Sonntag, 31. Mai 2015

Neue Bremsen für die Kawasaki W 650

Nach rund 15 Jahren und 80 tkm war an dem kleinen Königswellen-Twin mal wieder reichlich Bedarf an handanlegen.

Nachdem sich die Einsparung  beim Gabelöl
-bei 60 000 km hatten wir gegen ein preiswertes  Produkt eines der drei großen Konfektionäre getauscht-
als maximaler Irrweg herausgestellt hatte, wurden die Gabelholme wieder mit Castrol Olio aufgefüllt, was das Eintauchverhalten wieder auf ein über Tag und Strecke gut reproduzierbares Ergebnis zurückführt.
Die zweite Fehlinvestition - die Ikon Dämpfer- wanderten ebenfalls auf die Halde und wurden durch eine eben so hübsche wie teure Wilbers Lösung umgestellt.

Aber wie das immer ist, kaum hat man einen Mangel behoben, schon merkt man wie scheißendreck der Rest ist.
Das leichte Lenkerflattern zwischen 75 und 95 war ja noch durch ein etwas beherzteres Anziehen des Lenkkopflagers zu beheben.
Bei der schwammigen schlecht zu dosierenden Bremsanlage sah das schon anders aus.
Eine neue Lösung musste her
und nachdem mir die bisher gebotenen Doppelscheibenlösungen allesamt ziemlich missfallen hatten
und mir meine kleine Duke auch jeden Tag beweißt, wie toll eine Einzelscheibe funktionieren kann,
ergriffen wir die Gelegenheit,



die sich unerwartet in Form von obigem BlackBeauty am Bremshorizont abzeichnete.

Da der Vierkolbensattel exaktemente auf den Holm passt, muss er nur noch zur Scheibe hin mittig ausgerichtet werden.

Apropopo Scheibe. der Wechsel selbiger auf ein Stahlscheibe geringfügig erhöhten Durchmesers ist leider unabdingbar, aber nach 80 tkm war die Originalscheibe zwar noch gut, aber ein Austausch hat sich schon abgezeichnet, was die Trauer über die Investition etwas zu mildern vermag.
Beim Ausschrauben der Imbussschrauben solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass der Innensechskant auch tief genug in der Schraube steckt, denn wie beim Ritzel ist das so eine Stelle, an der man gerne mal runde Ecken und Köpfe erzeugt.

So schaut dann Alt auf Neu aus



und man ahnt schon, dass der Durchmesser sich da in der Fläche quadratisch auswirkt.

Die Gummibremsleitung hat ebenfalls die Ablegereife erreicht und muss einer neuen Stahlflex Makkaroni weichen.



Die haben wir wiedermal ind Carbon mit roten Fittigs (einfach nett anzuschauen) bei Melvin bestellt. Die Zusammenarbeit mit "Melvin" hat sich echt bewährt immer superschnell immer Top Qualität.

Ja und am Ende sah das Ganze dann so aus.




Na dann...............................



Ach so Ihr wollt auch noch wissen, ob sich der Aufwand gelohnt hat????????

Na gut was soll ich sagen.
Man hat ja einiges gelesen, von sich geradezu unfahrbar verwindenden Gabeln aufgrund der brachialen Bremsleistung,
und ohne Gabelstabi soll ja garnix gehen.

Totaler Blödsinn.
Also ........
betrachtet man die maximale Bremsleistung in Relation zur original Anlage, dann hat sich gar nicht soviel verbessert. Die Möglichkeiten der Bremboanlage in der Duke werden, nach meinem subjektiven Eindruck, nicht annähernd erreicht.

Aber!!!!!!!
Die benötigte Handkraft, das Ansprechverhalten und die Dosierbarkeit haben sich wirklich signifikant verbessert.
Für die eher feinfühligen, kleinen, sanften und zarten Fingerchen
oder für die, die wie Sabine und ich einfach keinen Bock auf schei.....  scheinbar ungenügendes Ansprechverhalten und hohe Handkraft haben, ist der Umbau mehr als Empfehlenswert.

Was bleibt noch zu sagen.
Erstmal möchte ich mich mal bei den Jungs und Mädels von Zweirad Dötsch bedanken, die uns die Teile geliefert haben und sich im Vorfeld die Gedanken gemacht haben, wie der Kram wohl am Besten zusammenpasst.
Ja Basti, das hat in etwa alles so gefunzt wie Du es uns versprochen hast und die ganze Aktion war auch in gut 90 Minuten erledigt.

Ich würd's wieder tun