verteil mich

Donnerstag, 21. August 2014

Donostagyas 21.08.

Donostagyas 21.08.

Lustige Hin- und Herfahrerei zwischen Unterkunft-Tankstelle-Unterkunft-Strand.
15 km, davon keiner in Richtung Albanien.

Heute Ruhetag!
Dem geknickten Fuß hat die 400 km Tour gestern nicht gut getan.
Während eines ausgeprägten Frühstücks mit obligatorischem Mückenstich, bemerke ich, dass mein Notfallset verschwunden ist. Auch das kollektive auf den Kopf stellen des Appartements bringt das Set, ohne das es für mich nicht weiter gehen wird, nicht zum Vorschein.
Irgendwann verdichtet sich die Erkenntnis, dass es eventuell gestern Nacht an der Tanke, an der ich die anderen drei geparkt hatte, verlustig gegangen ist.
Also erster Weg des Tages Tanke.
Da ist gerade mächtig Trubel, ich stelle mich mit Sabines Verbandspäckchen (mein Notfallset sieht genau so aus) in die Schlange. Höflich frage ich, ob man englisch spricht, ohne jedoch ernsthaft daran zu glauben. Der Kassierer antwortet auf so einer Art Englisch und ich zeige das Päckchen und frage, ob so was gefunden wurde.
Es sagt, so was bekomme ich in Kotor.
So viel zum Englisch-Versuch.
Zweiter Anlauf. Scharade.
Unter den ungeduldigen und fassungslosen Augen der Leute in der Schlange hinter mir lege ich das Verbandspäckchen auf den Boden.
Jetzt genieße ich die volle Aufmerksamkeit aller!
Der Tankwart wartet geduldig. Dann geht er mit mir vor die Tür, da ich raus gezeigt habe. Wir gehen zum Motorrad.
Scharade zweiter Teil.
Ich lege das Päckchen neben das Motorrad und mache Brumm Brumm und zeige aus der Tanke.
Ich warte.
Aber es kommt kein Notarzt, um mich einzuliefern.
Statt dessen werde ich nach der Uhrzeit gefragt.
"9.30 in the dark night".
Er fragt einen Kollegen.
Nada.
Mittlerweile betrachten mich auch die Leute an den Zapfsäulen verunsichert.
Ich hebe Sabines Päckchen auf.
Der dritte Tankwart fasst sich an die Stirn, schreitet zu einer der Säulen und kommt mit meinem Notfallset.
Einer zeigt nochmal, wie ich das Päckchen neben das Motorrad lege, alle lachen
und ich bin froh.
Auf dem Rückweg geht's noch schnell an der Apotheke im Medical-Center vorbei.
Erstmal bin ich falsch und ich finde alle die Geräte, die in unseren Krankenhäusern schon vor Jahren weggeworfen wurden.
 Der Eingang zur Apotheke geht ums Haus. Schwer zu finden und der Verkaufsraum erinnert eher an ein Bahnhofskiosk, wobei die besten Waren im Sortiment auf deutschen Bahnhöfen nur in der Bahnhofsunterführung gehandelt werden.
Ich frage nach englisch und die Antwort macht mich optimistischer als an der Tanke.
Ich frage nach Heparin und werde um das Rezept gebeten.
Hä.
Da liegt wohl ein Verständigungsfehler vor.
Das kleine Mädchen, vermutlich die Tochter spricht gut englisch. Ich erkläre den Sturz und den blauen Fuß und dass ich eine Salbe brauche.
Das funzt.
Große Tube 3,30€.
Ach ja, wie war das nochmal mit den Arzneimittelpreisen in Deutscheland.

Wir verbringen den Morgen mit Aufarbeitung der Reiseführer. Viel geplant haben wir für Albanien ja noch nicht.
Dann irgendwann geht's runter nach Risan, wobei gehen etwas übertrieben ist.
Der Ort verbreitet den rustikalen Charme einer Bauruine.
Alte Häuser finden sich zwischen verwahrlosten abrissreifen Betonwüsten aus der sozialistischen Ära.
Ich lass mal ein paar Bilder folgen. Es ist schön hier, eigenartig schön und das Areal wird sein Potential entwickeln. Es dauert nur noch ein wenig und so lange werden wir wiederkommen.
Der Strand ist sauber und nicht so stark frequentiert. Es gibt Strandbars, die allerdings in eigenartigen Betonwürfeln untergebracht sind. Denke mal, in den 60'ern war das schick.
Das Wasser wirkt irre salzig, das Meer, in dem sich die Berge spiegeln, ist traumhaft schön.
Der Tag endet auf unserer Terrasse mit Meer und Bergblick.
Ich liebe es.

Morgen versuchen wir, ein Paar Kilometer zu fahren und zumindest Albanien zu erreichen.
Drückt uns die Daumen.
Grüße in die jetzt 2000 km entfernte Heimat.




Mittwochochecki 20.8


Mittwochecki 20.8.
alles wird noch nicht gut

Nicht nur bei uns ist einiges schief gelaufen............




Der Fuß passt in den Stiefel, also entscheiden wir uns zu fahren.
Die Reise ist sehr abwechslungsreich. Mal am Wasser lang, dann in Omis hoch ins Velebit an einer traumhaften Schlucht vorbei. Nach Bosnien.
Bosnien war sehr bereisenswert, wenn da nicht die Grenzen wären.
Also die kroatische hatte ich ja mal ignoriert, da ich an dem Häuschen keinen gesehen hatte, was mit einem lauten Schrei endete.
Eigentlich hätte ich nicht zurück gemusst, ich war schon im Niemandsland, aber ich wollte ja auch kein Ärger.
Ich wunderte mich aber, dass ich bei der Ausreise nach meinem Ziel gefragt wurde.
Ich glaube der junge Zöllner war selbst etwas aus der Spur wegen meines Durchbruchversuches.
50 Meter weiter wurden wir noch heftiger mit finsterem Blick kontrolliert.
Kleiner Tipp:
Lasst euch nicht einreden, dass ihr keine grüne Versicherungskarte benötigt.
Das führt zu Diskussionen mit anschließenden Zusatzkosten.

