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Samstag, 20. September 2014

The Day after Zero Day

oder

"il avventure di Bibendum nero"

(die Abenteuer der  Black Bibendum)


Das sind die hier !


15.08.14

"Was mich an meiner Zeit in Indochina am meisten genervt hat ist, dass du ständig den Sack nass hast........."

Ok, also
Ich erreiche Boden mit furchtbar durchweichten Ho...
senbeinen.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich mehr so der mediterrane Typ bin.
Kirsten und Anja würde sagen: ja!
Und genau das ist auch der Grund, warum ich diesen verregneten 560 km Tour, bis kurz vors Hahntenjoch,so wirklich gar nix abgewinnen konnte.

Jedenfalls war ich erstaunt, wie sich Tannheimer Tal und Lechtal so furchtbar schnell entwickelt haben.
Kaum ist man mal 12 Jahre nicht da und schon erkennt man keine Ecke mehr.

Außer Frage...... wir logieren im erste Haus am Platze in Boden.
Es ist auch das Einzige.
Der versprochene Pool....existiert, aber war vermutlich schon in den frühen 70ern nicht mehr so ganz mit vorne dabei. Die Zimmer sind einfach aber sauber. Toiletten und Duschen befanden sich, wie in älteren Hotels teilweise üblich auf dem Flur. Das war auch so gebucht, aber es waren definitiv zu wenige und auch zu weit weg von den Zimmern. Ich muss aber auch zugestehen, dass es das günstigste (aber nicht unbedingt billig) Hotel im ganzen Zielgebiet war.



Das Hotel in Boden könnte man samt der Bedienung als Tirol-Rustikal-Charmant klassifizieren.
Wie soll man es beschreiben.
Man ist nett zu dir, aber du merkst es nicht gleich. Aber letztlich sehr hilfsbereit.
Ohne zu fragen gab's dann nach dem wirklich reichlichen Essen (und das brauchten wir heiß und fettig)
Also das da ist der Teller von Lutz......



auch noch Garage für die Moppetten.

Es ist kalt draußen 4 Grad und das im Juli, ach, was sag ich Augusto. Selbst rauchen ist scheiße.
Besser so rum als letztes Jahr in Rumänien, denke ich bei mir und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Reise noch sehr viel erlebnisreicher werden wird, als der Plan es erwarten lässt.


Alle diejenigen, die nun Kartenausschnitte und Tracks vermissen, möchte ich noch ein paar Tage vertrösten.
Sobald wir Slowenien verlassen, wird es das gewohnte Bild aus der Rumäniensaga wieder geben. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Ihr die Alpen alle selber finden werdet und den beschriebenen Wegen aufgrund der Straßenknappheit in und über die Berge auch so folgen könnt.

Mittwoch, 17. September 2014

Three Weeks No Excuses "in the end it doesn't even matter"

Three Weeks No Excuses  
"in the end it doesn't even matter"


Gestern Nacht bin ich nach  eben so feuchten wie einsamen 850 km
im blauen Haus in Löf gelandet.

Eine wirklich lange und aufregende Reise geht zu Ende.
Ein merkwürdiges Gefühl, am Montag wieder dahin (arbeit) zu gehen.




Drei Woche also verlebt
Drei Motorräder geerdet
Drei Krankenhäuser besucht
Drei unterschiedliche Glaubensgemeinschaften haben uns geholfen
Drei Mitreisende unterwegs verloren
Dreihundert € Sprit verfahren
Dreißig € an die Raubritter in Kroatien abgedrückt
Dreihundert mal Scheiße gerufen

Dreitausend mal beseelt.................



Das war trotz der vielen bösen Überraschungen
eine ziemlich sehr geile Reise.








Dienstag, 9. September 2014

Ari's CRF Bastelecke Hardcore Bereifung

Ari's CRF Bastelecke  Hardcore Bereifung

So das gespendete Domi-Vorderrad ist drin und funzt erstaunlich gut.


