Three Weeks No Excuses Albanien 2014 "in the end it doesn't even matter"

Immer noch Beta Version 

schäm



Wenn ich gewusst hätte................



So fangen normalerweise die Sätze an,
die in irgend einer Weise auf eine Katastrophe geringen oder biblischen Ausmaßes
oder schlimmer. wie in meinem Fall
auf eine Anhäufung solcher Ereignisse hindeuten.


Also wenn ich gewusst hätte,
was wir an menschlichen Ressourcen und Material auf dieser Reise vernichten würden,
ich hätte keine Sekunde gezögert,
meinen Kram zusammen zu packen und los zu fahren.

Die Wunden werden heilen, die Motorräder lassen sich reparieren,
aber die Erinnerungen und Bilder in meinem Kopf werden für immer bleiben.



"Zero Day"

Und plötzlich ist Urlaub.
Eben noch im Büro und sich mit unwirklichen bis skurrilen,  Gedankengängen problemorientiert denkender Menschen herumgeschlagen, stehe ich nun vor elementareren Problemstellungen.
Entgegen aller Ernstfallplanung und Risikobewältigungskonzepten geht meine Packstrategie fließend
aber ohne allzulanges Fließen ratzfatz in einen Notfallplan über.

Dabei war die Fragestellung weder neu noch an sich schwieriger Natur.

"Wie bekomme ich Klamotten, Elektronik und Waschzeug für drei Wochen
und natürlich die Tauchausrüstung in den 49 Liter Sack"

Von den vier Antworten
"kauf dir einen Geländewagen"
"42"
"kauf dir einen Geländewagen" und
"gar nicht"
ließ sich leider nur noch "gar nicht" sinnvoll umsetzen.

Am stärksten ließ sich noch die Tauchausrüstung beschneiden



Danach wurde die Underware auf das notwendigste und sozialverträgliche reduziert.

Der Spenzer muss samt Hose und Lackschuhen zu Hause bleiben, genau wie die zweite Jeans.
Der Monte-Polo (der übliche Berg Polohemden) wurde abgetragen und der Sockengletscher abgetaut.
Das 19 "Notebook (he was gibts da zu lachen ich hatte doch schon großzügig auf den 76'er Flatscreen verzichtet) weicht einem alten EeePC und W-LAN-Kabel werde ich um den Lenker wickeln.

Bleibt also noch zu entscheiden
    Duschgel oder Motoröl
    Rasierer oder Bordwerkzeug
    Zahnpasta oder Kettenfett
    Zahnseide oder Bowdenzug
    Wachsstreifen .........................hä Wachsstreifen???   oder Textilklebeband

Stunden später ist es gelungen die Gepäckmenge und das Transportvolumen in ein stark korellierendes Verhältnis zu setzen
oder anders gesagt
alles verpackt
und endlich ist Platz für das unguten Gefühl was vergessen zu haben.

Und  wie war das nochmal?  Fast die ganze Kiste auseinander gehabt und wieder zusammengebaut. Neue Ketten genietet, kompletter Service, Reifen neu und vieles mehr
aber noch keinen Meter gefahren seitdem.
Irgendwie wächst mit den Jahren das Misstrauen in die eigene Arbeit.

Ein letzter Blick aufs NAVI  (ich fürchte ich werde langsam zum Kontrollfreak).
Super! Alle Tracks da aber nicht dort!
Sprich...........
Scheißendreck.
Seit dem letzten Update kann man scheinbar Tracks nur noch als Routen von der SD-Karte importieren.
Es dauert etwas
-ich hab ja Zeit, geht ja erst um acht morgen los-
bis ich das richtige Verzeichnis finde um die Tracks gewinnbringend abzulegen.
Mit Garmin geht ja alles mann muss nur erst drauf kommen wie.

Entsprechend entspannt nehme ich von dem Montiereisen Notiz, das immer noch neben dem Strandkorb liegt.
In Gedanken sehe ich Bilder, wie es langsam in der Öffnung von Sabines Schalldämpfer verschwindet.

Geräusche Schatz???..... was für komische Geräusche????
Ich entscheide mich dann doch für Kabelbinder und Gepäckträger.

Langsam wird es Zeit sich aufs Ohr zu hauen.

Bin mal gespannt wie Helgas beladene kleine Nixe morgen ausschaut.

Es soll Regen geben
was auch sonst.....................................

The Day after Zero Day

Oder

"il avventure di Bibendum nero"

(die Abenteuer der  Black Bibendum)

Das sind die hier !



"Was mich an meiner Zeit in Indochina am meisten genervt hat ist, dass du ständig den Sack nass hast........."

Ok, also
Ich erreiche Boden mit furchtbar durchweichten Ho...
senbeinen.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich mehr so der mediterrane Typ bin.
Kirsten und Anja würde sagen: ja!
Und genau das ist auch der Grund, warum ich diesen verregneten 560 km Tour, bis kurz vors Hahntenjoch,so wirklich gar nix abgewinnen konnte.

Jedenfalls war ich erstaunt, wie sich Tannheimer Tal und Lechtal so furchtbar schnell entwickelt haben.
Kaum ist man mal 12 Jahre nicht da und schon erkennt man keine Ecke mehr.

Außer Frage...... wir logieren im erste Haus am Platze in Boden.
Es ist auch das Einzige.
Der versprochene Pool....existiert, aber war vermutlich schon in den frühen 70ern nicht mehr so ganz mit vorne dabei. Die Zimmer sind einfach aber sauber. Toiletten und Duschen befanden sich, wie in älteren Hotels teilweise üblich auf dem Flur. Das war auch so gebucht, aber es waren definitiv zu wenige und auch zu weit weg von den Zimmern. Ich muss aber auch zugestehen, dass es das günstigste (aber nicht unbedingt billig) Hotel im ganzen Zielgebiet war.