Die Straßen in Bosnien waren klasse, es gibt Offroadpassagen von meheren 20 km an einem. Tanken nicht vergessen.
Wegen dem Fuß blieben wir auf bitumierten Wegen. Man sollte beachten, dass eine 9 Meter breite Straße von jetzt auf gleich zu 3 Metern zusammenschrumpfen kann, um dann nach 300 Meter wieder aufzuwachsen.
Gründe hierfür.
Fels im Weg und Sprengstoff alle.
Kein Geld für breite Brücke.
Bitumen alle???
Die Preise an der Tanke sind nicht in Euro wie vermutet.
Sprit ist billig
Euros gerne gesehen. Mit Euros werden die Preise verhandelbar.
4 x Kapu +  4 x Voda Minerale "gebottelt" 4 €

Die Ausreise dauerte wieder und nochmal Ausweis, grüne Karte und Fahrzeugschein rauskramen und grimmigen Blicken widerstehen.
Einreise Montenegro, das gleiche Spiel, nur war der gut gelaunt und stempelte unsere Ausweise, was Helga mit lauten Freudensäußerungen begleitete.
Der Grenzer war verwundert und ich erklärte ihm Helgas Stempelfetisch.
Zigaretten kosten hier 1,80 bis 2,40 und daher qualmt der Eingeborene scheinbar auch bei jeder Gelegenheit. Nur im Bus ist Rauchen verpönt, da darf dies nur der Fahrer, sagt man.
Die Passage durch die Berge war superklasse. Nehmt die Passage oberhalb des Sees "Bilecko Jezero", die ist schöner als die Anreise über Trebinje. Die Fahrt runter nach Risan über die verfallene alte Bergstrecke ist mehr als beeindruckend.. Leider war's schon etwas zu dunkel zum Knipsdingsen.

Die Unterkunft "Villa Rustica" ist der Knaller.
Blick über die Bucht, gelegen direkt an der alten Bergstraße
und da wir gestern im Dunkeln angekommen sind, von dieser aus extrem schwer zu finden. Dabei stimmte der erste Versuch exakt, nur fehlte an der versteckten Stichstraße aus unserer Richtung ein Hinweisschild.
O-Ton Gastgeber " Ihr seid auch die ersten Gäste, die von da kommen"
Na gut, irgendwann habe ich dann die anderen drei an der Tanke geparkt und hab dann alleine weiter gesucht. Das machte mit dem kaputten Fuß wenig Sinn, alle mitzuschleifen.
Dem folgten dann noch eine Menge weitere sinnfreie Versuche in geradezu atemberaubend steiler Hanglage.
Also fragen
Fragen ist immer eine aufregende Sache, wenn man keine gemeinsame Sprache findet.
Ein alter Mann an der Rezeption eines Krankenhauses wusste, wo es ist, und mit Hilfe der restlichen Belegschaft hatte ich auch bald eine Ahnung, wo es sein könnte.
10 Minuten später ein weiterer Versuch. Wieder ein älterer Herr, der munter auf mich einredete.
Dann machte es plötzlich Klong.........
Motor aus.??????????
Sprit alle ???

Nö...... der Alte hatte meinen Ständer runtergeklappt und packte mich dann an der Schulter. Absteigen!!!!
Durchgeschwitzt folge ich ihm ums Haus.
Er zeigt mir ein Licht im Hang
"Villa Rustica"
alles klar!?!
5 Minuten dann bin ich da.
Aber sonst niemand. Schissimentik!!
Einmal ums Haus, im Garten Licht, durchs Tor
Menschen, nette Menschen, keiner spricht so gut englisch wie ich und das ist wahrlich keine Herausforderung.
Irgenwann - nachdem man mir zum 4. Male die Flasche mit dem Klaren anbietet, verstehen wir einander.
Ich suche den Eigentümer und den Schlüssel fürs Zimmer - oder wenigstens eine Telefonnummer.
Einer der Herren wühlt drei Handies aus dem Gepäck und sucht. Eine Frau sucht im Notebook und während ich noch zweimal zur Flasche gebeten werde, tippe ich die Nummer ab.
Zu spät, der Gastwirt ist schon am Handy von dem netten kahlköpfigen Mann.

Ok, wir werden also doch noch ein Zimmer bekommen.
Ja, und Schnappes...................

Ich geh die Helga, Sabine und Lutz an der Tanke abholen.
Und wie sich am nächsten Morgen zeigen wird, lasse ich mein Notfallset zurück.
Nochmal durch das Urlaubstreiben, dann ist es geschafft......
für die drei.
Laufen geht nicht bei allen, also nochmal los in den Supermercatik.
Ich werde heute gut schlafen.


Na gut ein paar unsortierte Bilder





Original


Fälschung!!!!!




The Black Bibendums



Hagel...die Frisur sitzt
Dank Kettenfett


















Von Fall zu Fall oder Wo bitte geht es hier zur Notaufnahme

Von Fall zu Fall ins Hospital

Senj- Sibenik
Abwechslungsreiche Tour durch die Höhen des Velebit
und die Flure des Hospitals von Sibenik.

Ich nehme es mal vorweg, so richtig sind wir heute auch wieder nicht in Richtung Albanien gekommen.
Bis 5 km hinter Sveti Rok durften wir schon zwei mal aufheben, wobei das zweite Ereignis schnell zum Tourkiller anschwellen sollte. Die Strecke war recht schwierig zu fahren mit vielem losem tiefem Schotter und wir waren wohl auch etwas zu schnell.
Ja etwas, jedenfalls gelang es nicht mehr jedem, sein Mopped in der Spur zu halten und dann ging's halt ab ins Kiesbett.
Mit dickem Fuß und ziemlich Schmerzen ging's dann ohne Hinterradbremse ins Tal nach Obrovac, wo ich dann eine Stelle am Wasser suchte, wo man den Fuß mal runterkühlen konnte. Aber da war schon absehbar, dass das so nix werden wird.
Also weiter nach Sibenik, das waren dann noch ein paar einfach zu fahrende km bis zur Klinik, die das Navi dann auch schnell fand.
Nur nicht gleich den richtigen Eingang. Ich fragte den Pförtner nach der Ambulanz und der redete was von einer Rampe um die Ecke.
Zwei Ecken wären richtiger gewesen, dann hätte ich nicht wieder über die Pathologie kommen müssen.
War nicht so einfach, den Verletzten im Arm da so über die Flure zu schleifen.
Und dann hieß es geduldig sein. 2,5 Stunden später Radiologie.
4,5 Stunden später Arzt.
Gott sei dank nix gebrochen, aber der Fuß ist nun ganzheitlich blau und das scheint auch erstmal zu halten.
Der Rest der Truppe hatte sich zwischenzeitlich um Unterkunft und Abendessen gekümmert.
Direkt am Meer. aber davon hatte ich dann auch nix mehr, denn es war halb zwölf und nur noch Platz für eine Flasche Wein.

