Dienstag, 19. April 2016

Der weite Weg nach Taormina

Heute sollte eine kleine Radtour am Strand entlang
und dann hinauf nach Taromina auf dem Programm stehen.
15 launig entspannte Kilometer bei frischer Meeresprise so zum dahingleiten und genießen abspulen. So der Plan.
Es wurden die längsten 15 km seit langem, aber auch sehr schöne.

Primi Problema, an den Strand kommen!
Das war auf direktem Wege gar nicht so einfach, da zwischen Terra dei Sogne und dem Meer schier endlose Orangenhaine liegen, in die zwar viele Straßen hinein, aber keine hindurch führen.
Irgendwann versucht man es eben querbeet.


Der Weg zwischen den Bäumen hindurch wurde immer verwunschener und man musste sich recht oft recht weit runter bücken, um unter den Bäumen und Wasserleitungen hindurch zu finden. Aber wir gaben nicht auf, bis wir diese nette kleine Mauer erreichten.


Das Rad heb ich drüber, alles im grünen Bereich, wenn es auf der anderen Seite nicht 2 Meter runter gehen würde. Es gab tatsächlich keinen Weg an der Stelle hinaus und dabei konnte ich das Meer schon riechen.
Gemein, denn wir mussten den ganzen Weg unter den duftenden Bäumen zuruck kriechen.
Irgendwann fanden wir dann an den Strand. Und kaum sind wir 2 km geradelt, geplant in der kühlen Brise vom Meer, das nächste Hindernis.

Il Furto.


Ein unerwartetes, aber lösbares Problem. Zumindest hier beim ersten Mal.


Den zweiten Fluss, 4 km später, ließ sich dann nicht mehr so einfach umfahren. Der Versuch endete in diesem verspielten Wäldchen.


Tatsachlich mussten wir, nach dem Genuss eines Cappu am Strand zurück zur Hauptstraße und erreichten dann Giardini Naxos auf asphaltierte Weise.
Hinten auf dem Berg erkennt man schon unser Ziel und ja, es sollte so steil werden, wie es aussah. Und sogar noch etwas steiler.



Ein guter Zeitpunkt für lecker Mangare am Strand mit Aussicht auf das, was noch kommen sollte.


Und das sah letztlich so aus und war mit dem Rad schon ein wenig Herausforderung.



Taormina empfing uns mit
belgischen Fritten. Verdammtimente und ich hab den Bauch noch mit Pizza voll. Grrrrr


Das Städtchen ist wirklich wunderschön und eine Reise dahin lohnt sich nicht nur wegen dem Teatro Greco, das viel mehr römisch als griechisch ist.


Der Ort ist bekannt für seine kiffenden Steinmetze, was die skurrile Kunst am Bau erklärt.


Jetz mal ehrlich, das sieht ja aus wie der Chef von den KK-Funken Koblenz beim Stibbeföttche nach nem Bandscheibenvorfall.
Die Einwohner gaben sich eher hölzern, was man bei den Touristenmassen aber auch verstehen kann.


Unterkunft kann ich diese hier mit den bizarren Medusablumenkübel empfehlen.



Die hatten jedenfalls den dekadentesten Pool.
Und nicht weit zur Kirche.


Die Einkaufsstraße führt direkt zum Teatro, praktisch, eiderweil da wollten wir ja hin.
Die Räder hatten wir mit einem Kuhstrick gesichert am Marktplatz stehen lassen.


Für Vorsaison war es erstaunlich voll.
Das Bild ist für Helga. Schade, dass ihr nicht mitgekommen seid. Ätsch.

Ha! Und die Bilder der Handtaschen, die zeig ich nur gegen Kohle.
Von diesem Balkon soll Julia ihrem Alfa Romeo zugewunken haben.


Und noch ne Kirche....laaaangweilig.


Ja, wenn man hübsche Häuser mag, dann ist hier wirklich ein netter Fleck zum Verweilen.


Und dann waren wir endlich da. Das Teatro. Nach geradezu der Lächerlichkeit preisgebenem Sonderangebots-Eintrittspreis von
jetzt kommt's
nur   noch   10 €  pro Nase
kann man da rein und stellt fest, dass die alten Griechen wohl mit Backos-Steinos gebaut haben.


Na ja, die Ziegel kommen eher von den Römern. Die haben auch diese Gimmikgänge eingebaut, damit den von den Griechen bekannten stinklangweiligen episch langen Gedichtsrollenvorlesungen durch etwas blutige Kämpfe unter Verwendung von Säbelzahntigern aufgelockert wurden.
OkaKos. Bei den Säbelzahntigern bin ich mir nicht sicher, aber der Rest stimmt.


Das ist übrigens so ziemlich das letzte, was so ein Gladiator sah, bevor er nix mehr sah.


Metzeln bei schöner Aussicht,
eigentlich ne klasse Idee.


Ach ja mein heutiger Beitrag zu geile Kurven.


Und das da passiert mit Automaten wie diesem Fernrohr, die mich um meine 50 Cent bescheißen.
Basta.
Ein guter Zeitpunkt, diesen Hort der Freude schnellstmöglich zu verlassen.

Der Spruch des Tages kam aber von der Security.
"Muro. No!
No Muro. Basta.Porcodio ................................."