Das Hotel in Boden könnte man samt der Bedienung als Tirol-Rustikal-Charmant klassifizieren.
Wie soll man es beschreiben.
Man ist nett zu dir, aber du merkst es nicht gleich. Aber letztlich sehr hilfsbereit.
Ohne zu fragen gab's dann nach dem wirklich reichlichen Essen (und das brauchten wir heiß und fettig)



auch noch Garage für die Moppetten.

Es ist kalt draußen 4 Grad und das im Juli, ach, was sag ich Augusto. Selbst rauchen ist scheiße.
Besser so rum als letztes Jahr in Rumänien, denke ich bei mir und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Reise noch sehr viel erlebnisreicher werden wird, als der Plan es erwarten lässt.


Alle diejenigen, die nun Kartenausschnitte und Tracks vermissen, möchte ich noch ein paar Tage vertrösten.
Sobald wir Slowenien verlassen, wird es das gewohnte Bild aus der Rumäniensaga wieder geben. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Ihr die Alpen alle selber finden werdet und den beschriebenen Wegen aufgrund der Straßenknappheit in und über die Berge auch so folgen könnt.

(1-2-3-Day)


Nach zwei Tagen Regen haben wir heute eine tolle Kreuzfahrt durch die Dolomiten hinter uns gebracht und sind sicher in Udine im Hotel "Alle Due Palme" gelandet.  Und das kann ich wirklich nur empfehlen, nicht nur wegen dem guten Rotwein, der nach der Familienpizza für dieses nette Arrangement an Buchstaben sorgt.





Am nächsten Tag geht es bei sehr gemischtem Wetter von Boden nach Malga Ciapella. Das sind dann wieder mal zum Teil launige 300 km.
Wir hatten sogar etwas Schnee Aber erst nach dem Kaffee in der Sonne am Timmelsjoch. Lustig, da hatten wir zum ersten Mal seit Jahren gutes Wetter. Sonnenschein 4 Grad und einen Platz im Windschatten. Ist ja erst August.
Das sollte bis zum Penser Joch halten, dann gefror die Luft.
Wir fahren hinter dem Gewitter her und stehen plötzlich wieder in der Sonne. Den Hintern in der Sonne folgen wir der Wolke zum Karersee und genießen in der Sonne den letzen Cappu des Tages am Karerpass. Der Tag endet sonnig vom Fassatal bis zu unserem Hotel.
So ein Skibunker, aber alles funzt, das Zimmer ist groß, dass Wasser superheiß.
Abendessen gestaltet sich etwas schwierig, da wir ewig im Speisesaal suchen, bis uns ein Kellner aus dem Raum dann in den Keller führt.
Es gibt einen zweiten Speiseraum, gewissermaßen eine Art Séparée. Zuerst dachte ich toll - Keller. Dann zeigte sich, dass wir da deutlich ruhiger saßen.
Hurra, wir sind die Gewinner.
Der Tag endete mit dem Versuch eines Aufzuges, Helga zu halbieren.
Ging nochmal gut. Sie musste halt laufen.


Am Tag Drei schien dann die Sonne wie versprochen.
Wir haben uns den Tag in den Dolos geschenkt, sind nach dem tollen Frühstück zurück zur eisgepanzerten Marmolada  (die, wie ja schon unter der Hand erzählt wurde, mit Zitroneneis gepanzert ist). Das stimmt!!!
Viel Spaß hatten wir dank Lutz, der überzeugend vermittelte, dass die Eier bereits gekocht seien und das Eierbad nur zum Erwärmen gedacht sei.
Also das mit dem warmen Wasser stimmte.
Der Rest   ..... learning by test.

Na ja, die Sauerei ließ sich begrenzen, war ja ach nur ein Ei, die anderen wanderten wieder ins warme Wasser.
Dann ging es über die Marmolada wie beschrieben zum Pordoi, Falzarego, Giau, also schön im Kreis.
Wo wollten wir nochmal hin???
Ach ja Albanien, na dann wird's Zeit, mal nach Süden abzudrehen.
Apropopo abdrehen.... soll ich nochmal was zu Garmin sagen...
ach drauf gesch....wärmt.

Weiter durchs Friaul, eine zu Unrecht von uns bisher vernachlässigte Region. Das wird sich bald ändern...
Forca Staulanza, Barcis (toller See, tolle Straße, toller Tunnel), Maniago, Udine.
So ich bin gerotweint und die Pizza braucht Platz.

Grüße
 in die Heimat und nach China, Ukraine, Russland, T-heighland, USA, Neuseeland und all die Anderen, die fleißig mitlesen.
Vielen Dank
Wir freuen uns wirklich sehr darüber.

Mal sehen, ob ich 2015 endlich dzu komme den AlbanienRaid fertig zusammen zu schreiben.

Ganz Europa grenzenlos

Ganz Europa?
Nein !
Eine kleine resistente Enklave am östlichen Alpenrand weigert sich stricktamente an intereurasianische Gepflogenheiten zu halten.
Aber nicht desswegen alleine, haben wir das Maremedia (Mittelmeer für alle die dem Lateinischen nicht so mächtig sind) etwas später erreicht als geplant.
Wir sind Nähe Senj auf einem Campingplatz (gab sonst nix direkt am Mare) gelandet.
Am Himmel nevt so ein greller gelber Ball. Weiß jetzt auch net wo der so plötzlich herkommt.
Morgen gehts in Velebit.
Hab ich schon erwähnt, dass wir nach einer irren Tour von Motorradladen zu Motorradladen (alle zu, wegen Montag, Urlaub, keinen Bock, Geld zuviel/BMW)) durch Udine hatten.
Dabei hab ich neben den Nerven auch noch das Thermofutter abgelegt.

