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Sonntag, 22. Mai 2016

छुट्टी के लिए तैयार Urlaubsbereit

Ein Blick in den Kalender wirkt beruhigend. 
Noch gut eine Woche um den Auspuff anzupassen und die Taschen etwas haltbarer an die Träger zu knoten. Blenden wir noch schnell die Termine auf der Arbeit ein uuuund........wawawas 2 Tage Euskirchen 3 mal Paderborn.

Neuer Ansatz. Die Zeit drängt und daher auch nur die Kurzfassung.
Ausgangslage: 
Slim-Puff in drei Stufen


zur besseren Verwirrung steht das Bild auf dem Kopf. Egal, was gerade ganz unten zu sehen ist, bildet gewissermaßen die Spitze der Auspuffkette und ich bin immer noch schwer beeindruckt, das die Inder es geschafft haben einen kaum lauteren Auspuff ohne fühlbare Leistungseinbuße
zusammen zu braten, der so viel weniger Volumen und damit Stahl um sich scharrt.


Gut, wie schon letzte Woche geschrieben funzt prima, is aber zu lang.
Viele kennen das umgekehrt, tut aber nix zur Sache.
Also absägen.
Ich wollte Zeit sparen und hab am eingebauten Krümmer die Flex nagen lassen. Das würde ich so auch nicht mehr machen, es sei denn ich hätte eine größere Scheibe, die es auch durch den Krümmer schafft, So wurde es nag außenrum und brauch am Schluss doch noch die Säge.


Egalos!!! Wie der Spanier sagen würde, genauer
"Egalos Hombre" nur das Ergebnis zählt. Jedenfalls hab ich nun ein ziemlich stabiles Stück Krümmer über, was mir beim Dängeln des Hitzeschutzes noch hilfreich sein sollte.


Ja und dann musste nochmal die vor einer Woche frisch gebogene Aufhängung wieder in die  andere Richtung und eine völlig neue Lag gedingst. Farbe drauf, passt..........fast.


Die gleiche  Farbe (die verklebte alte Dose lässt sich nicht mehr abstellen) auf den frisch geklopften Hitzeschutz. Für den Urlaub wird's reichen.



So sieht's montiert aus, mit magischer Hintergrundbeleuchtung.


Falls das jemand nachbasteln will ( nein nicht das Licht), sollte er auf die am Auspuff angeschweißten Schellenaugen achten. Die müssen so liegen, dass sie nicht das Bremspedal blockieren.


Und so sieht es dann montiert aus.






Montag, 16. Mai 2016

Fähre GNV Grandi Navi Veloci.... Aus Erfahrung, nur noch wenn es nicht anders geht.

Viel zu früh neigt sich ein völlig problemloser Urlaub seinem Ende zu.

Dass es am Schluss noch einmal kurz hektisch werden sollte, dafür sorgte 20 Meter vor der Rampe zur Fähre dann der second Parkplatzoberwächter.

Aber der Reihe nach.

Also Hinfahrt
super Deck 8 Dreibett-Außenkabine
sauber nett chic
genau, wie wir es gebucht hatten
Internetseite sagt ja auch, alle Fahrzeuge unter 4,99 m sind als "Auto" anzumelden. Klasse, da fallen wir exakt drunter.

Rückfahrt war dann etwas strange.
Wir hatten im Hafenbüro dann auch wie bestellt die Tickets erhalten, uns in die Schlange vor der Fähre gestellt,
wurden eingecheckt und haben 2 Stunden gewartet,
bis wir dann beim Auffahren auf die Fähre vom Parkplatzofficer gestoppt wurden.
Der sagte dann etwas, was klang wie "wrong Ticket" und schickte uns zurück ins Office.
Ach, hatte ich schon erwähnt, dass es 22.15 war (Abfahrt 23:00).
OK, also zurück zum Ticketoffice.
Bis dahin dachten wir noch, es braucht nur eine Kleinigkeit geändert zu werden. Als Sabine nach angemessener Zeit aber nicht aus dem Büro zurück kam, bin ich da mal hinterher und was man uns da dann erzählte, ist schon echt grenzwertig.

Also entgegen der Hinfahrt, ist unser Auto nun ein Truck.
Ja, ich habe auch gestaunt.
Kleiner und leichter als ein Luxus SUV aber Truck.
Also man muss sich das mal vorstellen. Neben uns ein 6,5 langes und 3,50 hohes 3,5 Tonnen schweres Wohnmobil geht als Normal durch.
Unser Zwergducato ist aber ein Truck.
OK. Mit Argumenten war dem GNV-Officer nicht beizukommen, da ging es eher um ein typisch deutsches Problem, nämlich Grundsätzlichkeit.

