Freitag, 18. September 2015

Krasastan unerwartet Flüchtling sein.

Wie mir ein Zuleser...........
Moment heißt das nicht Mitleser?
Klingt auch nicht soooooooooo schön!
Egal!
....mitgeteilt hat, ist der Krasastanzyklus ebenso plötzlich wie unerwartet im Blog verendet.
Das lag aber leider daran, dass mein Krasastanaufenthalt ebenso unerwartet endete, denn
kaum hatte ich die durch den Regen aufgeweichte südliche Steppe vor Tragor Murnesh passiert,
fand ich mich auch schon in der Netzwelt des 21. Jahrhunderts wieder.

Großer Vorteil! Ich konnte mich mit meinen Lieben in Verbindung setzen.
Großer Nachteil!  Die Firma konnte mich lokalisieren und dingfest machen.

Klare unmissverständliche Weisung sofortiger Rückmarsch.
Ja, tolle Wurst, mir bleiben 4 Stunden für Sightseeing und mal was richtiges essen gehen


(Bilder kommen später) 

und dann schon wieder auf den Fahrersitz aufsatteln und raus aus der Stadt auf einen kleinen, verträumten, aber in kaum einer Karte vermerkten Flugplatz,
wo die da


schon auf mich lauerte.
Der Rest ist dann schnell erzählt.
Erstmal anmelden und die Kiste verladen.
Kräftig Ärger mit Cheffe vom Dienst wegen knipsdings von Flugzeug.
Many discussion mit dem Ramp Agent, denn bis zum Schluss wollte der nicht glauben, dass der rote Bus wirklich ein Feuerwehrauto darstellt.
Ja, und dann musste ich bei noch immer annähernd 30 Grad in meine warmen Motorradklamotten steigen und sogar die dicken Socken anziehen, denn aus längst vergangenen Zeiten kam da plötzlich ein Alert aus einer der vergammelten Windungen hoch und erinnerte mich daran, dass es kalt werden würde.
Scheiße kalt.....sogar.
Aber erstmal wurde es mir unter gegebenen Umständen halt warm. Scheißendrecksky warm und dass dann ca. 40 Minuten, weil Abflug verzögerte sich wegen Turbine links innen hat Blähungen.
Zeit genug, mir ein schönes Gepäcknetz zu suchen, bevor ich dann zum Start auf einen Notsitz geschnallt wurde.
Tatsächlich wurde kontrolliert, ob ich auch schön den Kuhstrick, der am Sitz festgebunden war, um meine Hüften geknotet habe.
Irgendwie hatte ich vergessen, wie laut diese alten Kisten beim Start  sind und gefühlt sind mir beim Finger in die Ohren stecken die Arme abgefault. Jedenfalls ging's nach ca 15 Minuten in eine eher horizontale Flugbahn. Zeit genug, mein Taschenmesser rauszusuchen und ein paar Kabelbinder und dann aus dem Gepäcknetz eine schöne Hängematte zu basteln.
Sieben Stunden können grauslig lange sein, wenn dir niemand Getränke und Erdnüsse anreicht und die Flugbegleiterin, ein flauschig.....nein,bärtiger Sergeant belebte nun auch nicht gerade meine Phantasie.
Tatsächlich sollte es fast sieben Stunden dauern, bis das dringend in Deutschland benötigte Feuerwehrauto im Schutze der Nacht auf einem kleinen, aber nicht so ganz unbekannten Flugplatz in der Pfalz aus dem Bauch des Fliegers ploppte.
Todmüde nochmal 4 Stunden Bürokratie erdulden und nochmal zwei Stunden bis an die Mosel.
Dann war es vorbei, das erste Krasastan Abenteuer.

Arnold sagt.....

I'll be back

Ja und morgen geht's tatsächlich los.