Ich würd ja jetzt gerne meckern, aber ich muss jetzt zum Strand
Abendspaziergang durch die laue Sommerluft.
Sagte ich schon, dasss ich mehr so der mediterane Typ bin.

Sicher sicher....................

Von Fall zu Fall ins Hospital

Senj- Sibenik
Abwechslungsreiche Tour durch die Höhen des Velebit
und die Flure des Hospitals von Sibenik.

Von Fall zu Fall   oder  Wo bitte geht es hier zur Notaufnahme 


Ich nehme es mal vorweg, so richtig sind wir heute auch wieder nicht in Richtung Albanien gekommen.
Bis 5 km hinter Sveti Rok durften wir schon zwei mal aufheben, wobei das zweite Ereignis schnell zum Tourkiller anschwellen sollte. Die Strecke war recht schwierig zu fahren mit vielem losem tiefem Schotter und wir waren wohl auch etwas zu schnell.
Ja etwas, jedenfalls gelang es nicht mehr jedem, sein Mopped in der Spur zu halten und dann ging's halt ab ins Kiesbett.
Mit dickem Fuß und ziemlich Schmerzen ging's dann ohne Hinterradbremse ins Tal nach Obrovac, wo ich dann eine Stelle am Wasser suchte, wo man den Fuß mal runterkühlen konnte. Aber da war schon absehbar, dass das so nix werden wird.
Also weiter nach Sibenik, das waren dann noch ein paar einfach zu fahrende km bis zur Klinik, die das Navi dann auch schnell fand.
Nur nicht gleich den richtigen Eingang. Ich fragte den Pförtner nach der Ambulanz und der redete was von einer Rampe um die Ecke.
Zwei Ecken wären richtiger gewesen, dann hätte ich nicht wieder über die Pathologie kommen müssen.
War nicht so einfach, den Verletzten im Arm da so über die Flure zu schleifen.
Und dann hieß es geduldig sein. 2,5 Stunden später Radiologie.
4,5 Stunden später Arzt.
Gott sei dank nix gebrochen, aber der Fuß ist nun ganzheitlich blau und das scheint auch erstmal zu halten.
Der Rest der Truppe hatte sich zwischenzeitlich um Unterkunft und Abendessen gekümmert.
Direkt am Meer. aber davon hatte ich dann auch nix mehr, denn es war halb zwölf und nur noch Platz für eine Flasche Wein.

Nachtrag:
Die Kawa hat einen defekten Anlasser,
diverse Blessuren sind auszukurieren.
Mein Notfallset ist verschwunden und das wird nicht so einfach zu ersetzen sein.
Wir haben Montenegro gestern erreicht.
30 Grad 120% Luftfeuchte.
Die Fahrt durch Bosnien war klasse
Montenegro noch geiler.
Zeit für eine Pause.
Jetzt gibt es auch bald die ersten Bilder





Original


Fälschung!!!!!




The Black Bibendums



Hagel...die Frisur sitzt
Dank Kettenfett
























Mittwochecki 20.8.

alles wird noch nicht gut

Nicht nur bei uns ist einiges schief gelaufen............




Der Fuß passt in den Stiefel, also entscheiden wir uns zu fahren.
Die Reise ist sehr abwechslungsreich. Mal am Wasser lang, dann in Omis hoch ins Velebit an einer traumhaften Schlucht vorbei. Nach Bosnien.
Bosnien war sehr bereisenswert, wenn da nicht die Grenzen wären.
Also die kroatische hatte ich ja mal ignoriert, da ich an dem Häuschen keinen gesehen hatte, was mit einem lauten Schrei endete.
Eigentlich hätte ich nicht zurück gemusst, ich war schon im Niemandsland, aber ich wollte ja auch kein Ärger.
Ich wunderte mich aber, dass ich bei der Ausreise nach meinem Ziel gefragt wurde.
Ich glaube der junge Zöllner war selbst etwas aus der Spur wegen meines Durchbruchversuches.
50 Meter weiter wurden wir noch heftiger mit finsterem Blick kontrolliert.
Kleiner Tipp:
Lasst euch nicht einreden, dass ihr keine grüne Versicherungskarte benötigt.
Das führt zu Diskussionen mit anschließenden Zusatzkosten.

Die Straßen in Bosnien waren klasse, es gibt Offroadpassagen von meheren 20 km an einem. Tanken nicht vergessen.
Wegen dem Fuß blieben wir auf bitumierten Wegen. Man sollte beachten, dass eine 9 Meter breite Straße von jetzt auf gleich zu 3 Metern zusammenschrumpfen kann, um dann nach 300 Meter wieder aufzuwachsen.
Gründe hierfür.
Fels im Weg und Sprengstoff alle.
Kein Geld für breite Brücke.
Bitumen alle???
Die Preise an der Tanke sind nicht in Euro wie vermutet.
Sprit ist billig
Euros gerne gesehen. Mit Euros werden die Preise verhandelbar.
4 x Kapu +  4 x Voda Minerale "gebottelt" 4 €

Die Ausreise dauerte wieder und nochmal Ausweis, grüne Karte und Fahrzeugschein rauskramen und grimmigen Blicken widerstehen.
Einreise Montenegro, das gleiche Spiel, nur war der gut gelaunt und stempelte unsere Ausweise, was Helga mit lauten Freudensäußerungen begleitete.
Der Grenzer war verwundert und ich erklärte ihm Helgas Stempelfetisch.
Zigaretten kosten hier 1,80 bis 2,40 und daher qualmt der Eingeborene scheinbar auch bei jeder Gelegenheit. Nur im Bus ist Rauchen verpönt, da darf dies nur der Fahrer, sagt man.
Die Passage durch die Berge war superklasse. Nehmt die Passage oberhalb des Sees "Bilecko Jezero", die ist schöner als die Anreise über Trebinje. Die Fahrt runter nach Risan über die verfallene alte Bergstrecke ist mehr als beeindruckend.. Leider war's schon etwas zu dunkel zum Knipsdingsen.