Nachtrag:
Die Kawa hat einen defekten Anlasser,
diverse Blessuren sind auszukurieren.
Mein Notfallset ist verschwunden und das wird nicht so einfach zu ersetzen sein.
Wir haben Montenegro gestern erreicht.
30 Grad 120% Luftfeuchte.
Die Fahrt durch Bosnien war klasse
Montenegro noch geiler.
Zeit für eine Pause.
Jetzt gibt es auch bald die ersten Bilder

Montag, 18. August 2014

Ganz Europa grenzenlos

Ganz Europa?
Nein !
Eine kleine resistente Enklave am östlichen Alpenrand weigert sich stricktamente an intereurasianische Gepflogenheiten zu halten.
Aber nicht desswegen alleine, haben wir das Maremedia (Mittelmeer für alle die dem Lateinischen nicht so mächtig sind) etwas später erreicht als geplant.
Wir sind Nähe Senj auf einem Campingplatz (gab sonst nix direkt am Mare) gelandet.
Am Himmel nevt so ein greller gelber Ball. Weiß jetzt auch net wo der so plötzlich herkommt.
Morgen gehts in Velebit.
Hab ich schon erwähnt, dass wir nach einer irren Tour von Motorradladen zu Motorradladen (alle zu, wegen Montag, Urlaub, keinen Bock, Geld zuviel/BMW)) durch Udine hatten.
Dabei hab ich neben den Nerven auch noch das Thermofutter abgelegt.

Ich würd ja jetzt gerne meckern, aber ich muss jetzt zum Strand
Abendspaziergang durch die laue Sommerluft.
Sagte ich schon, dasss ich mehr so der mediterane Typ bin.

Sicher sicher....................

Sonntag, 17. August 2014

Lieber tot als Schwung verloren

The Day after Zero Day

1-2-3 Day

So für alle, die sich vielleicht schon Sorgen gemacht haben,
es geht uns gut.
Sogar ziemlich gut.
Nach zwei Tagen Regen haben wir heute eine tolle Kreuzfahrt durch die Dolomiten hinter uns und sind sicher in Udine im Hotel "Alle Due Palme" gelandet.  Und das kann ich wirklich nur empfehlen, nicht nur wegen dem guten Rotwein, der nach der Familienpizza für dieses nette Arrangement an Buchstaben sorgt.
Der Day after Zero Day führt nach Boden kurz vors Hahntennjoch.
Hatte ich schon erwähnt, dass ich mehr so der mediterrane Typ bin.
Kirsten und Anja würde sagen: ja!
Und genau das ist auch der Grund, warum ich diesen verregneten 560 km so wirklich gar nix abgewinnen konnte.

"Was mich an meiner Zeit in Indochina am meisten genervt hat ist, dass du ständig den Sack nass hast........."

Ok, also
Ich erreiche Boden mit furchtbar durchweichten Ho...
senbeinen.
Jedenfalls war ich erstaunt, wie sich Tannheimer Tal und Lechtal so furchtbar schnell entwickelt haben.
Kaum ist man mal 12 Jahre nicht da und schon erkennt man keine Ecke mehr.
Das Hotel in Boden könnte man samt der Bedienung als Tirol-Rustikal-Charmant klassifizieren. Wie soll man es beschreiben. Man ist nett zu dir, aber du merkst es nicht gleich. Aber letztlich sehr hilfsbereit.
Ohne zu fragen gab's dann nach dem Essen auch noch Garage für die Moppetten.
Es ist kalt draußen 4 Grad und das im Juli, ach, was sag ich Augusto. Selbst rauchen ist scheiße.
Na ja, ohne Frage haben wir das erste Haus am Platz in Boden. Es ist auch das Einzige.


Am nächsten Tag geht es bei sehr gemischtem Wetter von Boden nach Malga Ciapella. Das sind dann wieder mal zum Teil launige 300 km.
Wir hatten sogar etwas Schnee Aber erst nach dem Kaffee in der Sonne am Timmelsjoch. Lustig, da hatten wir zum ersten Mal seit Jahren gutes Wetter. Sonnenschein 4 Grad und einen Platz im Windschatten. Ist ja erst August.
Das sollte bis zum Penser Joch halten, dann gefror die Luft.
Wir fahren hinter dem Gewitter her und stehen plötzlich wieder in der Sonne. Den Hintern in der Sonne folgen wir der Wolke zum Karersee und genießen in der Sonne den letzen Cappu des Tages am Karerpass. Der Tag endet sonnig vom Fassatal bis zu unserem Hotel.
So ein Skibunker, aber alles funzt, das Zimmer ist groß, dass Wasser superheiß.
Abendessen gestaltet sich etwas schwierig, da wir ewig im Speisesaal suchen, bis uns ein Kellner aus dem Raum dann in den Keller führt.
Es gibt einen zweiten Speiseraum, gewissermaßen eine Art Séparée. Zuerst dachte ich toll - Keller. Dann zeigte sich, dass wir da deutlich ruhiger saßen.
Hurra, wir sind die Gewinner.
Der Tag endete mit dem Versuch eines Aufzuges, Helga zu halbieren.
Ging nochmal gut. Sie musste halt laufen.


Am Tag Drei schien dann die Sonne wie versprochen.
Wir haben uns den Tag in den Dolos geschenkt, sind nach dem tollen Frühstück zurück zur eisgepanzerten Marmolada  (die, wie ja schon unter der Hand erzählt wurde, mit Zitroneneis gepanzert ist). Das stimmt!!!
Viel Spaß hatten wir dank Lutz, der überzeugend vermittelte, dass die Eier bereits gekocht seien und das Eierbad nur zum Erwärmen gedacht sei.
Also das mit dem warmen Wasser stimmte.
Der Rest   ..... learning by test.

Na ja, die Sauerei ließ sich begrenzen, war ja ach nur ein Ei, die anderen wanderten wieder ins warme Wasser.
Dann ging es über die Marmolada wie beschrieben zum Pordoi, Falzarego, Giau, also schön im Kreis.
Wo wollten wir nochmal hin???
Ach ja Albanien, na dann wird's Zeit, mal nach Süden abzudrehen.
Apropopo abdrehen.... soll ich nochmal was zu Garmin sagen...
ach drauf gesch....wärmt.

Weiter durchs Friaul, eine zu Unrecht von uns bisher vernachlässigte Region. Das wird sich bald ändern...
Forca Staulanza, Barcis (toller See, tolle Straße, toller Tunnel), Maniago, Udine.
So ich bin gerotweint und die Pizza braucht Platz.

Grüße
 in die Heimat und nach China, Ukraine, Russland, T-heighland, USA, Neuseeland und all die Anderen, die fleißig mitlesen.
Vielen Dank
Wir freuen uns wirklich sehr darüber.