Alternative!? Da machte man keinen Hehl draus, entweder wir zahlen oder wir bleiben im Hafen.

Wir mussten also so gegen halb 11 für über 100€ Aufschlag die Tickets tauschen.
Ärgerlich, aber zu verschmerzen.......
Aber!!!!!
Was völlig inakzeptabel war,
Wir mussten unsere nette Deck 8 Kabine gegen eine LKW-Fahrer-Innenkabine tauschen.
Und die war .....
- klein
- unsagbar dreckig (Bilder lass ich gerne mal folgen)
- roch nach Rauch
- und hatte Bettlaken mit Löchern

Dafür gab es einen Essensgutschein für das Restaurant, das faktisch schloss, als wir es endlich auf die Fähre geschafft hatten.

Wenn wir was falsch gemacht hätten, dann würde ich sagen,
"OK, Schwamm drüber, wieder was fürs Leben gelernt".
Aber da auf unserem Ticket explizit der Wagentyp drauf steht und wir absolut unverschuldet für eine deutlich unkomfortablere Überfahrt mehr zahlen mussten, von dem Ungemach der Umbuchung so kurz vor Schluss mal abgesehen,
würde ich GNV eher nicht empfehlen wollen.

Etwas verunsichert über den Vorgang haben wir wegen unserer Fährenbuchung nach Norwegen schnell mal bei der Rederei angefragt, ob die das eben so handhaben würden. Die haben wohl nur gelacht und gefragt, wer denn so was mit seinen Urlaubskunden machen würde.

p.s.
Unsere schriftliche Anfrage zum Vorgang blieb seitens GNV bis heute unbeantwortet.



Sonntag, 15. Mai 2016

"Driving Dead"

Irgendwie hänge ich gerade mit meinem Buch
"The Driving Dead"
etwas hinterher.
Die Grundidee des Buches ist recht simpel gehalten und zeigt die langsam voranschreitende Metamorphose vom wilden Biker zum willenlosen  Zombie, dessen Handeln einzig von einem durch den Durenphara-Virus geschädigten Geist geleitet wird.


Einstellung eins, erstes Szenenbild.
Stille und Nebel wabern über den Boden einer im Sonnenschein ach so herrlichen Landschaft.
Nur langsam lösen sich schwergliedrige Kreaturen aus dem Zwielicht des herannahenden Morgens heraus.
Behäbig, aber nicht aufzuhalten, drängen sie gegen die Reihe der im Nebel abgestellten Motorräder,
um mit ihren modrigen Lappen die Felgen von Kettenfettresten oder die Sitzbänke vom Morgentau zu befreien.
(Glaubt ihr nicht? Sieht man aber heute auf jedem Motorradtreffen.)
Immer wieder durchbricht das Zischen der sich entladenden Kriechöldosen die gespenstige Stille.
Ein Raunen und Stöhnen untermalt das schaurige Treiben,
welches wir aus den noch warmen Zimmern heraus durch Rolladenschlitze beobachten.
Oh mein Gott, wie konnte das nur Realität werden? So achtsam waren wir gewesen, dachten wir. Hatten dennoch die ersten Zeichen, dass ständige Montieren sinnlosen Zubehörs aus den Katalogen der Zulieferer, zu lange als normal abgetan.  Doch nun gibt es kein Vertun, jetzt hat das Virus auch uns erreicht.
Gleich werden sie beim Frühstück mit uns wieder zusammen an einem Tisch sitzen und allzu harmlos tun. Nur der leichte Duft nach Lederpflege und Trennöl erinnert an das schaurige Szenario.


In Einstellung zwei wollte ich eigentlich zeigen, wie ein Infizierter einen 3. Zusatzscheinwerfer an meine Enfield schrauben will und ich ihn mit einer Motorradkette erlöse.
Und da ist nun auch einer der großen Unterschiede zu anderen Zombie Interpretationen. Bei "The Driving Dead" kann man die Zombies nur mit Motorradteilen erlösen. Was die Sache zum üblichen in den Kopf ballern deutlich vielseitiger macht.
Einzig die Anzahl der tödlichen Motorradteile ist doch sehr beschränkt.