Die Unterkunft "Villa Rustica" ist der Knaller.
Blick über die Bucht, gelegen direkt an der alten Bergstraße
und da wir gestern im Dunkeln angekommen sind, von dieser aus extrem schwer zu finden. Dabei stimmte der erste Versuch exakt, nur fehlte an der versteckten Stichstraße aus unserer Richtung ein Hinweisschild.
O-Ton Gastgeber " Ihr seid auch die ersten Gäste, die von da kommen"
Na gut, irgendwann habe ich dann die anderen drei an der Tanke geparkt und hab dann alleine weiter gesucht. Das machte mit dem kaputten Fuß wenig Sinn, alle mitzuschleifen.
Dem folgten dann noch eine Menge weitere sinnfreie Versuche in geradezu atemberaubend steiler Hanglage.
Also fragen
Fragen ist immer eine aufregende Sache, wenn man keine gemeinsame Sprache findet.
Ein alter Mann an der Rezeption eines Krankenhauses wusste, wo es ist, und mit Hilfe der restlichen Belegschaft hatte ich auch bald eine Ahnung, wo es sein könnte.
10 Minuten später ein weiterer Versuch. Wieder ein älterer Herr, der munter auf mich einredete.
Dann machte es plötzlich Klong.........
Motor aus.??????????
Sprit alle ???

Nö...... der Alte hatte meinen Ständer runtergeklappt und packte mich dann an der Schulter. Absteigen!!!!
Durchgeschwitzt folge ich ihm ums Haus.
Er zeigt mir ein Licht im Hang
"Villa Rustica"
alles klar!?!
5 Minuten dann bin ich da.
Aber sonst niemand. Schissimentik!!
Einmal ums Haus, im Garten Licht, durchs Tor
Menschen, nette Menschen, keiner spricht so gut englisch wie ich und das ist wahrlich keine Herausforderung.
Irgenwann - nachdem man mir zum 4. Male die Flasche mit dem Klaren anbietet, verstehen wir einander.
Ich suche den Eigentümer und den Schlüssel fürs Zimmer - oder wenigstens eine Telefonnummer.
Einer der Herren wühlt drei Handies aus dem Gepäck und sucht. Eine Frau sucht im Notebook und während ich noch zweimal zur Flasche gebeten werde, tippe ich die Nummer ab.
Zu spät, der Gastwirt ist schon am Handy von dem netten kahlköpfigen Mann.

Ok, wir werden also doch noch ein Zimmer bekommen.
Ja, und Schnappes...................

Ich geh die Helga, Sabine und Lutz an der Tanke abholen.
Und wie sich am nächsten Morgen zeigen wird, lasse ich mein Notfallset zurück.
Nochmal durch das Urlaubstreiben, dann ist es geschafft......
für die drei.
Laufen geht nicht bei allen, also nochmal los in den Supermercatik.
Ich werde heute gut schlafen.

Donostagyas 21.08.


Lustige Hin- und Herfahrerei zwischen Unterkunft-Tankstelle-Unterkunft-Strand.
15 km, davon keiner in Richtung Albanien.

Heute Ruhetag!
Dem geknickten Fuß hat die 400 km Tour gestern nicht gut getan.
Während eines ausgeprägten Frühstücks mit obligatorischem Mückenstich, bemerke ich, dass mein Notfallset verschwunden ist. Auch das kollektive auf den Kopf stellen des Appartements bringt das Set, ohne das es für mich nicht weiter gehen wird, nicht zum Vorschein.
Irgendwann verdichtet sich die Erkenntnis, dass es eventuell gestern Nacht an der Tanke, an der ich die anderen drei geparkt hatte, verlustig gegangen ist.
Also erster Weg des Tages Tanke.
Da ist gerade mächtig Trubel, ich stelle mich mit Sabines Verbandspäckchen (mein Notfallset sieht genau so aus) in die Schlange. Höflich frage ich, ob man englisch spricht, ohne jedoch ernsthaft daran zu glauben. Der Kassierer antwortet auf so einer Art Englisch und ich zeige das Päckchen und frage, ob so was gefunden wurde.
Es sagt, so was bekomme ich in Kotor.
So viel zum Englisch-Versuch.
Zweiter Anlauf. Scharade.
Unter den ungeduldigen und fassungslosen Augen der Leute in der Schlange hinter mir lege ich das Verbandspäckchen auf den Boden.
Jetzt genieße ich die volle Aufmerksamkeit aller!
Der Tankwart wartet geduldig. Dann geht er mit mir vor die Tür, da ich raus gezeigt habe. Wir gehen zum Motorrad.
Scharade zweiter Teil.
Ich lege das Päckchen neben das Motorrad und mache Brumm Brumm und zeige aus der Tanke.
Ich warte.
Aber es kommt kein Notarzt, um mich einzuliefern.
Statt dessen werde ich nach der Uhrzeit gefragt.
"9.30 in the dark night".
Er fragt einen Kollegen.
Nada.
Mittlerweile betrachten mich auch die Leute an den Zapfsäulen verunsichert.
Ich hebe Sabines Päckchen auf.
Der dritte Tankwart fasst sich an die Stirn, schreitet zu einer der Säulen und kommt mit meinem Notfallset.
Einer zeigt nochmal, wie ich das Päckchen neben das Motorrad lege, alle lachen
und ich bin froh.
Auf dem Rückweg geht's noch schnell an der Apotheke im Medical-Center vorbei.
Erstmal bin ich falsch und ich finde alle die Geräte, die in unseren Krankenhäusern schon vor Jahren weggeworfen wurden.
 Der Eingang zur Apotheke geht ums Haus. Schwer zu finden und der Verkaufsraum erinnert eher an ein Bahnhofskiosk, wobei die besten Waren im Sortiment auf deutschen Bahnhöfen nur in der Bahnhofsunterführung gehandelt werden.
Ich frage nach englisch und die Antwort macht mich optimistischer als an der Tanke.
Ich frage nach Heparin und werde um das Rezept gebeten.
Hä.
Da liegt wohl ein Verständigungsfehler vor.
Das kleine Mädchen, vermutlich die Tochter spricht gut englisch. Ich erkläre den Sturz und den blauen Fuß und dass ich eine Salbe brauche.
Das funzt.
Große Tube 3,30€.
Ach ja, wie war das nochmal mit den Arzneimittelpreisen in Deutscheland.

