgefallen.


und dem Schönen am Motorradfahren unterhalb der 10.000er Marke.


Der Guzzihändler vor Ort hatte sich wie immer mächtig ins Zeug gelegt.


Diese Scrambler Interpretation war jedenfalls 1000 mal schlüssiger, als das, was nebenan bei Ducati zusammengeklebt wird.


Allerdings bewegte sich auch das Preisniveau auf einer Wolkenschicht, bei der ich eher zu diesem Ding da greifen würde.


Alleine das Anfassen



und Draufsetzen lässt einem die


vollaufen.

Das Bekleidungsangebot zeigte sich, wie eingangs erwähnt, eher von einer bescheidenen Seite.
Die Premiumhersteller waren bemüht, die Preise zu halten, und lockten eher mit ebenso versteckten wie völlig sinnbefreiten Überraschungsbeigaben


Trotz der kleinen Messe konnte man sich verlaufen oder, wie dieser unerfahrene Messebesucher,


sich auch verfahren
oder den Motorradparkplatz nicht finden.

Überhaupt nervten die Beiden mit ihrem vorpubertären Auftreten


und dann belästigten sie auch noch harmlose Messebesucher


Nun gut, wir wissen nun nicht, was aus der jungen Frau (Beute) geworden ist,

was wir aber mit Freude festgestellt haben,

der Motorradmarkt wird sich vielleicht doch noch einmal von dem
elektronisch glattgebügelten
chronisch übermotorisierten und 
übergewichtig spaßbefreiten
SUV Motorrad 
jenseits der 15 k€ Grenze 
wegbewegen.

Denn die ersten ernstzunehmenden Boten aus dem fernen China haben uns erreicht



und haben ein paar herzallerliebste Spaßmobile im Gepäck.


Etwas über 2000€ für dieses kleine  Spielmobil (die Frau geht allerdings extra) erscheint mir mehr als marktfähig.

Eine Scrambler Interpretation der 400er (Bild zeigt die 200er)



soll uns bereits Mitte dieses Jahres erreichen.
Viel Spaß für kleines Geld und wenig Scheu, das dann auch mal im Gelände zu bewegen und in den Dreck zu schmeißen.


Dann wünschen wir allen einen guten Start in die frische Saison

Volker FahrLässig