Im Vergleich dazu noch das original Rad mit TKC 80.


Die deutlich breitere Felge steht der CRF ganz gut und sieht schier unzerstörbar aus.
Hinten sitzt jetzt ein T63 auf der Felge, das sieht schon mehr nach tiefer Erde aus als der K60.



Hier noch das China Hinterrad.
Da müssen die Lager noch für die 17ner Achse getauscht werden.



Ja und Spacer muss ich auch noch machen, da die Narbe etwas schmäler ist.
Dafür ist die Felge und der Reifen breiter.







Sonntag, 7. September 2014

Aris Bastelecke heute Knieprotektor

Viele von Euch kennen das Problem.......
kaum das man 1500 km unterwegs ist, merkt man plötzlich, dass man keine Knieprotektoren in seiner Hose hat.

Was tun, wenn der Schotter mit all seinen Gefahren nach einem ruft,
aber  kein Ersatz für das Vergessene zu erwerben ist.

Gerne greife ich in solchen Fällen auf Dinge des allgemeinen öffentlichen Lebens zurück, die es hier und dort und am Straßenrand zu finden gibt.

Der ideale Protektor ist auf der Knie zugewendeten Seite weich und hautfreundlich, vielleicht sogar kuschelig.



Die mittlere Schicht hingegen sollte den Aufschlag gut dämpfen


Ein Schnitzel könnte hier zumindest eine kurzfristige Lösung bieten.

Letztlich bedarf es aber einer harten Schale auf der Außenseite,


um ein gänzlich befriedigendes Ergebnis zu erzielen.


Na ja oder man leiht sich am Strand eine der reichlich vorzufindenden Badematten,

nimmt seine eigenen Protektoren als Schnittmuster


und bastelt sich eine vegane/re  Lösung.







Freitag, 5. September 2014

Helgas große Welt - gemeinsamer Urlaub ade

Gemeinsamer Urlaub ade

Irgendwie will es dieses Jahr nicht so recht klappen mit unserem gemeinsamen Urlaub. Die Ambulanza in Tolmezzo meinte, ich müsste das Geld fürs Hotelzimmer sparen nach dem Heliflug und sollte doch besser mal bei ihnen übernachten. Das zahle dann die gesetzliche Krankenkasse.
Nun hat man mich - ohne größere Schäden als "Blaue Flecken" - wieder frei gelassen.
Mein Weg führt mich also ins Hotel, in dem der Rest der  Urlaubsgemeinschaft wartet. Kaum bin ich angekommen, macht sich Volker auf den Heimweg.....er flüchtet doch wohl nicht vor mir?? =o)
Meine bessere Hälfte wartet nun mit mir auf meinen Heimtransport.
Da waren's nur noch zwei.
So wie es aussieht, hat mein Moped genauso "wenig"  abbekommen wie ich und ist  reparabel.

Ein paar Bilder zwischendurch

Laaaaaaaaaaangweilig.........



Arme Sau.



















Exekutionsgruppe, bitte jeder nur ein Motorrad

Exekutionsgruppe, 
bitte jeder nur ein Motorrad

Wir......
also der bescheidene Rest sitzen gerade beim Frühstück.
Die Nacht hab ich darüber sinniert, ob mich die Anderen vielleicht nicht mehr leiden können und deshalb die Flucht ins Hospital wählen.

Zusammen mit dem Kaffee kommt die Tageszeitung. Hoppla
"Tre motociclisti tedeschi..."
klingt irgendwie bekannt....
und tatsächlich, wir sind auf Seite 5.
Hurra, ich bin berühmt.

Jetzt warte ich irgendwie darauf, dass die Pozilei hier auftaucht, denn der Bericht ist etwas aus der Spur bezüglich dessen, was tatsächlich passiert ist.