Donnerstag, 14. August 2014

Zero Day "3 Weeks No Excuses" Albanien 2014

"Zero Day"


Und plötzlich ist Urlaub.
Eben noch im Büro und sich mit unwirklichen bis skurrilen,  Gedankengängen problemorientiert denkender Menschen herumgeschlagen, stehe ich nun vor elementareren Problemstellungen.
Entgegen aller Ernstfallplanung und Risikobewältigungskonzepten geht meine Packstrategie fließend
aber ohne allzulanges Fließen ratzfatz in einen Notfallplan über.
Dabei war die Fragestellung weder neu noch an sich schwieriger Natur.

"Wie bekomme ich Klamotten, Elektronik und Waschzeug für drei Wochen
und natürlich die Tauchausrüstung in den 49 Liter Sack"
Von den vier Antworten
"kauf dir einen Geländewagen"
"42"
"kauf dir einen Geländewagen" und
"gar nicht"
ließ sich leider nur noch "gar nicht" sinnvoll umsetzen.

Am stärksten ließ sich noch die Tauchausrüstung beschneiden



Danach wurde die Underware auf das notwendigste und sozialverträgliche reduziert.

Der Spenzer muss samt Hose und Lackschuhen zu Hause bleiben, genau wie die zweite Jeans.
Der Monte-Polo (der übliche Berg Polohemden) wurde abgetragen und der Sockengletscher abgetaut.
Das 19 "Notebook (he was gibts da zu lachen ich hatte doch schon großzügig auf den 76'er Flatscreen verzichtet) weicht einem alten EeePC und W-LAN-Kabel werde ich um den Lenker wickeln.

Bleibt also noch zu entscheiden
    Duschgel oder Motoröl
    Rasierer oder Bordwerkzeug
    Zahnpasta oder Kettenfett
    Zahnseide oder Bowdenzug
    Wachsstreifen .........................hä Wachsstreifen???
                       oder Textilklebeband

Stunden später ist es gelungen die Gepäckmenge und das Transportvolumen in ein stark korellierendes Verhältnis zu setzen
oder anders gesagt
alles verpackt
und endlich ist Platz für das unguten Gefühl was vergessen zu haben.

Und  wie war das nochmal?  Fast die ganze Kiste auseinander gehabt und wieder zusammengebaut. Neue Ketten genietet, kompletter Service, Reifen neu und vieles mehr
aber noch keinen Meter gefahren seitdem.
Irgendwie wächst mit den Jahren das Misstrauen in die eigene Arbeit.

Und dann der zerdepperte Kühler. Mit Wissensstand heute lässt sich sicher sagen,
"leider wird die Bestellung aus den USA nicht mehr rechtzeitig eintreffen."
Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Kühler in den USA 80€ kostet, der selbe in good old Deutscheland aber 370€.
Wird dieses Kleinod mechanisch arrangierter Kaltverformung noch mal 7000 km halten?

Ein letzter Blick aufs NAVI  (ich fürchte ich werde langsam zum Kontrollfreak).
Super! Alle Tracks da aber nicht dort!
Sprich...........
Scheißendreck. Seit dem letzten Update kann man scheinbar Tracks nur noch als Routen von der SD-Karte importieren.
Das wäre an sich ja nicht so schlimm und führt vermutlich in den meisten Fällen zu einem halbwegs brauchbaren Ergebnis. Dumm nur, dass sich eine solche Route dann nicht mehr sicher drehen lässt, da nur wenige Punkte des Tracks tatsächlich überführt werden und wehe eine Straße ist nicht im Kartenmaterial enthalten. Dann wird aus der Runde schnell ein wildes Hin und Her.
Das ist natürlich eine Spitzenidee, auf die eigentlich nur ein Entwickler kommen kann, der sonst sein 600€ teures NAVI nutzt, um den Weg vom Autobahnkreuz Mannheim zum Kreuz Alzheim zu meistern.
Es dauert etwas -ich hab ja Zeit, geht ja erst um acht morgen los- bis ich das richtige Verzeichnis finde um die Tracks gewinnbringend abzulegen.
Mit Garmin geht ja alles mann muss nur erst drauf kommen wie.
Entsprechend entspannt nehme ich von dem Montiereisen Notiz, das noch neben dem Strandkorb liegt.
In Gedanken sehe ich Bilder, wie es langsam in der Öffnung von Sabines Schalldämpfer verschwindet.
Geräusche Schatz???..... was für komische Geräusche????
Ich entscheide mich dann doch für Kabelbinder und Gepäckträger.

Langsam wird es Zeit sich aufs Ohr zu hauen.

Bin mal gespannt wie Helgas beladene kleine Nixe morgen ausschaut.

Es soll Regen geben
was auch sonst.....................................






Dienstag, 12. August 2014

Grenzgänger 2014 Mk. II "deuxième jour"


305 km   nach Saint Thomas en Royans 

Der Samstag beginnt wie der gestrige Tag endete, sonnig und warm. 
Schon nach wenigen Minuten frage ich mich, ob es so eine tolle Idee war, sich den Platz am sonnigen Fenster auszusuchen. 
Oder anders gesagt, ich schmelze schneller als die Butter auf dem Frühstückstisch dahin. 
Davon - also Frühstück - gab's dann auch reichlich und für französische Verhältnisse sehr abwechslungsreich. Eigentlich fehlte nur noch die Schlachtplatte oder ein wenig von der herrlichen Käseplatte, die gestern Abend nach dem Hauptgericht gereicht wurde. 
Irgendwann siegt dann aber die Erkenntnis, dass wir ja weiter müssen und das vorzugsweise mit geschlossenem Hosenbund. 
Das Bepacken der Motorräder ging zügiger voran, nachdem ich den Weg über die Feuertreppe gefunden hatte. Man glaubt es kaum, was für eine schweißtreibende Beschäftigung das sein kann, in Moppedhose und Endurostiefel gepackt,  ständig den Treppenflur des Hotels hoch und runter zu fallen. Da war der luftige  Notabstieg über die Feuerleiter eine willkommene und nach der Überlistung des Rettungstüralarms auch barrierefreie Variante. 
Die fast schon nervige Hitze sollte uns noch durchs Hochjura begleiten, welches wir über Feld- und Waldwege von Hügel zu Hügel queren. Hätte ich das NAVI gestern am liebsten aus dem nicht vorhandenen Fenster geworfen, führt es uns heute nahezu perfekt durch die Landschaft. Das neue Kartenmaterial ist Top, es kennt hier wirklich jeden Weg. 