Schöner Federn auf der Enni


Die W 650 Dämpfer funktionieren  zwar besser und die Länge passt auch super, dennoch wirken die Dinger etwas ausgelutscht. Mehr geht ja irgendwie immer, aber das Mehr ist ja auch immer mit nicht gerade unerheblichem Investment verbunden.
OK, was geht..............
Einiges würde gehen. Erste Idee die Wilbers Stereo Dämpfer, wie wir sie auf der W montiert haben. Macht dann mal schlaffe 699++ EURONEN und würde den Wert der Enfield gleich um 20 % steigern.  Betrachte ich das prähistorische Fahrwerk der Enni, erscheint mir das Investitionsvolumen allerdings etwas zu opulent.
IKONS vielleicht?  Nee, neverever again. Die IKONS, die wir vor wenigen Monden für die W geordert hatten, waren faktisch schon mit Anschaffung - spätestens aber nach Montage- ein Fall für die Tonne.
Die Produkte von HAGON hab ich vielleicht zu Unrecht nicht in Betracht gezogen. Leider hab ich da noch nie was wirklich gutes drüber gelesen.
Schon länger auf der "will ich versuchen/haben Liste" stehen Stoßdämpfer von YSS. Schon bei der Kawasaki standen die gaaaaanz oben auf der Liste, da sich da aber Investitionen in jeder Höhe lohnen, wurde es dann besagte Wilbers Lösung. Die YSS kosten tatsachlich nur 185€ und alleine der niedrige Preis macht natürlich skeptisch.
Nun gut, entgegen dem Motto "Schlechtes muss nicht billig sein", gehen wir das Risiko mal ein.
Schließlich stehen auch noch bei den beiden Enduros spätestens nächstes Jahr neue Dämpfer an und da wäre meine erster Gedanke eben auch YSS,
So verbuche wir die 185 € hier mal als eine vertrauensaufbauende Maßnahme.

Bestellt hab ich die Dämpfer dann im Internet, da wir hier keinen Händler hatten.

Was wurde geliefert?!
Da war ich gleich angenehm überrascht. Nach Öffnen der Schachtel kommt ziemlich viel sauber verarbeitetes Aluminium zum Vorschein.
Die Beschichtung der Feder ist makellos, die Gummiteile auch.



Darüber hinaus gibt es eine kleine Auswahl an Buchsen und Scheiben, da die Dämpfer für verschiedene Mopeten passen. ABE ist dabei. KBA Nummer, Länge und Seriennummer sind aufgeprägt.
Besser geht nicht.


Passt's rein?
Na ja, das hängt ja nun eher mal von dem verkorksten Rahmen der Enni ab. Die Dämpfer machen keine Probleme, aber auf der rechten Seite ist wegen Konzentration von Auspuff, Bremse und Kettentrieb halt wenig Platz.
Links fühlt sich der Dämpfer eher vereinsamt.



Funzt?
Ja, das wird sich dann noch genauer zeigen müssen. Auf der ersten kleinen Probefahrt musste ich mir erstmal Schlaglöcher suchen, denn den normalen Straßenbelag haben die neuen Beinchen geradezu eliminiert. Die Dinger sprechen schön an. Mal sehen, was sie bei üblerem Belag zu leisten im Stande sind.

Wie schaut's aus?
OK, ich sag's gleich, die Puristen aus dem RE Forum werden direkt wieder wegen dem Alu maulen. Das muss man dann einfach so akzeptieren und sich fragen, ob einen solche Expertise tangiert, wenn man vor hat, mit der Maschine mehrere tausend km im Jahr zu fahren.
Wenn man genau hinschaut, sind die Aludrehteile der Dämpferköpfe natürlich schon auffällig und auch die bunten Aufkleber stechen ins Auge. Letztere werden aber noch heute das Zeitliche segnen.
Insgesamt passen die Dinger ziemlich gut ins Gesamtbild und ich bin jetzt recht froh, den Schritt gemacht zu haben.



Was stört?
Eigentlich nur die Tatsache, dass ich jetzt sicher auch noch mal an die Gabel ran will, denn kaum hat sich ein Ende verbessert, schon fällt einem auf, wie große das Aufwuchspotential am anderen Ende ist.

Nächster Halt?!?
Die neu gepolsterte Einzelsitzbank.
 