Sobald wir Neues aus dem Krankenhaus wissen, geht es weiter. Sind ja noch 900 km,
da geht sicher noch was.
Ja, und die Abholung durch den ADAC muss ja auch noch geklärt werden.

Apropopo ADAC.
Der hat sich gestern aus München gemeldet.
Sabines CRF wurde in Serbien vom LKW (vermutlich) geklaut.
Genaues weiß man noch nicht. Na, wie klasse ist das denn, vermutlich steckte der Schlüssel im Zündschloss und die Papiere waren in einer Mappe auf den Sitz geschnallt.
(geht mir gerade durch den Kopf, war aber vermutlich nicht so)
Ich bin auf den Bericht gespannt.
Jedenfalls hab ich gerade bezüglich der gelben Engel einen leicht geschwollenes Körperteil oberhalb des Thorax.


Donnerstag, 4. September 2014

Von Fall zu Fall ins Hospital Stage III

Langsam entwickelt sich der Trip in die falsche Richtung.

Auf der Asphaltpassage - nach der Panoramica delle Vette -  lauerten Restbestände  des Schicksals in Form des Steines des Anstoßes auf uns. Selbiger kam den Hang herunter gepurzelt.
Zwei kleine Jägermeister kamen durch, den Dritten hat's erwischt.
Nach der einer ersten Anamnese durch Doktore FahrLässig erschien ein weiterer Transport via Moto als niente basta.
Ein Abtransport via Autocari kam erstmal nicht in betrachto wegen mächtig Einsamkeit hier oben.
Einige hundert Meter tiefer gab es eine Malga, wo ich versuchte, englisch zu reden. Das endete in Scharade MK IV.
Als der junge Mann begriffen hatte, um was es geht, hat er dann die Ambulanca informiert.
Das endet hier


und dann in der Klinik in Tolmezzo.
Keine Sorge, es geht Allen den Umständen entsprechend gut.

Jedenfalls hab ich jetzt ausreichend Zeit, hier zu posten.







Eingeholt (nur Bilder)

Nach meiner Extrarunde in Thet, zeichnet es sich ab, dass ich Helga und Lutz, die in Kroatien rumtrödeln, noch einholen kann, wenn ich durch Montenegro gas gebe und durch Bosnien fliege.
Von dem lecker riesen Fisch vom Vorabend (der 500 g Lappen war recht teuer zusammen mit Salat und großem Bier 8 €) im Bauch gestärkt, gings nach 3 türkisch Kaffa recht früh in Shkoder los.

In Montenegro wurde es dann drei mal recht eng. Irgendwie hatte ich das Gefühl da auf der Abschussliste zu stehen und ich hatte echt Mühe nicht abgeräumt zu werden.
Straße gabs mal mehr meistens weniger......


Dafür wollte ich auf den Berg zu dieser Kirche hier...


wobei sich der Weg zum Wanderpfad entwickelte. Ober noch 150 cm zwischen den Mauern breit und atemberaubend steil.



Zur Feste Besac bin ich dann später auch noch hoch


wobei ich die mächtig überbewertet empfand.

Die kleine Straße, die dann aber gegenüber weiterführte ist ein echter Geheimtipp.












Eingeholt II

Ja da war gestern wohl das W-Lan alle.

Also hier weiter,















Ja das war dann Montenegro
Bosnien gibt es dann demnächst
denn da muss ich dann doch was zu schreiben.
So viel verrat. ich, dank Garmin hab ich durch die Berge 5 km gespart und 2 Stunden verloren.
Ein Bild sagt mehr......


alles klar?