Schnell nähern wir uns zusammen mit einigen Wolken dem Einstieg zum Col des Aravis und landen in der Hochsaison. Bustouristen, Radfahrer, Wanderer und Stöckelwild (also diese neue Spezies, die mit Skistöcken und Turnschuhen bekleidet im Sommer die Rettungsdienste der Alpenregionen auf trapp hält). 

Schnell noch einen Kaffee, also eigentlich zwei , wobei bezahlt hab ich, glaube ich, Minimum vier. 




Mit den ersten Tropfen geht es also auf die erste Offroadpassage des Tages,
den Parkplatz hinter den Buden und dann auch prompt auf den falschen Weg. 
Verdammt, sonst komm ich immer von der anderen Seite, da kann man sich nicht verfahren. Ja, der breite Weg war auch zu verlockend, als dass ich die zerfurchte Alternative weiter rechts gewählt hätte. Die Strecke windet sich ruppig den Berg hinauf. 
Die erste Sonderprüfung stellt sich uns in Form eines LKW, der hier oben wohl Pferde abgeladen hat und den Weg versperrt. Wir warten, bis er die Pritsche wieder oben hat und etwas zurück setzt. Dummerweise steht er genau an einer Stelle, wo die Bankette des Weges stark abfällt, also der Rand nicht richtig befahrbar ist. Das hohe Gras an der Stelle macht es auch nicht gerade einfacher zu erkennen, wie tief der Absatz tatsächlich ist. Ich fahre mit etwas Neigung nach rechts an dem LKW vorbei, nicht ohne einige Male mit dem Ellenbogen an den Kastenaufbau zu stoßen. 
Sabine entscheidet sich an dem LKW vorbei zu füßeln. Dumm nur , wenn es rechts eben so viel tiefer ist und man so dicht an dem Wagen vorbei muss, dass links auch kein Platz ist, den Fuß abzustellen. Irgendwann blieb Sabine dann optisch an dem LKW kleben und es ging nur noch mit vereinten Kräften weiter. 

Kaum die erste Heldentat vollbracht, geht es weiter nach Ugine über viele Rinnen teils geschottert, teils betoniert. Wir haben ausnahmsweise mal Zeit und so beschert uns ein Abstecher bei den  Compte... Ar... ein paar Schotterkehren zur Übung für größere noch folgende Heldentaten. 




Kaum zu glauben, aber letztes Jahr sah es da noch so aus.




Zur Belohnung gibt es am Col de l'Arpettaz Kaffee und Crepe au Nutella u. Tarte aux Framboises et Myrtilles. 



Sonne und Wolken haben sich abgewechselt, aber im Süden sieht man die Wolken, die uns zwar einholen, aber unsere Unterkunft in Puzzy erreichen wir noch ziemlich trocken. 
Heute sind wir die einzigen Gäste, da Madame und Monsieur Bellacha heute Abend Freunde besuchen. 
Dem Essen tut der Umstand keinen Abbruch, denn die Hähnchenkeulen im Speckwickel lassen einem die Geschmacksknospen zerplatzen. Wir wissen schon, warum wir hier so gerne übernachten. 
Leider fallen die deutsch-französischen Gespräche heute etwas knapper aus, aber das wollen wir dann morgen beim Frühstück nachholen. 

Den weiteren Weg zum Lac de Roselande  (der hier noch fehlt) gibt's dann morgen oder so.
Falls Sabine den nicht noch einflickt.


Sonntag, 10. August 2014

CRF-Bastelecke Hardcore Hinterrad aus China Hinterrad Umbau CRF250L

So ganz langsam nimmt der Hinterradumbau genauere Konturen an.
Bremsscheibe und Kettenblatt passen und nun beginnt die Anpassarbeit, bevor dann die Lager für die 17 mm Achse eingebaut werden.


Bis zur Wuppenduro wirds wegen dam anstehen Urlaub aber vermutlich nicht mehr fertig.



Das komplette Hinterrad hat mich 89€ gekostet, Freihaus veststeht sich. Dafür beginne ich dann gerne mal mit dem Basteln.
Wirkt erstmal recht wertig. Die Felge ist aber leider aus Stahl.
Leider sind die verbauten Lager mit einem ungünstigen Außendurchmesser gesegnet, daher passen keine Vorzugslager mit 17 mm Innendurchmesser.




Mittwoch, 6. August 2014

Grenzgänger 2014 Mk II "premier jour"

So das wird jetzt ein ziemliches Durcheinander werden,
denn mit der Grenzgänger Mk I bin ich noch nichtmal annähernd fertig,
und schon schreibe ich den ersten Blogeintrag für die Grenzgänger Mk. II Tour,
kurz bevor der Livestrem zur "Three Weeks No Excuses" Tour losgeht.

Ja echt wahr, ich werd beim Gepäck auf die Unterwäsche verzichten (ich verrate aber noch nicht wessen) und dafür den guten alten EeePC mitnehmen und von Unterwegs berichten.
So der Plan.



Freitag 20 nach 11
erster Halt
es riecht nach Tannen und es ist noch kühl im endlich gefundenen Schatten.
Es wird heute heiß werden,
wie immer wenn ich mit Sabine endurowandere.
(Eine krasse Fehleinschätzung wie ich alsbald erfahren werde)
Und es wird mir noch heißer werden, aber davon später mehr.

Gestartet sind wir, wie fast immer wenn es nach Süden Richtung Frankreich/Schweiz geht, bei meinen Eltern, die uns am Vorabend mal wieder gut mit Grillgut gefüllt haben.

Dementsprechend eng ist es in der Kombi, als wir, über den Col Donon über die alte Passage von Abrechvillar aus, in die Vogesen einfahren.
Elsass erreicht!
Damit mir nicht so langweilig wird, hat hat mich mein zumo/u (das ist glaube ich die Abkürzung für Zumutung) wieder beschäftigt, da es wie immer in Lothringen ausgestiegen ist...GRRRRR
Da hatten wir gerade die SGKS (Saarländische Grenzkammstraße) kurz tangiert.

Bei Sainte-Marie-aux-Mines wählen wir wieder den Weg übern Berg, da der mehr Spaß macht und man sich die Maut für den Tunnel sparen kann.
Und das geht ganz einfach, man muss es eben nur wissen.
Ach wenn die Schilder was anderes versprechen, bleiben wir bis kurz vor den Tunnel auf der Zubringerstraße, denn es gibt tatsächlich noch eine kleine klitzekleine Abfahrt kurz vor der Peage.
Da gehts dann runter, über die Brücke dann rechts und immer gerade aus. Die Länge der Offroadpassage ist nun verhandelbar, sprich es kommt darauf an, wann man wieder rechts in den Wald fährt.
Wir wählen heute den asphaltigeren Ansatz und bleiben eine Weile auf dem Teerstreifen, bis der dann endet und es übern Berg geht. Dank der vielen Gewitter letzte Woche ist der Weg nicht sehr staubig und bietet reichlich Suhlen.
Bleibt man auf den Hauptwegen, dann gibt es sogar ab und an ein Schild zur Orientierung.


