Dienstag, 30. August 2016

Motorschutz für die Royal Enfield -स्किड थाली

स्किड थाली- Motorschutzplatte für die Enni- Skidplate


Nach nun 11500 km steht der zweite echte Ölwechsel ins Haus, denn die langen vollgaspassagen im norwegischen Unterholz und die langen Fahrten mit viel Gepäck haben ihre Spuren hinterlassen.

Neben dem Lenkkopflager, dessen geringes Spiel sich wohl nochmal korrigieren lassen wird, ist auch das Schwingenlager ausgeschlagen.
Ja da zeigten sich die billigen Plastebuchsen dem harten Enduroaltag dann doch nicht ganz gewachsen.
Aber zu den nun neuen Lagern verbesserter Art und dem Wechsel schreibe ich die Woche noch was.

Zurück zum Öl. Die Idee ein etwas dickeres Grundöl zu verschneiden hat sich gut bewährt. Insgesamt kam mir der Motor bei hoher Last und großer Öltemperatur mechanisch leiser vor. Die Kupplung greift nun auch in extremen Situationen immer sicher zu und die Schaltung funzt ohne Klagen.

Der im Öl zu findende Abrieb (Magnetschrauben) ist immer noch recht beachtlich, vor dem Ölsieb der Pumpe fanden sich auch wieder wenige bis zu 7 mm lange Späne.
Definitiv erscheint mir dieses kleine trommelartige Sieb mit das wichtigste Bauteil im ganzen Ölkreislauf. Ohne das Ding wäre die Pumpe mittlerweile bestimmt beschädigt worden, was unter Umständen auf den Motor bezogen schnell zu einem Gesamtverlust führen kann. 

Der Rest war unauffällig, das Öl hätte vom Bodensatz befreit sicher weitere 10 tkm gehalten. 
Die Zündkerze war nach nun fast 12000 km und etwas Bürsten noch als Neuteil wieder zu verkaufen.
Luftfilter geht auch noch ne Weile, nur die Tachowelle hatte sich durch derben Missbrauch meinerseits verabschiedet.
Zur Kette Schreibe ich später was, da gab es noch eine Überraschung mit der ich nach 20 Jahren Moppedschrauberrei nicht gerechnet hätte.

So kommen wir zur Skidplate
also der da


Eigentlich wollte ich mir so einen Motorschutz aus Alu fertig kaufen, da so ein Dingens immer viel Arbeit macht, wenn man versucht es selbst aus Alu oder Stahl zu ver/biegen.

Dabei ist mir dann aufgefallen, das die marktverfügbaren Lösungen wohl eher nur zur Show dienen.

Das Problem der Enni im Gelände sind vor allem auch kurze knackige Höcker oder Felsen. Durch die geringe Bodenfreiheit setzt man mittig nach dem Überfahren des Hindernisses mit dem Vorderrad schnell auf.
Besteht das Hindernis aus guter Mutter Erde, dann zieht man die Motorunterseite eben durch den Dreck.
Sind da aber Steine drin oder ist das Hindernis gar ganz aus Fels, dann bleibt gerne mal eine Schraube von unter dem Motor zurück. Finden tut man die dann recht fix, mann muss ja einfach nur dem schwarzen mit Öl auf den Boden gepinselten Strich folgen. Schluss mit Lustig ist dann aber dennoch.
Das würden die von mir begutachteten käuflichen Lösungen vielleicht noch wegstecken, aber sehr wahrscheinlich würde man mit der Hauptständeraufnahme hängen bleiben, da die begutachten platten nach meiner Meinung allesamt zu kurz sind.
Die von mir gebastelt und gebrutzelte Lösung reicht bis weit über die Ständeraufnahme und ermöglicht es so, dass man über das Hindernis ohne anzuecken bis an Hinterrad gleiten kann.
Daher befinden sich auch keine Löscher im Blech, durch die sich Schlamm und Kröten zum Motor hin durchdrücken können. Diese Löcher sehen zwar chic aus, haben  sich aber schon bei den CRF's nicht wirklich bewährt.

Diesen Konstruktionsansatz verfolgend, konnte ich meinen alten Freund Thomas dazu bewegen, mir so ein Dingens auf der Bank zu schneiden und zu biegen.
Und das Ergebnis hat mich echt überzeugt.


Ok die Lösung in Edelstahl hat gerichtsmäßig natürlich auch ein Handicap von gut 1,5 kg zur Alu-Lösung zu verdauen. Dafür lässt es sich aber einfach aus einem Stück biegen und ist irre zäh.




Sobald die Schwinge das neue Lager hat und ich die Trialreifen aufgezogen hab, gibt es die Bilder mit montiertem Motorschut.
Bis dahin schöne Tage.
Los raus mit euch 
die Sonne scheint.