Montag, 1. September 2014

Helgas große Welt - Tage 2 bis 5

Tag 2 ohne Biene und Volker die wir in ADAC Gefangenschaft zurück lassen mussten, hab noch nicht mal mein Frühstück fotografiert......
Biene kommt wohl frühestens am 30.08 heim, hoffentlich kommt da nicht noch der Pilotenstreik dazwischen. 
Wir machen uns gemütlich zum Aufbruch bereit. Lutz gibt einem jungen Ösi noch Tipps, wie man ohne Hauptständer an der African Twin durchs Leben kommt. Der arme Junge setzt im unwegsamen Gelände immer damit auf. Der Junge ist fasziniert von meiner gepackten Nixe, mit wie wenig man (frau) doch durch Albanien kommt. Er musste uns unbedingt fotografieren ....im nächsten Leben schwört er bestimmt einer gewissen Motorradüberlebenstechnikfirma  ab. 
Der alte Chef unseres Hotels freut sich tierisch über mein genuscheltes " mirupafshim" das Hotel kann man wirklich nur empfehlen. Wir  fahren durch wunderschöne Regionen, nach den ersten Kilometern will ich schon wieder anhalten und fotografieren. Nach der Bergumrundung präsentiert sich ein weitläufiges Tal mit einem kleinen Stausee. Ok, wir halten und ich darf Bilder machen. Hinter dem nächsten Berg kommt dann der nächste fotografierwürdige  Anblick ...ein enges Tal über Jahrhunderte vom Fluss in die Natur geschnitten. Mein Goldstück hält an, damit ich den Anblick für Biene und Volker konservieren kann. 
Die Straße schlängelt sich am Hang entlang , mal enger und kurviger,mal geringfügig breiter. Zeitweise wird aus dem Einschnitt ein kleiner Canyon, cool. An der Stelle fahrt man am Besten hinter einem jungen albanischen suizidgefährdeten Autofahrer hinterher. Erstens kennt der jedes Schlagloch und jede Verwerfung der Strecke und er weiß, vor welcher Kurve man unbedingt hupen muss.
Wir kommen wieder um einen Berg....die Straße geht nach unten und ganz unten ist eine alte Steinbrücke,  die auf die andere Seite führt. Je weiter man nach unten fährt, umso schlechter ist das Panorama....Lutz schaut mich an und kann in meinem Gesicht lesen ;-) ja, er wendet, fährt hoch und fotografiert für mich. Ich glaube, er hat mir das gestrige Schotterabenteuer verziehen. 
In Lezhe biegen wir ab und fahren die Dörfer entlang. Die Straße hat gute Abschnitte, aber auch die für Albanien erforderlichen Schlaglöcher, Asphaltverwerfungen und Fahrbahnrandabsenkungen. Wir biegen ab, nein, nicht auf Schotter und auch nicht auf die Autobahn. Es gibt noch eine Alternative, ganz konventionell über die Dörfer. Im Dorf fährt man ja bekanntlich etwas langsamer (5 km/h weniger) und beobachtet dabei das Dorfleben, z.B. eine Trauergesellschaft. Also ganz einfach,der Mann trägt lange Hose und Hemd oder T-Shirt ...Farbe egal. Die Frau  von 20 - 50 trägt schwarz und nur schwarz tutto kompletto, ausgenommen nur das Taschentuch das Jede(!) demonstrativ in der Hand hält. Und alle Alten tragen Schwarz/ weiße Tracht. Ganz einfach, oder?
Irgendwie sehen wir nicht mehr so vertrauenswürdig aus, der Tankwart fragt uns, ob wir denn cash zahlen können, als wir ihm signalisieren, zweimal volltanken, bitte. Als wenn in unsere Mopeds 150 l rein gingen.
Für gestern bleibt noch nachzutragen, dass es im Nordosten ein geniales Bewässerungssystem gibt, das bestimmt schon seit Jahrhunderten so mit den kleinen Kanälen funtioniert. Rechts und links der Straße sind volle kleine Kanäle.