Es wird Zeit die Membrane aus der Jacke zu knüpfen.
Ja und Unterwäsche beginnt bei 37 Grad auch zu stören an.

Es geht weiter.
Endlich Kaffee kurz vorm Col de la Schlucht.
Es gibt einen Schattenplatz und nach lecker Eis
eine schlechte Nachricht.

"Vos Motos sont tombees"
Ein Satz
französisch klingt so melodisch schön
und beschreibt doch so Grausames.
Ein Blick um die Ecke.
Stimmt liegen beide flach auf der Erde, weil der Bitumen unter den Ständern, bei den Temperaturen nachgegeben hat.
Zuerst bin ich noch tiefenentspannt, sage Sabien sie soll sich Zeit lassen.
Was soll schon passiert sein? Enduros eben.
Aber dann entdecke ich, dass meine irgendwie höher liegt als Sabines, da meine CRF in den da

gepurzelt ist.
Fahrradfahrer in Mittel- und Hochgebirgen.......
ein zunehmender Störfaktor, den ich immer zu tolerieren versucht habe.
War ich nicht immer nett zu ihnen???
Und jetzt das!!!!!!!!!!
Aber wie man deutlich sieht,
hab ich den Mistkerl auch schön erwischt.
Aber nicht ganz so beeindrückend wie er meine CRF.
Die Plasteverkleidung vom Tank ist derb eingedrückt und der Kühler ist erkennbar deformiert. Volltreffer kaum zu glauben. Hunderte Quadratkilometer Platz zum umfallen
und dann passt das hier auf 3 cm. Grrrrr.

Nach dem Aufheben zeigt sich Kühlflüssigkeit auf dem Asphalt.
Ein Blick unter das lose Luftleitblech. Die Flanke  ist 4 cm  eingedrückt. Die Kühlerfläche um mehr als 25 % verkleinert.  Einige Kühlerreihen sind faktisch eins geworden. Oben und unten sind sich jeweils um 1,5 cm näher gekommen (falls das einer nachrechnet, es sind Schätzwerte).



Aber erstmal ist alles dicht geblieben, Gutes Aluminium, sicher aus China oder
T-High-Land
Kaum zu glauben 500 km später, noch immer alles dicht und selbst lange Aufwärtspassagen gehen noch ohne überkochen.
Und weil uns da NAVI 15 km vorm Ziel noch auf eine MTB Strecke gelockt hatte, wurde es für den kleinen Motor noch mal richtig stressig. So mit erstem Gang Dauervollgas. Später mehr, hm mal sehen der Weg sollte vielleicht geheim bleiben. :-)) Ich und geheim................

Es geht weiter, wir sind wie immer spät.
Und irgendwie mag ich nicht glauben, dass es die Straße, die Herr Garmin da ausspuckt wirklich irgendwo hingeht.
Mein Misstrauen wird genährt, als wir vor dieser netten Brücke aufschlagen,


die sich prompt als Eisenbahnschmuckstück entpuppt.
Also nochmal 1000 Meter zurück, nächster Anlauf. Wir sind ja nur noch 15 km vom Hotel entfernt
ähm... also Luftlinie.

Der neu eingeschlagene Weg geht sichtlich an dem großen Stausee vorbei. Eigentlich nicht schlecht...
eigentlich.....denn hier ist das Ufer Klippe und der Weg geht da irgendwo im Waldansatz drüber,
aaaaaber das wissen wir ja noch nicht,
denn Garmin wollte uns mit dem MTB Trail überraschen.

Mit jedem Meter hoch wird der Weg schlechter. Und dafür, dass ich gedanklich schon vor 15 Minuten mit dem ersten Rose auf der Hügelterrasse saß, ist die Laune auch noch recht gut.
Aber Lust auf fahren hab ich in dem Dreck da eigentlich keine und es sollte noch Steiler und kurviger werden und dann felsiger, wobei mich das noch mehr gestört hat, da ich da meine Coke-Flasche verloren habe und es niemend im Halbdunkel des Waldes bemerkt hat.
Ziemlich abgekämpft erreichen wir dann eine gute Stunde später unser Hotel.
Das Hochjura zeigt sich von seiner allerbesten Seite und schenkt uns einen sonnigen Abend bei ziemlich gutem Essen.


Das Hotel ist, auch wenn es etwas abseits liegt, sehr zu empfehlen.





Freitag, 1. August 2014

Danke für die Spende



So wir sind jetzt auch im Kradblatt verewigt.

Es gibt zwei Ansichten,

einmal das Heft als PDF

www.kradblatt.de/

und dann die HTML Version.

www.kradblatt.de/2013-11-02-09-27-53/fahrberichte/62-honda/1817-honda-crf-250-l

Wer mag kann ja mal lesen und unter der Web-Version einen Kommentar abgeben.

Würde mich freuen



Ganz besonders möchte ich mich bei der Redaktion bzw. den Machern von Kradblatt bedanken.
Einerseits für die nette Anfrage einen Bericht für das Heft zu schreiben.
Was mir sehr viel Freude bereitet hat.

Ja und noch viel mehr für die Spende,
denn auf meine Ankündigung das Autorenhonorar auf der Wuppenduro für das Kinderheim zu spenden,
hat Kradblatt noch mal üppig was draufgepackt.

Das fand ich ziemlich superklasse.

Grütze

Volker

Ich will schlafend sterben wie mein Großvater............
.........nicht schreiend wie sein Beifahrer!!!!

Dienstag, 29. Juli 2014

The Beginning "Three Weeks No Excuses"


Na so ein Pech
es regnet...
Laufen / Sport fällt also aus
schade!

Kippen sind aber auch alle und der Weg zur Tanke....
es regnet...
Rauchen fällt also aus.....
schade!

Irgendwie bin ich nach den beiden anstrengenden Alpenturns etwas antriebslos.
Vielleicht mal langsam anfangen und die ersten der verbleibenden 11 Tage nutzen, um die
TWNE-Tour zu planen, denn dafür war das ganze Jahr noch nicht wirklich Zeit.

Irgendwie dachte ich letztes Jahr, die Karpatensaga wäre schon ein Riesending
und dass ich doch völlig besoffen gewesen sein musste, da mitmachen zu wollen.