Montag, 9. Mai 2016

W-Treffen 2016 nur Bilder na ja fast

Anfahrt
komisch Sonne scheint
und dennoch waren alle guter Laune


Dazwischen gab es dann das erste Vergorene
und auch Destillat
zu trinken
Voller war irgendwie total unscharf


Dafür hatte er nette Schuhe an.


Der Tag kommt,
Johnny Wackler geht
also falls er kann 


Zeit, mal ein Wasser zu nehmen


oder mal Probe zu sitzen


Saale-Sperre
unten im Tal


Wir mussten das Schiff nehmen, denn letztes Jahr gab es da ein Malheur mit der Brücke  


Genauer gesagt begann alles mit dem Schild, bitte hier nicht rauchen 


Das Bild zeigt die Brücke ungefähr 0,3 Sekunden vor meinem ersten Zug am Rillo,
der dann aber hmm ...verpufft ist ?!?!?

Die Brücke hat einem Hotel mit angeschlossener Eisverköstigung Platz gemacht


So macht plötzlich alles Sinn


Apropopo Sinn
Sinnlos war z.B. Anjas Versuch ,den Ticketverkäufer in seinem Schaffnerkostüm zu überreden, uns hier kostenlos rein zu lassen.
Beide konnten ihrem gegenseitigen Charme nicht erliegen,
und auch die Poli.............


OK, wir haben dann gemogelt und gemeinsam einen Schlachtplan ausgearbeitet, wie wir die Bahn dennoch in Aktion sehen können.
Und dieser Plan, geankert auf beiden starken Pfeilern
Zufall und Verzweiflung,
hat tatsachlich gefunzt


Man muss gar nicht das Ohr auf die Schienen legen, man sieht am Seil wenn die Bahn kommt.
Die Gefahr, von dem Ding überfahren zu werden, ist jedenfalls äußerst gering, selbst wenn man besoffen ist.


Und dann mal eben Stopp in Waldau.
Oldtimer guggegehn.





Gegen Abend ging es dann noch zum Fröbel Turm.
Er wird auch gerne der Eiffelturm Thüringens genannt.
Nicht weil er so imposant wäre,
nein, weil man sogar für das Ding Eintritt zahlen muss.
Der Turm selbst ist nur halb so groß wie der Flyer einem suggeriert
und mit bloßem Auge sogar aus dem Weltraum nicht zu erkennen.


Der Turm ist der flachste Turm Mitteleuropas
Darüber war aber nicht jeder unglücklich.


Und und dann mussten wir auch schon wieder auf den Heimweg.
Bier war alle.



Freitag, 22. April 2016

Fazit Ätna

Naguto. Gestern gab's ja überwiegend Bilder und weil ich ja immer Mecker bekomme, weil zu wenig Infos, hier mal ein paar Randnotizen.

1. Ein Tag am Ätna kann:
-super schön bis wildromantisch sein
-eine Menge Avventura bieten
-schlau machen (auf verschiedenste Weise)
-ganz schön teuer werden, denn zumindest auf der Süd-Tour wird man ganz schön abgezockt, sofern man nicht hoch läuft.

2. Einstiegspunkte
findet man sowohl auf der Nord- als auch auf der Südrunde. Sie liegen umsatzoptimiert am höchsten Punkt der jeweiligen Runde auf ca. 1800-1900 Meter. Zumindest im Süden ist es da oben fast wie im Vergnügungspark und das schon in der Vorsaison. Wer mehr Ruhe sucht, dem empfehle ich den Einstieg im Norden. Wer mehr Ätnaland und auch die bessere Vulkansicht sucht, der ist im Süden besser dran.

3. Wie komm ich hoch?
Laufen bietet sich an!
Nein? Na guto, dann im Norden mit dem Geländewagen und im Süden mit Geländewagen, Seilbahn und LKW-Bus oder nur mit LKW-Bus (Klimatisiert von 1900.
Die Seilbahn geht von ca 1900 m auf 2500 m. Für die Fahrt zahlt man 30€ und sieht dafür eigentlich nicht sehr viel mehr, als wenn man unten einfach mal 100 Meter hoch auf einen der Crateri Silvestri gelatscht wäre.
Die Abrisskante zum Valle di Bove (siehe die Bilder im Post voran), welche vielleicht einen der beeindruckendsten Ausblicke der ganzen Region bietet, liegt bereits wieder 300 Meter höher und deutlich ab von der Straße. Wir hatten es nur entdeckt, da ich mal wieder was zum Hochklettern suchte und da bot sich die Gelegenheit. Zurück um Problem.
Also kaum hat man die Seilbahn um 30 € erleichtert nach XX (Dauer weiß ich nicht, wir sind ja drunter her hoch gelaufen) wenig launigen Minuten  (Glasgondel bewegt sich in kaum mehr als 8 Meter Höhe von Mast zu Mast und bleibt ständig stehen) verlassen, stellt man fest "NIX Krater, NIX Oben" Für nochmal 30 € kann man dann mit dem LKW-Bus bis an die 2900 Meter Marke fahren. Aber auch da sieht man vermutlich nichts von den Hauptkrater, denn dahin kommt man nur mit Bergführer und den muss man für die letzten 400 Höhenmeter natürlich auch bezahlen.