Wir verbringen den Morgen mit Aufarbeitung der Reiseführer. Viel geplant haben wir für Albanien ja noch nicht.
Dann irgendwann geht's runter nach Risan, wobei gehen etwas übertrieben ist.
Der Ort verbreitet den rustikalen Charme einer Bauruine.
Alte Häuser finden sich zwischen verwahrlosten abrissreifen Betonwüsten aus der sozialistischen Ära.
Ich lass mal ein paar Bilder folgen. Es ist schön hier, eigenartig schön und das Areal wird sein Potential entwickeln. Es dauert nur noch ein wenig und so lange werden wir wiederkommen.
Der Strand ist sauber und nicht so stark frequentiert. Es gibt Strandbars, die allerdings in eigenartigen Betonwürfeln untergebracht sind. Denke mal, in den 60'ern war das schick.
Das Wasser wirkt irre salzig, das Meer, in dem sich die Berge spiegeln, ist traumhaft schön.
Der Tag endet auf unserer Terrasse mit Meer und Bergblick.
Ich liebe es.

Morgen versuchen wir, ein Paar Kilometer zu fahren und zumindest Albanien zu erreichen.
Drückt uns die Daumen.
Grüße in die jetzt 2000 km entfernte Heimat.


Blackout  22.08.


wegen Stromknappheit heute nur das Kurzprogramm

"Explosionen rings um uns herum. Zwei Sektionen melden bereits Wassereinbruch, in der OPZ wird es hektisch als der die Lampen anfangen zu flackern  und dann verlöschen. Endlich die Notstromversorgung läuft an. Die Bilch wird geflutet........"
Na ja das Problem war dann doch mit einigen Handtüchern zu Lösen :-)

Der Freitagmorgen beginnt schon gegen 4 Uhr 25, als ein gigantischer Donner, der Sabine aus dem Schlaf reißt.Ich musste etwas lachen, als sie so plötzlich senkrecht im Bett stand, denn ich war schon etwas früher wach geworden, als das Gewitter langsam in die Bucht gekrochen kam.
Der Strom bleibt weg und das Notstromaggregat des Krankenhauses läuft an. Sein Gesang wird uns bis zum Mittag begleiten.

Viel geschlafen hab ich wenig, als ich gegen 8 vor die Tür gehe. Der Sturm war viel heftiger als ich dachte und ich bin froh nicht zu zelten.
Über der Bucht scheint die Sonne.
Nur die vier K's nerven
Kein Strom
Kein warmes Wasser
Kein Kaffee
Kein Netz
Nur Kippen und Cola.
Wie früher mit 16 :-)

Lutz macht feuer und stellt einen Topf mit Wasser hinein. Die Mädels schlafen noch.
Jetzt rührt er Kaffeepulver hinein.....ich bin gespannt
und nicht nur darauf, ob wir den Topf jemals wieder sauber bekommen.

Sorry muss packen später mehr
wir werden aber Albanien erreichen, so viel mal vorweg.

Fahren nach Kotor


Das mit dem Feuer und dem Kaffee hat tatsächlich gefunzt. Neidische Blicke der anderen Gäste inklusive. Das Notstromaggregat des Krankenhauses verstummt nur kurz. Die Mädels werden wach. Schluss mit Ruhe. Der Fuß sieht besser aus, immer noch warm, aber überwiegend schmerzfrei.
Ich bin müde, hab mich die Nacht ziemlich oft gefragt, ob das richtig ist, was wir hier machen. (Tage später wird mir ein Albaner fast vorwurfsvolle Blicke zuwenden, weil ich meine Frau auf so ein hohes Motorrad setze).
In 5 Stunden sind wir in Albanien. Das Abenteuer geht weiter.

Der Weg über Kotor und Cetinje war schon super, wurde aber durch die Strecke Virpazar am Skadar-See lang getoppt.
In Cetinje gabs lecker türkisch Kaffee, da es auch dort genau wie in Risan keinen Strom gab.
Ich hab nix damit zu tun
I swear

Ach ja, hab ich übrigens schon erwähnt, dass jemand aus dem Team wegen mangelnder Schutzausrüstung (Knieprotektoren) fast vom Trainingsleiter nach Hause geschickt worden wäre, hätte es da nicht eine Badematte.... erzähl ich gleich,
Erst nochmal in sich gehen und sich fragen
"Hallo, wie bescheuert is das denn, Offroadtour durch neverneverland mit frisch lackierten Zehennägeln, aber keine Protektoren in der Hose. Und ich meine nicht den Lutz
I swear....
Zurück zur Badematte, meinem Victorinox und einem Knieprotektorschnittmuster.
Alles klar??? Muss ich nicht beschreiben.
Ich stell ein Bild dazu ein. Nee, nicht das, wo Helga nackig an der Tanke sitzt, während ich die Protektoren schnitze.