Jetzt sitze ich vor den hochauflösenden Karten des Zielgebietes und stelle fest, dass da nicht mehr Straßen eingezeichnet sind als auf dem bisher gesichteten 1: 750.000 Material.

Mich beschleicht ein ganz merkwürdige Gefühlsmischung.
"Hurra, ich bekomme................. ........... Diarrhö"
so was zwischen Abenteuerlust und Hose voll.

Aber eines ist dann doch ganz anders als letztes Jahr....
keine Sekunde verschwende ich auch nur ansatzweise darüber nachzudenken, wie ich aus der Nummer wieder raus komme.

Wenn man dann den Bildern und Berichten im Internet glauben schenken mag,

http://motorang.com/motorrad/PIC/2012-07_Albanien/140-up.jpg

http://motorang.com/motorrad/PIC/2012-07_Albanien/142_ford.jpg

http://www.adventure-magazin.de/daten_reisen/Albanien/Steinbruecke.jpg

http://media-cache-ak0.pinimg.com/236x/e3/ef/fb/e3effb5a8de14ae59255c74b024543a7.jpg

dann wird das sicher eine der aufregendsten Reisen, die wir uns aussuchen konnten.

Und ich bin mich gaaaaaz sicher, dass die Reise keinen Aufschub duldet,
denn mit jedem weiteren Jahr wird das Abenteuerpotential mit jedem weiteren asphaltierten Straßenkilometer abnehmen.
Ein schönes altes deutsches Wort wird für uns sicher viel an Bedeutung gewinnen

"Unwegsamkeiten"

Wir haben ja schon mal ein wenig im Piemont üben dürfen, als uns der Steinschlag 300m vorm Tende stoppen wollte.



Montag, 28. Juli 2014

Piccoli Impressioni

Eigentlich wollte ich noch ein paar Zeilen schreiben,
aber irgendwie bin ich etwas wie Flasche leer
und dann hatte ich heute auf der Arbeit auch noch irre zu tun
Ihr kennt das ja
"eben mal die Welt retten"

Was soll ich sagen
das hatte dann mal Priorität

Aber Bilder hab ich schon mal geschrumpft und hochgeladen.
Ein paar davon könnte ich ja schon mal zeigen.
Und für die nette Resonanz wollte ich mich hier auch mal bedanken.
Ich werd auch alle Mails beantworten.













Sonntag, 27. Juli 2014

leben noch

Salut zusammen,

um Gerüchten vorzubeugen,

wir leben noch un sind gestern Nacht wieder im Blauen Haus gesund und müde aufgeschlagen.

Ja das war dann doch eine unerwartet schwierige Reise,
gespickt mit vielen Gewittern, Erdrutschen und Spezialeinlagen.
Irre wie schnell sich die Wege von einer Woche zur Anderen verändern können.
Vor dem Monte Saccarello gab es, neben der Sperrung von la Brigue aus, noch einen weiteren Erdrutsch und 300 Meter unterhalb des Tende mussten wir absatteln und die Moppeds über einen frischen Steinschlag schieben.
Dafür war der Parpaillon Eisfrei und nur mit einem kleinen See gefüllt.
Auf dem Sommeiller liegt ganz oben immer noch Schnee und die letzten 2 km sind völlig zerklüftet.

Der eingedrückte Kühler hat wacker durchgehalten und da das Ersatzteil aus China vermutlich zu spät kommt, muss er auch noch bis zum Ende der TWNE /TSPE

"Tree Weeks.........No Excuses" Tour
"Trois Semaines Pas d'Excuses" Tour

durchhalten.

Bis dahin ist auch sicher mein Arm wieder OK, denn nicht nur mein Mopped ist umgefallen.
Ich auch und zwar bei einer Klettereinlage und das auch noch beim Abstieg ganz unten.
Irgendwie hat der Motorradstiefel plötzlich nachgegeben (da war ich schon aus der Wand) und peng, lieg ich da im Geröll.
Ohne Protektor wäre der Arm sicher durch gewesen.
Da sieht man mal wieder, wie ungefährlich doch Motorradfahren ist.
Wie auch immer .......
noch knappe 3 Wochen und viel Arbeit, bevor es losgeht.
Ja und Nature ist ja auch noch..

Das wird hart


Sonntag, 20. Juli 2014

Grenzgänger 2014 Mk II

Das wird heute ein ziemlich knapper Post.
Und zwar desswegen.............
Wir haben Puzzy bei strahlendem Regen verlassen.
Oder anders formuliert. Sabines Sonnenkarma hat nur bis kurz nach dem Frühstück gereicht. Wir schlittern über den Col de Madelaine, weil ich die Strecke über den  Albertstadt zum brechen finde. Aber nach dem Madelaine gebe ich auf. Es regnet wie aus Eimern und ich will nur noch gegen Westen, wo es besser sein soll.
Stimmt auch, denn wir kommen halbwegs trocken durchs Chattreuse.
Aber wir schenken uns den ein oder anderen Freestyleakt und ziehen direkt im weiten Bogen an Grenoble vorbei.
Im Rückspiegel wird es bedrohlich dunkel. Das Chatreuse verschwindet in einer schwarzen Wand.
Nach einem kleinen Abstecher auf einer Straße die es gar nicht mehr gibt (hinter Montaux) vor einer Route Barree die zu Fuß noch gut zu überwinden ist geben wir vom Nebel eingeholt auf und farhen zurück zum eigentlichen Ziel  dem Canyon des Ecouges.
Den hatte ich vor vier Jahren mal zufällig entdeckt und seit dem immer wieder vergeblich gesucht, denn wer kann sich denn den Sch...öhnen Namen merken.
Da gibt es den dunkelsten Tunnel, den meine SLR jemals unbeschädigt durchfahren hat. Ungelogen fielen die 35 Watt Lichtleistung in einer art Wasserfall-Kurve 85 cm nach dem Scheinwerfer zu Boden.
Wer sich das nicht vorstellen kann, geht bitte in den Garten und entleert seine Blase mit waagerechter Grundhaltung.
Da ist die CRF schon ne andere Nummer. Plötzlich ist der Tunnel viel breiter.
Es geht weiter zu den Grands Goulets. Sabine soll da über die Absperrung kletter und sich dieses unglaubliche visuelle bewusstseinserweiternde grandiosestes Straßeningens antun um endlich mit mir auf ein gleiches Chakradingens aufsteigen zu können.
Aber es regnet stark, das Licht ist wenig verlockend (eigentlich dunkel) jedenfalls zu dunkel, als dass Sabines Volle Gummihosen hätten egalisiert werden können, denn die Absperrung ist wirklich ernst gemeint.
Wir verschieben das auf Morgen und flüchten durch den neuen Tunnel. Am anderen Ende versinken wir im Gewitter.
Noch 15 km quälen wir uns durch die Wasserfront, bis wir endlich völlig alle die Unterkunft erreichen.
Wir sind vielleicht am schönsten Fleck französischer Erde und haben echt ziemlich wenig davon gehabt.
Aber das ist immer noch viel mehr als .................
Morgen gehts auf dem Weg zum Parpaillon noch über den Combe Laval und den Col de la Maschine.
Ich hab jetzt schon  haut wie Gans.