Tag 3 -       wir verabschieden uns von Biene ....(für heute vermutlich das  letzte mal Internet)...und von dem Pärchen aus Essen und fahren zum letzten mal durch Shkoder. Heute morgen ist in der Stadt wieder viel mehr los als gestern Nachmittag, da war ja geradezu "tote Hose". In der Ebene, die wir danach durchfahren, wird viel gebaut, ist ja auch schon ne coole Gegend hier am See. Es erinnert mich irgendwie an ein deutsches Neubaugebiet. Nur dass hier die Grundstücke größer sind. 
Tag 4     Blagaj und Mostar. Ha, ich hab Lutz zu einem Besuch in Mostar überreden können. (Städte im Hochsommer mit Motorradklamotten zu Fuß zu erkunden? Wie blöd ist das denn? Später erzählt uns ein Einwohner, dass Mostar die heißeste Stadt des Balkans sei. Es können im Sommer schon mal 45-47° werden.)
Tag 5           Heute morgen hat uns unsere nette Wirtin noch für den morgigen Tag Regen angedroht. Als wir wieder in den Bergen von einem Dorf zum anderen trödeln, ziehen die ersten Wolken seit 10 Tagen auf. Aber es bleibt heute trocken.

Man findet aber auch albanische Besonderheiten ....zB:  Balkone im Dachgiebel da wo garantiert kein Mensch mehr stehen kann, gibt auch kein Fenster geschweige denn eine Tür. Aber der Nachbar hat " geringfügig" höher gebaut, und der hat da auch noch einem Balkon.......
Wir  biegen kurze Zeit später ab nach Theti....hmmmm das riecht hier toll. Rechts und links lange Felder mit Lavendel ? Rosmarin....Kräuter halt, welche kann ich duftmäßig nicht eruieren. Gegen Ende der Ebene kommt auf der rechten Seite ein großer flacher " Kompleksi"  mit mannshohen  Mauern ...ich habe darin einen Firmenneubau gesehen, bißchen abgeschirmt, aber Lutz sieht in dem noch nicht ganz fertigen Bau einen Knast. Danach geht's etwas kurviger weiter und schon wieder ein neuer Duft...diesmal wie das Tannenkiefernfichtennadelschaumbad aus meiner Kindheit. Die sehr gut asphaltierte Straße - entgegen albanischer Gepflogenheit nur geschätzte 20 Schlaglöcher auf 25 ! Km - wird immer kurviger und schlängelt sich hoch. Zweimal wird bis Bore ein getrocknetes Flussbett gekreuzt. Und dann kommt dchon wieder so ein Schild....diesmal auf albanisch und englisch  .....der Franzose wurde sagen "Route barrée"  ....ab dem  18.06 von 10:00 bis 17:00 gesperrt. Müssen die gerade jetzt bauen? Wir drehen um.
Auf  der Rückfahrt will ich fotografieren, wie Lutz das ausgetrocknete Flussbett überquert, und werde prompt von einem jungen tschechischen Guzzifahrer angesprochen, der mir bei meiner Panne ??? helfen will. Er findet das ja so toll ...eine Frau mit Moped allein in Albanien. Na ja, er hat dann noch lieb Konversation gemacht, bevor er weiter gefahren ist. 
Lutz will noch ein letztes Mal in Albanien tanken. Der Tankwart greift zum Rüssel, was mich panisch aufschreien lässt. Nein, ich meine nicht die Aufschrift, die in deutsch "Verbleites Benzin" verspricht ..er greift zum Diesel-Rüssel.  Er schaut mich an, schüttelt der Kopf und sagt:  all ok.   Wo Diesel dran steht, ist Benzin drin, und wo verbleites Benzin dran steht, ist Diesel drin. Pffffft.
Vor der Grenze trinken wir mit den letzten Lek nochmal  Kaffee. Die zugehörige Toilette ist putzig. Damenklo mit Bidet!  und blau gekachelt, dafür ist das Herrenklo rosa gekachelt. 
Nach Montenegro rein hat uns dann uns dann ein gaaaaanz wichtiger Macho abgefertigt. Ich glaube, der hat unsere Pässe 3 x gescannt, aber leider nix gefunden um die Einreise zu verweigern. 
Wir sind direkt ab in die schwarzen Berge ....Lutz hatte doch tatsächlich auch eine asphaltierte Bobbahn von 20 km gefunden. Zur Erklärung Bobbahn: wenn ich meiner besseren Hälfte im Abstand von max. 4 Metern folgen muss, wenn ich ihn ab und zu mal sehen will. Ansonsten ist er immer schon wieder hinter der nächsten Kurve verschwunden. Er findet das irgendwie auch nicht so prickelnd, wenn er mich nicht im Rückspiegel sieht. Hallo: ich bin nicht geplatzt, weggezaubert, geraubt  oder den Abhang runter gefahren. Ich habe nur angehalten, um ein Foto zu machen!!! 
Ihr merkt schon nur Kurven und das ganz viele Kilometer.
Nach Montenegro kommt Bosnien. .. Oh nein - es kommt Herzegowina. Das ist wichtig. Das ist wie mit dem Freistaat Bayern und Ostfriesland oder mit Südtirol und Italien oder sag nie einem Saarländer, er sei doch mal Franzose gewesen..... 