Ich könnte mir vorstellen, dass man eine Besichtigung der Hauptkrater besser als Gruppe bucht. Und ich kann mir auch vorstellen, dass so mancher, der ein Ticket für die Bahn gekauft hat recht enttäuscht war, als er oben in der Bergstation mit herrlicher Aussicht einzig auf die geradezu abstrusen Lavagebilde empfangen wurde, die dort feilgeboten werden. Mein Favorit war jedenfalls der Basalt Mussolini.
4. Gastronomie
Im Norden war eigentlich alles im Rahmen.
Mein Tipp, der Motorradtreff an der Bruneck Hütte.
Im Süden konnten wir die Preise unten nicht so recht beurteilen, da der Versuch, vor dem Aufstieg noch einen Cappu zu schlürfen daran scheiterte, dass uns niemand bedienen wollte?????????
Oben auf der Bergstation, Ihr erinnert Euch, mickerige 500-600 Meter höher, kostet der Cappu aus dem Pappbecher bereits 3,50 €. Über dolci mag ich mich jetzt gar nicht auslassen,
ein Teil meiner Darstellung könnte den ein oder anderen Leser verunsichern.

5. Muss man da hoch oder reicht der Teil, der von der Straße aus zu erreichen ist?
Ja, keine Frage, man muss da hoch. Absolut und unbedingt. Zumindest auf ca. 2800 Meter, wo sich der Blick in das Tal nach Osten öffnet oder man einen Blick auf die südlichen Krater der Seitenausbrüche erhaschen kann.

6. Wie gehe ich hoch.
Wie schon geschrieben, haben wir uns von Süden hochgekämpft. Es gibt grundsätzlich zwei Optionen.
Über den Normalweg zur Bergstation, was so an die 1:20 bis 2 Stunden dauern kann
oder über den Steilaufstieg unter der Seilbahn lang. Das kann je nach Ambition so eine Stunde++ viel Fluchen und etwas Kondition erfordern. Der Steilweg eignet sich wegen zweier ausgesetzter Passagen und dem Schlussanstieg nicht sonderlich für kleine Kinder.
Nach der Bergstation gibt es diverse Möglichkeiten weiter zu machen. Ich empfehe den Normalweg mit einem Abstecher an die Kante zum Valle de Bove.
7. Wann gehe ich hoch?.
Sizilien geht nach meiner Einschätzung ohnehin nur in der Vorsaison, da im Sommer selbst für mediterrane Typen zu heiß.
Man liest immer, dass man am Morgen hoch soll, da sich gegen Mittag gerne Schleier bilden und einem die Aussicht trüben. Das mag stimmen, aber wir sind erst am frühen Nachmittag aufgestiegen (wir wussten aber auch um das stabile Wetter) und sind erst in der Abendsonne abgestiegen 18-19 Uhr. Ich möchte diese mit der Abendsonne wechselnden Farbeindrücke nicht missen und würde es wieder genau so machen. Zumal gegen 16-17 Uhr die Seilbahn den Betrieb einstellt und man sich plötzlich ziemlich einsam im Lavameer treiben lassen kann.