Samstag, 19. Juli 2014

Grenzgänger 2014 Mk II

So das wird jetzt ein ziemliches Durcheinander werden,
denn mit der Grenzgänger Mk I bin ich noch nichtmal annähernd fertig,
und schon schreibe ich den ersten Blogeintrag für die Grenzgänger Mk. II Tour,
kurz bevor der Livestrem zur "Three Weeks No Excuses" Tour losgeht.

Ja cht wahr, ich werd beim Gepäck auf die Unterwäsche verzichten (ich verrate aber noch nicht wessen) und dafür den guten alten EeePC mitnehmen und von Unterwegs berichten.
So der Plan.



Freitag 20 nach 11
erster Halt
es riecht nach Tannen und es ist noch kühl im endlich gefundenen Schatten.
Es wird heute heiß werden,
wie immer wenn ich mit Sabine endurowandere.
(Eine krasse Fehleinschätzung wie ich alsbald erfahren werde)
Und es wird mir noch heißer werden, aber davon später mehr.

Gestartet sind wir, wie fast immer wenn es nach Süden Richtung Frankreich/Schweiz geht, bei meinen Eltern, die uns am Vorabend mal wieder gut mit Grillgut gefüllt haben.

Dementsprechend eng ist es in der Kombi, als wir, über den Col Donon über die alte Passage von Abrechvillar aus, in die Vogesen einfahren.
Elsass erreicht!
Damit mir nicht so langweilig wird, hat hat mich mein zumo/u (das ist glaube ich die Abkürzung für Zumutung) wieder beschäftigt, da es wie immer in Lothringen ausgestiegen ist...GRRRRR
Da hatten wir gerade die SGKS (Saarländische Grenzkammstraße) kurz tangiert.

Es wird Zeit die Membrane aus der Jacke zu knüpfen.
Ja und Unterwäsche beginnt bei 37 Grad auch zu stören an.

Es geht weiter.
Endlich Kaffee kurz vorm Col de la Schlucht.
Es gibt einen Schattenplatz und nach lecker Eis
eine schlechte Nachricht.

"Vos Motos sont tombees"
Ein Satz
französisch klingt so melodisch schön
und beschreibt doch so Grausames.
Ein Blick um die Ecke.
Stimmt liegen beide flach auf der Erde, weil der Bitumen unter den Ständern, bei den Temperaturen nachgegeben hat.
Zuerst bin ich noch tiefenentspannt, sage Sabien sie soll sich Zeit lassen.
Was soll schon passiert sein? Enduros eben.
Aber dann entdecke ich, dass meine irgendwie höher liegt als Sabines, da meine CRF in den da

gepurzelt ist.
Fahrradfahrer in Mittel- und Hochgebirgen.......
ein zunehmender Störfaktor, den ich immer zu tolerieren versucht habe.
War ich nicht immer nett zu ihnen???
Und jetzt das!!!!!!!!!!
Aber wie man deutlich sieht,
hab ich den Mistkerl auch schön erwischt.
Aber nicht ganz so beeindrückend wie er meine CRF.
Die Plasteverkleidung vom Tank ist derb eingedrückt und der Kühler ist erkennbar deformiert. Volltreffer kaum zu glauben. Hunderte Quadratkilometer Platz zum umfallen
und dann passt das hier auf 3 cm. Grrrrr.

Nach dem Aufheben zeigt sich Kühlflüssigkeit auf dem Asphalt.
Ein Blick unter das lose Luftleitblech. Die Flanke  ist 4 cm  eingedrückt. Die Kühlerfläche um mehr als 25 % verkleinert.  Einige Kühlerreihen sind faktisch eins geworden. Oben und unten sind sich jeweils um 1,5 cm näher gekommen (falls das einer nachrechnet, es sind Schätzwerte).



Aber erstmal ist alles dicht geblieben, Gutes Aluminium, sicher aus China oder
T-High-Land
Kaum zu glauben 500 km später, noch immer alles dicht und selbst lange Aufwärtspassagen gehen noch ohne überkochen.
Und weil uns da NAVI 15 km vorm Ziel noch auf eine MTB Strecke gelockt hatte, wurde es für den kleinen Motor noch mal richtig stressig. So mit erstem Gang Dauervollgas. Später mehr, hm mal sehen der Weg sollte vielleicht geheim bleiben. :-)) Ich und geheim................

Es geht weiter, wir sind wie immer spät.
Und irgendwie mag ich nicht glauben, dass es die Straße, die Herr Garmin da ausspuckt wirklich irgendwo hingeht.
Mein Misstrauen wird genährt, als wir vor dieser netten Brücke aufschlagen,


die sich prompt als Eisenbahnschmuckstück entpuppt.
Also nochmal 1000 Meter zurück, nächster Anlauf. Wir sind ja nur noch 15 km vom Hotel entfernt
ähm... also Luftlinie.

Der neu eingeschlagene Weg geht sichtlich an dem großen Stausee vorbei. Eigentlich nicht schlecht...
eigentlich.....denn hier ist das Ufer Klippe und der Weg geht da irgendwo im Waldansatz drüber,
aaaaaber das wissen wir ja noch nicht,
denn Garmin wollte uns mit dem MTB Trail überraschen.

Mit jedem Meter hoch wird der Weg schlechter. Und dafür, dass ich gedanklich schon vor 15 Minuten mit dem ersten Rose auf der Hügelterrasse saß, ist die Laune auch noch recht gut.
Aber Lust auf fahren hab ich in dem Dreck da eigentlich keine und es sollte noch Steiler und kurviger werden und dann felsiger, wobei mich das noch mehr gestört hat, da ich da meine Coke-Flasche verloren habe und es niemend im Halbdunkel des Waldes bemerkt hat.
Ziemlich abgekämpft erreichen wir dann eine gute Stunde später unser Hotel.
Das Hochjura zeigt sich von seiner allerbesten Seite und schenkt uns einen sonnigen Abend bei ziemlich gutem Essen.


Das Hotel ist, auch wenn es etwas abseits liegt, sehr zu empfehlen.