Wir kommen über die Hochebene nach Blagaj, wieder mal ein wunderschöner Anblick.  Blagaj liegt unten malerisch im Tal...wir finden auf Anhieb unser Ziel ...Navi sei Dank...ein doch etwas überlaufenes Derwischkloster. Das Kloster liegt wie angeklatscht an einer hohen Felswand und passend kommt aus einer Höhle der Fluss. Ist schon beeindruckend. Ein geschaftstüchtiger Parkeinweiser gibt uns, Derwisch sei Dank, einen Parkplatz in der Nähe. Auf den Besuch im Inneren habe ich auf Grund der Hitze und der Besuchermassen verzichtet. Es scheint aber ein Muss für Muslime zu sein. 
Weiter nach Mostar, der Eindruck ist zwiespältig ...eine wirklich schöne alte Stadt mit behutsam restaurierten Bauten und daneben die alte Moschee mit Einschusslöchern, die sich auch in den Grabmalen des muslimischen Friedhofs finden lassen. Eine hochmoderne Tanke mit offenem WLAN und Café und gegenüber ein halber Altbau, man sieht noch die alte (Stein) Bauweise ...1. Stock: Ruine, Erdgeschoss : zwei moderne Firmen mit Klima an der Außenwand.  
Die Altstadt wimmelt von Touris. Man muss auch das Geld sehen, das auf diese Weise in die Stadt kommt. Im "neuen" Stadtteil können wir durch beeindruckende Alleen fahren, mitten in der Stadt. danach machen  wir uns wegen der Hitze ab in die herzegowinischen Berge und treffen auf Pferde, wilde Pferde nicht so feudal untergebracht wie die Lipizzaner in Slowenien, so ellenlange weiße Dallaszäune. Nein, hier werden die Pferde in mit Steinen ummauerten Paddocks untergebracht. Ansonsten leben sie auch völlig ungezwungen. 
Wir sind richtig schön durch die Berge getrödelt, weil wir das so wollten. Dabei konnten wir kilomerweit die Kunst der Trockenmauern bewundern. Die Jungs aufm Balkan müssen dafür die Ruhe weg haben.   
Wir sind dann auf der Route auch mal durch ein Industriegebiet getrödelt, weil das Navi das so wollte. 
Die Grenze nach Kroatien war völlig easy,.... weil nix los. Kurz nach dem Grenzübergang sind wir querfeldein und wurden prompt von der Polizei angehalten ...Lutz hatte wohl einen alten Schmugglerpfad aufgetan. 
Die Suche nach einer Unterkunft war relativ schnell beendet. ...Luxus pur für kleine Euros und mal wieder beeindruckend liebe Leute.  

