Sonntag, 20. Juli 2014

Grenzgänger 2014 Mk II

Das wird heute ein ziemlich knapper Post.
Und zwar desswegen.............
Wir haben Puzzy bei strahlendem Regen verlassen.
Oder anders formuliert. Sabines Sonnenkarma hat nur bis kurz nach dem Frühstück gereicht. Wir schlittern über den Col de Madelaine, weil ich die Strecke über den  Albertstadt zum brechen finde. Aber nach dem Madelaine gebe ich auf. Es regnet wie aus Eimern und ich will nur noch gegen Westen, wo es besser sein soll.
Stimmt auch, denn wir kommen halbwegs trocken durchs Chattreuse.
Aber wir schenken uns den ein oder anderen Freestyleakt und ziehen direkt im weiten Bogen an Grenoble vorbei.
Im Rückspiegel wird es bedrohlich dunkel. Das Chatreuse verschwindet in einer schwarzen Wand.
Nach einem kleinen Abstecher auf einer Straße die es gar nicht mehr gibt (hinter Montaux) vor einer Route Barree die zu Fuß noch gut zu überwinden ist geben wir vom Nebel eingeholt auf und farhen zurück zum eigentlichen Ziel  dem Canyon des Ecouges.
Den hatte ich vor vier Jahren mal zufällig entdeckt und seit dem immer wieder vergeblich gesucht, denn wer kann sich denn den Sch...öhnen Namen merken.
Da gibt es den dunkelsten Tunnel, den meine SLR jemals unbeschädigt durchfahren hat. Ungelogen fielen die 35 Watt Lichtleistung in einer art Wasserfall-Kurve 85 cm nach dem Scheinwerfer zu Boden.
Wer sich das nicht vorstellen kann, geht bitte in den Garten und entleert seine Blase mit waagerechter Grundhaltung.
Da ist die CRF schon ne andere Nummer. Plötzlich ist der Tunnel viel breiter.
Es geht weiter zu den Grands Goulets. Sabine soll da über die Absperrung kletter und sich dieses unglaubliche visuelle bewusstseinserweiternde grandiosestes Straßeningens antun um endlich mit mir auf ein gleiches Chakradingens aufsteigen zu können.
Aber es regnet stark, das Licht ist wenig verlockend (eigentlich dunkel) jedenfalls zu dunkel, als dass Sabines Volle Gummihosen hätten egalisiert werden können, denn die Absperrung ist wirklich ernst gemeint.
Wir verschieben das auf Morgen und flüchten durch den neuen Tunnel. Am anderen Ende versinken wir im Gewitter.
Noch 15 km quälen wir uns durch die Wasserfront, bis wir endlich völlig alle die Unterkunft erreichen.
Wir sind vielleicht am schönsten Fleck französischer Erde und haben echt ziemlich wenig davon gehabt.
Aber das ist immer noch viel mehr als .................
Morgen gehts auf dem Weg zum Parpaillon noch über den Combe Laval und den Col de la Maschine.
Ich hab jetzt schon  haut wie Gans.