Den Abstieg zur albanischen Grenze haben wir nach Navi über eine Art Bobbahn gewählt. War etwas tricky, da nicht alle Wege fahrbar waren.
Hat sich aber letztlich gelohnt.
Der Grenzübergang bedeutete warten!!!
Aber von der anderen Seite bedeutet er campen.
Helga motzt!!  Keinen Stempel, denn als der albanische Grenzer gerade mit einem Bus beschäftigt war, hatte uns der Montenegrianer durchgewunken, lustig, oder?
Es geht nach Shkoder. Der Verkehr....
sagen wir mal, er verdichtet sich.
Eigentlich ist es der Wahnsinn. Die Straßen sind zwei bis dreispurig je nachdem, ob man die Fahrräder und Mofas mitrechnet.
Jeder macht, was er will, und hupt bestenfalls dabei.
Ein Benz schießt aus der Parklücke über 2 Spuren, hält, da er auf die beiden Gegenspuren einfädeln will. Alle machen eine Vollbremsung und hupen.
Alles normal.
Geld gibt's erstmal auch keines, da 2 von 2 Geldautomaten (das sind annähernd 100%) unsere Karten ignorieren.
Tolle Wurst.
Hatte ich schon erwähnt, dass ich mehr der mediterrane Typ bin???
Der Verkehr is genau mein Ding. Gas und hupen. Mediterran eben, aber mit drei Moppeds im Schlepptau nicht so trivial.
Und.... kaum zu glauben, mir is es hier zu heiß hier.
Wir können uns nicht entscheiden, in der Stadt zu bleiben. Alle schauen mich an, als wenn ich auf alles eine Antwort hätte....
Ich bin immer noch müde. Lutz drückt mir auf Wunsch eine Fluppe ins Gesicht.
Es lässt sich auch nicht recht feststellen, wo es was zu sehen gibt.
Die Sehenswürdigkeiten sind irgendwie etwas lieblos in der Stadt verteilt.
Strandpromenade?? Gibt's eigentlich keine, aber vor der Stadt ging's links zur Küste. Also zurück
Wir fahren also wieder raus.
Die verfic...htenholz gebaute alte Brücke .... ist nur für Fußgänger.
Transportmofaumbauten fahren dennoch drüber.
Ich kann mich da bei den Mädels nicht durchsetzen.
Wir lassen es also, fahren eine Brücke Richtung Fort weiter.
Auf der anderen Seite geht es an einer Art Armenviertel übelster Sorte vorbei.
Die schlechte Straße entwickelt sich schnell zur Baustelle...weiter.
Wir erreichen einen kleinen Urlaubsort.
Renovierte Hotels stehen zwischen Abrissbauten
Alles etwas strange,
Sabine und Helga machen ein Zimmer klar.
30 Euronen mit Frühstück.
Na ja, vielleicht, so sicher sind wir nicht.
Hier spricht niemand englisch.
Wir (das sind in dem Fall Lutz und der Autor, der nicht namentlich erwähnt werden will) haben uns uns mit dem Wechselkurs vertan, was erst auffällt, als ich die erste Coke kaufe und die dann doch keine 5 € kostet sonder 50 Cent.
Toll, wir haben 40 € getauscht.
Fürs Abendessen soll's reichen.
Wir sitzen am Wasser und
es ist so
fucking beautiful



përshtypjet e vogla


















Hinter dem Nagellack wirds blau, dunkelblau  

Immer noch am Ohrid See 26.08




Ein gewisser Hubert O. soll ja schon die Dakar mit gebrochenen Fußgelenken  zu ende gefahren sein.....
und wir.........
ich sach nur
Nutellageneration.
Wir sind gar nicht mehr so weit von Pristina weg, da haben wir mal ein Hospital hingestellt.



Funkstille gebrochen,
seit gestern sind wir wieder minimal online..
Heute geht es durchs  Grenzgebirge zu Mazedonien....
...leider doch nicht.
Die Strecke ist wegen Stiefel passt nur zu 80 % über Fuß.
von der Reiseleitung aus dem Programm genommen worden.
Kaum zu glauben,
der Arzt im Krankenhaus hat gesagt, man soll den Fuß hochlegen und kühlen und schonen.
Ok 30 cm über dem Boden auf der Fußraste im kühlenden Fahrtwind gelagert.
Hat nix geholfen. Typischer Fall von Kunstfehler.
Wir müssen die supergeile, megageile Passsage über Mazedonien umfahren.
Der Kurztripp gestern vom Ohrid-See zum und um den Prespa-See war sehr entspannend und führte uns durch den Bezahlpark (Nationalpark Galici).
Da schreib ich später was drüber.
Eine Albanerin, die seit 20 Jahren in Bremen wohnt, meinte wir sollten hier am See verweilen, es wäre nirgendwo schöner.
Es könnte sein, dass sie recht behalten wird.
Aber wir müssen langsam zurück nach Norden, denn wir werden langsam immer langsamer und die Straßen, die vor uns liegen, werden immer schwieriger.




Ein paar Länderinfos zwischendurch denn wir warten auf Sabines Flieger


Ja, mir ist etwas langweilig, auch wenn der Strand mit braungebrannten Schönheiten gepflastert ist. Um Missverständnissen vorzubeugen, beiderlei Geschlechts.

Ja, wir haben hier schon so einige unerwartete Infos sammeln können.

Also wenn Ihr auf Eure Versicherung hört (haben wir aber nicht) und keine grüne Versicherungskarte mit habt, dann kostet das rund 30-40€ an der Grenze und Ihr dürft wieder mitspielen.
Man kann auch mit den Zöllnern versuchen zu feilschen, dann dauert's zwar etwas länger, kostet aber auch nicht mehr.

