Donnerstag, 14. August 2014

Zero Day "3 Weeks No Excuses" Albanien 2014

"Zero Day"


Und plötzlich ist Urlaub.
Eben noch im Büro und sich mit unwirklichen bis skurrilen,  Gedankengängen problemorientiert denkender Menschen herumgeschlagen, stehe ich nun vor elementareren Problemstellungen.
Entgegen aller Ernstfallplanung und Risikobewältigungskonzepten geht meine Packstrategie fließend
aber ohne allzulanges Fließen ratzfatz in einen Notfallplan über.
Dabei war die Fragestellung weder neu noch an sich schwieriger Natur.

"Wie bekomme ich Klamotten, Elektronik und Waschzeug für drei Wochen
und natürlich die Tauchausrüstung in den 49 Liter Sack"
Von den vier Antworten
"kauf dir einen Geländewagen"
"42"
"kauf dir einen Geländewagen" und
"gar nicht"
ließ sich leider nur noch "gar nicht" sinnvoll umsetzen.

Am stärksten ließ sich noch die Tauchausrüstung beschneiden



Danach wurde die Underware auf das notwendigste und sozialverträgliche reduziert.

Der Spenzer muss samt Hose und Lackschuhen zu Hause bleiben, genau wie die zweite Jeans.
Der Monte-Polo (der übliche Berg Polohemden) wurde abgetragen und der Sockengletscher abgetaut.
Das 19 "Notebook (he was gibts da zu lachen ich hatte doch schon großzügig auf den 76'er Flatscreen verzichtet) weicht einem alten EeePC und W-LAN-Kabel werde ich um den Lenker wickeln.

Bleibt also noch zu entscheiden
    Duschgel oder Motoröl
    Rasierer oder Bordwerkzeug
    Zahnpasta oder Kettenfett
    Zahnseide oder Bowdenzug
    Wachsstreifen .........................hä Wachsstreifen???
                       oder Textilklebeband

Stunden später ist es gelungen die Gepäckmenge und das Transportvolumen in ein stark korellierendes Verhältnis zu setzen
oder anders gesagt
alles verpackt
und endlich ist Platz für das unguten Gefühl was vergessen zu haben.

Und  wie war das nochmal?  Fast die ganze Kiste auseinander gehabt und wieder zusammengebaut. Neue Ketten genietet, kompletter Service, Reifen neu und vieles mehr
aber noch keinen Meter gefahren seitdem.
Irgendwie wächst mit den Jahren das Misstrauen in die eigene Arbeit.

Und dann der zerdepperte Kühler. Mit Wissensstand heute lässt sich sicher sagen,
"leider wird die Bestellung aus den USA nicht mehr rechtzeitig eintreffen."
Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Kühler in den USA 80€ kostet, der selbe in good old Deutscheland aber 370€.
Wird dieses Kleinod mechanisch arrangierter Kaltverformung noch mal 7000 km halten?

Ein letzter Blick aufs NAVI  (ich fürchte ich werde langsam zum Kontrollfreak).
Super! Alle Tracks da aber nicht dort!
Sprich...........
Scheißendreck. Seit dem letzten Update kann man scheinbar Tracks nur noch als Routen von der SD-Karte importieren.
Das wäre an sich ja nicht so schlimm und führt vermutlich in den meisten Fällen zu einem halbwegs brauchbaren Ergebnis. Dumm nur, dass sich eine solche Route dann nicht mehr sicher drehen lässt, da nur wenige Punkte des Tracks tatsächlich überführt werden und wehe eine Straße ist nicht im Kartenmaterial enthalten. Dann wird aus der Runde schnell ein wildes Hin und Her.
Das ist natürlich eine Spitzenidee, auf die eigentlich nur ein Entwickler kommen kann, der sonst sein 600€ teures NAVI nutzt, um den Weg vom Autobahnkreuz Mannheim zum Kreuz Alzheim zu meistern.
Es dauert etwas -ich hab ja Zeit, geht ja erst um acht morgen los- bis ich das richtige Verzeichnis finde um die Tracks gewinnbringend abzulegen.
Mit Garmin geht ja alles mann muss nur erst drauf kommen wie.
Entsprechend entspannt nehme ich von dem Montiereisen Notiz, das noch neben dem Strandkorb liegt.
In Gedanken sehe ich Bilder, wie es langsam in der Öffnung von Sabines Schalldämpfer verschwindet.
Geräusche Schatz???..... was für komische Geräusche????
Ich entscheide mich dann doch für Kabelbinder und Gepäckträger.

Langsam wird es Zeit sich aufs Ohr zu hauen.

Bin mal gespannt wie Helgas beladene kleine Nixe morgen ausschaut.

Es soll Regen geben
was auch sonst.....................................