Wir haben ein ganz anderes Problem ...in Vrgorac war eine Tanke, da hatten wir erst 95 km auf der Uhr. Dann kam 156 km keine weitere Tankstelle ..upps, bei 215 hat Lutz und bei 226 habe ich auf Reserve geschaltet. Und es ist Sonntag, auch in Kroatien. Ja, wir hätten einfach aus den Bergen an die Küste fahren können, aber das Navi hat uns immer wieder eine Tanke in den Bergen vorgegaukelt. Hat aber noch geklappt - Lutz musste den 2 Liter Reservekanister nicht ausgraben. Die Fahrt von Ploce an den Peckura-See war mal wieder sehr kurvenreich.
Eins hab ich aber nicht verstanden...wieso sind 200 m in der Innenstadt mit Motorradklamotten zu Fuß laufen unendlich weit bzw. nicht machbar für den Mann? Aber 8.1 km Schotterpiste nur ein ganz kurzes Stück? Ich bin halt ne Frau..... 
Wir haben in Gajak direkt am See ein heimeliges Appartementi in  Fledermausbesitz gefunden und uns mit Salami, Brot, Wein  und Tomaten zum Abendessen eingedeckt. 
Morgen werden wir endlich wieder mit Volker vereint. Wir freuen uns schon sehr.

Samstag, 30. August 2014

"Thet Offensive" mal ganz anders heute nur Bilder


Ja Offensive!
Irgendwie wurde es Zeit die Sache mit dem Endurofahren endlich anzugehen.
Wenn ich gewusst hätte, was mich da erwartet, wäre ich die Sache alleine wohl eher nicht angegangen. 
Ohne Frage, zumindest die völlig einsame südliche Passage, mit der ich startete ist alleine nicht ungefährlich, denn eine Hand hat man schnell gebrochen und perpedes sind 10 -15 km schon recht weit.

Es beginnt über die neu geteerte Straße auf den ersten 15 km so beschaulich, dass man sich der Erwartung, dass bis zu dem Thet-Kessel so weiter geht in fast schon enttäuschender  Sicherheit wiegt.


Die knapp 3 Meter breite Straße entlang dem Flusslauf ist echt was fürs Herz.


Und endet völlig überraschend hinter diesem Haus in einer riesen Pfütze, die selbst an dem Rand an dem ich mich langezittert habe, fast 25 cm tief ist. Also Stiefel voll Kühlung, war eh nötig.


Danach kann man erst mal 500 Meter Luft holen,


und die Landschaft genießen,


bevor dann richtig die Post abgeht.


Und wie die abgeht. Die Strecke ist wegen Ihrer Länge von gut 80 km (Tanken nicht vergessen) und einem Schwierigkeitsgrad des Monte Saccarello entsprechend anspruchsvoll. Da es wenige schonende Passagen zum ausspannen gibt, benötigt man eine gute Ausdauer und sollte reichlich zu trinken mitführen.
OK......ich hatten noch 8 Qualrboro Gold und genug Willen und vor allem keine Ahnung, dass das ewig so weiter gehen würde.



Und dann hatte ich das Glück des Untüchtigen, denn dieser Kleine Laden hatte den Kühlschrank voll Limetten Soda und ich etwas später selbiges im Bauch.
Da daachte ich immer noch das geht nicht mehr lange.
Ach ja Netz gibts da auch keines, auch nicht das fürs Handy.


Die Strecke zog auch gleich wieder an.




Belohnt wurden die Mühen aber auch.







Und dann gabs da noch ein paar Sonderprüfungen.



Wobei die Furten etwas mickerig waren wegen dem schönen Wetter der letzten Tage.
Aber es gab auch einige völlig vermatschte Passagen, nämlich dann, wenn eine der Wasserrinnen, mit denen die Bewässerung hier sichergestellt wird gebrochen oder undicht war.


Auch bezüglich der Elektro-Infra geht man hier durchaus naturbelassene Wege.










Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte....

morgen muss ich dieses wunderschöne Land verlassen.