Mittwoch, 20. April 2016

Vulkane satt haben - Ätna per Rag und zu Fuß

Vulkane sind einfach schlecht geplante Sehenswürdigkeiten.
Jeder, der schon mal versucht hat, oben am Krater sein Motorrad zu parken,
weil er vielleicht einen Ring zu schmieden hatte, weiß dies.
Also falls er Herr der Ringe gesehen hat.
Der Ätna hat gleich mehrere dieser Löcher ganz oben, die gerade auch verlockend vor sich hin qualmen.
Darüber hinaus liegen da so um den Berg verstreut an die 20 weitere Krater, die aber mangels Qualm nur halb so interessant erscheinen.
Das Wetter wollte ja erst mal nicht mitspielen und so gab es statt heiter bis wolkig und 20 Grad immer noch Sonne pur und über 25 Grad.
In der prallen Sonne von 1800 Meter auf 2900 bis 3300 Meter hochkraxeln, wurde daher von gestern auf heute ziemlich erfolglos verschoben, da wir auch heute keinen Temperatursturz zu verzeichnen hatten.

Also erstmal heute nur Bilder,
eiderweil ich bin ziemlich platti.
Radfahren im Lavasand ist eine ziemlich kraftzehrende Angelegenheit, selbst mit Elektrounterstützung, was erklärt, warum wir da oben ziemlich einsam waren.



Der Eingang zum Weg ist schwer zu finden und hinter der Brunnek-Hütte versteckt. Es gibt kein Schild, keinen Hinweis, aber beim Pizzaessen gestern in Naxos wurden wir von einem Radfahrer angesprochen, der uns auf Anfrage den Tipp gab.


Der Weg selbst führt oft durch etwas Wald, was einen die UV-Strahlung erträglicher erscheinen lässt und zieht sich nordöstlich beginnend nach Westen um den Vulkan herum bis zur Straße "Ätna-Süd".
Macht rund 35 km auf leider oft sehr steinigem Weg mit tiefem Lavasand auf 1700 bis 1900 Meter.



Autos gibt es hier keine und auch mit dem Rad wird's manchmal knapp.
Insgesamt fand ich die Strecke wegen dem doch insgesamt guten Ausbau schon daher als Falle, da der unvorbereitete Touri bezüglich der Anzahl der Hütten am Wegesrand, von einer ausreichenden Versorgung mit Speis und Trank ausgehen mag.
Dem ist mit Neffen so, da alle Lokalitäten geschlossen sind und es auch kein Wasser gibt.


Die Tour war dennoch klasse, auch wenn wir nicht die vollen 70 km gemacht haben.

Heute ging es dann, wie schon erwähnt, Richtung dahin, wo der Qualm herkommt
Dabei hab ich dann erstmal erschrocken festgestellt, wie eng so manche Straße doch wird, wenn man statt auf dem Mopped im Ducato sitzt und einem die Einheimischen entgegen fliegen. Kein Wunder, dass hier die Autos häufig nur rudimentäre Außenspiegel besitzen.

Seilbahn kam für uns nicht in Frage.
LKW-Bus auch nicht. Wir wählten die Steilpassage unter der Seilbahn, was bis auf zwei wirklich steile Passagen auch gut funktionierte.
Nach einer Stunde hat man die 500 Höhenmeter bewältigt.
Wenn nein, stimmt was mit den Beinen oder der Einstellung nicht.

Rauf

Runter.


Runter ging's dann über den Normalweg. Mehr war dem zerstörten Knie nicht zuzumuten.
Oben an der Seilbahn angekommen, bleiben einem dann noch 400 Höhenmeter bis zu der Stelle, ab der man nur noch mit Führer weiter darf.
Hatten wir aber eh nicht vor, da wir erst um halb zwei gestartet sind und somit ohnehin bei 2900 Schluss war.
Und die Plackerei hat sich echt gelohnt.
Leider vermögen Bilder das nicht einzufangen.
Gut, einige Dinge waren gerade zu rücken, aber aus einiger Entfernung verlieren solche Lavatürme auch an Schrecken.














Dienstag, 19. April 2016

Der weite Weg nach Taormina

Heute sollte eine kleine Radtour am Strand entlang
und dann hinauf nach Taromina auf dem Programm stehen.
15 launig entspannte Kilometer bei frischer Meeresprise so zum dahingleiten und genießen abspulen. So der Plan.
Es wurden die längsten 15 km seit langem, aber auch sehr schöne.

Primi Problema, an den Strand kommen!
Das war auf direktem Wege gar nicht so einfach, da zwischen Terra dei Sogne und dem Meer schier endlose Orangenhaine liegen, in die zwar viele Straßen hinein, aber keine hindurch führen.
Irgendwann versucht man es eben querbeet.


Der Weg zwischen den Bäumen hindurch wurde immer verwunschener und man musste sich recht oft recht weit runter bücken, um unter den Bäumen und Wasserleitungen hindurch zu finden. Aber wir gaben nicht auf, bis wir diese nette kleine Mauer erreichten.