Egal ob ihr euch in Mazedonien, Bosnien, Albanien oder Kosovo bewegt, immer reichlich Euronen mitführen. Es gibt zwar fast überall Bankautomaten, aber die belächeln eure Maestro Karten nur müde.In Albanien funzen die Automaten der Raiffeisen einigermaßen und in Mazedonien hahahahaha.... ProCreditBank geht. Visazeichen findet man überall, so wie CE Zeichen auf Chinesischen Rasierklingen für unter 3-Jährige.
Kartenzahlung in Krankenhäusern hahaha
Kartenzahlung an Tankstellen hahaha

Apropopo Krankenhäuser. Du hast eine Kassenkarte ?
Prima, damit kann man klasse Zündkontakte sauber machen. Kann sein, dass sie dich doch behandeln, kann aber etwas dauern und ich meine Stunden, sogar viele davon.
Es soll Leute geben, die die Notaufnahme wieder verlassen und sich an der Straße vor den Bus werfen, nur um schneller dran zu kommen.
Signalisiert man Barzahlung, gehts megahurtig. Anamnese, 3 x X-Ray, 1xSonar, Arztvisite + Krankenbericht + Gips, gibts in1,5 h für rund 80€.
Immer Anwohner fragen, in welche Klinik man gehen soll, da gibt's Megaunterschiede.
Wir hatten hier zwischen Struga und Ohrid eine der Besten des Landes, auch wenn sie von außen aussah, als würde auf der anderen Seite die Birne schon am Kran hängen und ich meine nicht die Glühbirne.

Wenn Ihr einen Umfall oder Unfall habt und das Bike muss rückgeführt werden, dann benötigt man einen Polizeibericht, sonst bleibt das Mopped an der Grenze einsam zurück.
Gut ist, wenn man dem Mopped nicht ansieht, dass es einen Unfall hatte. Also alles abschrauben, was nach Unfall ausschaut.

Wenn man sich auf dem Weg nach Hause die Berge von oben anschauen kann,
also sprich verletzt zurück fliegen darf, dann braucht man neben dem Krankenbericht auch noch eine Bescheinigung zur "Luftverladbarkeit". Also gleich im Hospital mitgeben lassen, sonst muss man nochmal hin.

Verlangt wird auch Thromboseprophylaxe in Bauch oder Haxe.


Dass Albaner mit dem Kopf schütteln, wenn sie ja meinen, ist ja bekannt.
Nur für Saarländer wichtig!! Sagt der Albaner "Jo" meeint er nein.

Der stinkende Eimer neben dem oft sauberen Klo ist fürs Toilettenpapier. allo das benutzte, was bei durchschnittlich 30 Grad für ordentlich freie Nase sorgt.

Sprache:
Alle Albaner sprechen hervorragend englisch! Also das gilt zumindest für die wenigen, die im Ausland studiert haben. Ansonsten eher auf Scharade einstellen.
Mazedonier sprechen sehr gut englisch und in den Albanischen Grenzgebieten sogar sehr viele erstaunlich gut Germanisch, da viele in Deutschland, der Schweiz oder Österreich gearbeitet haben.


Die Moslems hier im Grenzgebiet und auf dem Land sind erstaunlich aufgeschlossen und extrem hilfsbereit. Was gemacht wird, bestimmt der Imahn, gut wenn man mit dem kann. Der hat uns auch direkt angeboten, ins 20 km entfernte Krankenhaus zu fahren und war fast schon beleidigt, dass wir nicht wollten, dass er auf uns wartet, um uns wieder zurückzugondeln. Ich glaube, er hatte einen Faible für motorradfahrende Frauen. Dafür hatte er, bis wir zurückkamen, die Dorfjugend angewiesen, die Straße vom Splitt zu befreien, was die auch sehr akribisch getan hatten.

Volker fällt aus , also muss Ich jetzt was schreiben.....

Wir sind heute also ohne unsere Freunde zurück nach Albanien gefahren. So'n Scheiß -  die Straße nach Peshkopi läuft durch eine wunderschöne Landschaft . Der Fluss ist auf eine sehr lange Strecke gestaut und man fährt ewig an diesem heute sehr mau bewässerten Stausee lang. Wie uns später 4 völlig mit technischen Schickimicki aufgewertete Großendurobesitzer aus  Bayern kundtaten, wurde ihnen mit der Polizei gedroht, als sie den Staudamm fotografieren wollten. In Mazedonien darf Mann sowas nicht fotografieren und  an der Grenze und bei Umspannanlagen gibt's die komischen Fotografierverbotsschilder auch. Die vier meinten dann, man sieht sich an der Grenze, aber die wussten nicht, wie schnell wir werden können mit 4 Reiseenduros im Nacken. 
An der Grenze war alles unspektakulär, die haben noch nicht mal gefragt, wo die beiden Anderen sind ....hä?   wozu haben die immer alles eingescannt . Pass, Fahrzeupapiere, grüne Karte ???   
In Peshkopi haben wir erstmal einen Capu zu uns genommen und geguckt, ob die Toiletten hier auch den geforderten rumänischen Standard haben....ja, sogar mit "gender" Toilettenpapier  blaue Blümchen oder rote Blümchen konnte Mann/ Frau sich aussuchen.... 
Der Tag sollte noch schöner werden, denn ich hatte die geniale Idee.....
Ich will von hier nach Kukes... 
Lutz (grrrrr) wollte nicht so richtig, weil das  Navi die Straße nicht gefunden hat, die ich als die ulimative Route auserkoren hatte.  Im Buch stand was von Schotter nach 10 km  ...aber das kann ja nicht sein...is in der Karte doch dick gelb und ich hab sie dann sogar im Navi gefunden Straße Nr. 31 ...was nen Namen hat, kann nur gut asphaltiert sein.....so mein kleines Frauenhirn... 
Lutz hat nix gesagt ( aber gedacht ich weiß)    also was soll ich noch schreiben..... nach 10 km hörte die sporadisch  sehr gut asphaltierte Straße auf und ging natürlich in Schotter über. Selbst in Rumänien übliche Schlaglochmarkierungen in Form von Weihnachtsbäumen fehlten hier.  Lutz, ganz Gentleman, hat mich natürlich gefragt,ob ich nicht umkehren möchte.....nach 5 min. intensiven Nachdenkens habe ich heroisch beschlossen...das kann ich, bis 18.00 sind wir auf der anderen Seite.  ..
Was soll ich sagen bzw schreiben
Die Strecke wurde natürlich nicht besser ...für mein Dafürhalten eher besch......ner , mehr so die Ausführung, wo kleine Mopeds schon mal  den rechten Außenspiegel wegwerfen. Nachdem mich Lutz dann  schon einmal gerettet hatte...sein Moped abgestellt, runtergelaufen und meins geholt.....und das nun schon zum zweiten Mal exerzierte, 
habe ich klein beigegeben und um Rückreise gebeten ....wir wären bei meinem Tempo so gegen 22.00h in Kukes angekommen
Komischerweise war die Rückfahrt gar nicht mehr anstrengend sondern fast Pipifax..   In Peshkopi war ich  dann so etwas die Exotin...an der Straße sitzen,  Wasser trinken und auf'm Handy Bilder gucken....die  einheimischen Kioskbesitzerinnen  wollten mit gucken ....ok kein Problem.          
Wir sind dann von Peshkopi aus über die "Schnellstraße" nach Burrel gebrettert.  Man trifft da sogar Leute, die im perfekten Deutsch fragen, wo man hin will ...
7 Jahre Friedrichshafen machen's möglich.  Streckenweise eine wunderschöne Landschaft und  Streckenführung , man kann sogar im Tal schon die neue Streckenführung ( gerade Autobahn  grrrr)  sehen. Wenn man aus den Bergen heraus kommt, gibt's ein super Panorama auf die Ebene mit der Stadt Burrel.   Hier hat mein "Mc Gyver" ein super Hotel gejagt.... die Chefin spricht englisch und französisch, der Sohn englisch und italienisch , der Opa hat die Aufsicht, die Oma steht in der Küche.....und einen hervorragenden selbstgemachten Rotwein gibt's obendrauf. Die Zimmer sind sauber und auf Wunsch mit Klimaanlage....was will man mehr..