Das Rad heb ich drüber, alles im grünen Bereich, wenn es auf der anderen Seite nicht 2 Meter runter gehen würde. Es gab tatsächlich keinen Weg an der Stelle hinaus und dabei konnte ich das Meer schon riechen.
Gemein, denn wir mussten den ganzen Weg unter den duftenden Bäumen zuruck kriechen.
Irgendwann fanden wir dann an den Strand. Und kaum sind wir 2 km geradelt, geplant in der kühlen Brise vom Meer, das nächste Hindernis.

Il Furto.


Ein unerwartetes, aber lösbares Problem. Zumindest hier beim ersten Mal.


Den zweiten Fluss, 4 km später, ließ sich dann nicht mehr so einfach umfahren. Der Versuch endete in diesem verspielten Wäldchen.


Tatsachlich mussten wir, nach dem Genuss eines Cappu am Strand zurück zur Hauptstraße und erreichten dann Giardini Naxos auf asphaltierte Weise.
Hinten auf dem Berg erkennt man schon unser Ziel und ja, es sollte so steil werden, wie es aussah. Und sogar noch etwas steiler.



Ein guter Zeitpunkt für lecker Mangare am Strand mit Aussicht auf das, was noch kommen sollte.


Und das sah letztlich so aus und war mit dem Rad schon ein wenig Herausforderung.



Taormina empfing uns mit
belgischen Fritten. Verdammtimente und ich hab den Bauch noch mit Pizza voll. Grrrrr


Das Städtchen ist wirklich wunderschön und eine Reise dahin lohnt sich nicht nur wegen dem Teatro Greco, das viel mehr römisch als griechisch ist.


Der Ort ist bekannt für seine kiffenden Steinmetze, was die skurrile Kunst am Bau erklärt.


Jetz mal ehrlich, das sieht ja aus wie der Chef von den KK-Funken Koblenz beim Stibbeföttche nach nem Bandscheibenvorfall.
Die Einwohner gaben sich eher hölzern, was man bei den Touristenmassen aber auch verstehen kann.


Unterkunft kann ich diese hier mit den bizarren Medusablumenkübel empfehlen.



Die hatten jedenfalls den dekadentesten Pool.
Und nicht weit zur Kirche.


Die Einkaufsstraße führt direkt zum Teatro, praktisch, eiderweil da wollten wir ja hin.
Die Räder hatten wir mit einem Kuhstrick gesichert am Marktplatz stehen lassen.


Für Vorsaison war es erstaunlich voll.
Das Bild ist für Helga. Schade, dass ihr nicht mitgekommen seid. Ätsch.

Ha! Und die Bilder der Handtaschen, die zeig ich nur gegen Kohle.
Von diesem Balkon soll Julia ihrem Alfa Romeo zugewunken haben.


Und noch ne Kirche....laaaangweilig.


Ja, wenn man hübsche Häuser mag, dann ist hier wirklich ein netter Fleck zum Verweilen.


Und dann waren wir endlich da. Das Teatro. Nach geradezu der Lächerlichkeit preisgebenem Sonderangebots-Eintrittspreis von
jetzt kommt's
nur   noch   10 €  pro Nase
kann man da rein und stellt fest, dass die alten Griechen wohl mit Backos-Steinos gebaut haben.


Na ja, die Ziegel kommen eher von den Römern. Die haben auch diese Gimmikgänge eingebaut, damit den von den Griechen bekannten stinklangweiligen episch langen Gedichtsrollenvorlesungen durch etwas blutige Kämpfe unter Verwendung von Säbelzahntigern aufgelockert wurden.
OkaKos. Bei den Säbelzahntigern bin ich mir nicht sicher, aber der Rest stimmt.


Das ist übrigens so ziemlich das letzte, was so ein Gladiator sah, bevor er nix mehr sah.


Metzeln bei schöner Aussicht,
eigentlich ne klasse Idee.


Ach ja mein heutiger Beitrag zu geile Kurven.


Und das da passiert mit Automaten wie diesem Fernrohr, die mich um meine 50 Cent bescheißen.
Basta.
Ein guter Zeitpunkt, diesen Hort der Freude schnellstmöglich zu verlassen.

Der Spruch des Tages kam aber von der Security.
"Muro. No!
No Muro. Basta.Porcodio ................................."