Danke, Helga, falls Sabine heute abgeholt wird, werde ich versuchen, Euch einzuholen.
So der Plan
Wir sehen uns spätestens in der Hölle wieder.

Die Perlenkette der Albanischen Alpen

29.08.2014  Bilder für Sabine, die heute Nacht gut im blauen Haus gelandet ist.

Das Oberjoch hat 106 Kurven und macht auch ohne Aussicht oder nur mit Sicht auf Bitumen und weißen Streifen einfach Laune. Eine echte kleine Perle.
Die SH 5 zwischen Kukes und Shkoder reiht über 106 km Perle an Perle zu einer auch landschaftlich sehr bewegenden Kette.
Der Tag beginnt abermals am Ohridsee, der sich fast schon zu unserem Biwak gemausert hat. Mit etwas Verspätung kommt das SanCar und fährt alle, die sich die Alpen von oben ansehen wollen, zum Flughafen.


Neun Uhr, eine gute Zeit aufzubrechen. Irgendwie ein merkwürdiges Gefühl, so ohne jemanden im Rückspiegel.
Die Strecke von Struga nach Debra führt einsam an einem mit mehreren Mauern angestauten Fluss entlang. Es fällt mit schwer einen Rhythmus zu finden, es fällt mir überhaupt schwer heute.

Dafür geht es an der Grenze flott und ich verlasse Mazedonien, wo ich nur 70 km und 2 Stunden verweilen wollte nach drei aufregenden Tagen und einer völlig anderen Sicht auf das Land und vor allem die Leute, die hier leben.
Das man wieder in Albanien ist, merkt man eigentlich schnell an den schlechteren Straßen, aber so richtig dann spätestens in Peshkopi.
"Iisccch habe gar keine Führerschein"
Ja, und seine 8 Geschwister auch nicht, daher macht auch jeder, was er will. Kreisverkehre in Großstädten oder größeren Städten sind der Brüller. Es gilt die deutsche Regelung .......  und die französische zugleich. Aber das ist nicht so das Problem von Pehkopi. Schwieriger ist schon ein fast gänzlich fehlender ebener Fahrbahnbelag. Es geht daher in dem dichten Treiben auch nur im Schrittempo vorwärts. Mehr würden die mit Leuten vollgestopften uralten Kleinbusse auch kaum überleben.Man muss schon acht geben, denn hast du eh zu kurze Beine für dein Mopped, kann dir so ein 10 cm tiefes Schlagloch oder ein fehlender Gullideckel schnell den Tag versauen. In Peshkopi sollte man vor allem eines nicht tun,
dem Navi folgen!
Das endet unweigerlich in der Basarstraße, so einer Art Fußgängerzone mit Flohmarkt.
Das sollte man sich unbedingt ansehen, aber heute stand mir nicht so sehr der Sinn danach, also wendete ich an der Absperrung, die aber scheinbar auch nur für Autos gilt und verlasse den Rummel in Richtung Kukes.


Brücken aus transparentem Beton. Die kenne ich schon aus Rumänien.


(Sorry, Reihenfolge der Bilder stimmt noch nicht, das Netz hier ist ein wenig schwach, da macht das mit den Bildern wenig Freude)

Nach Kukes gelangt man über unterschiedliche Wege. Der Weg über Arras (ehemals SH xy) sollte meiner Meinung nach der Bessere sein, denn ich hatte gehört, dass die Straße neu bitumiert worden wäre. Die hatte ich auch ins Navi eingegeben, denn wenige km vorher könnte man auch schon die Straße nach Burrel verlassen und sich so verfahren.
Letztlich verändert die Wahl zwischen den beiden Wegen nur den Zeitpunkt, wann man im Schotter steht und dessen Körnung.
Kaum Peshkopi raus sehe ich ein unscheinbares Schild Kukes rechts. So früh?  Ich folge ihm und gelange auf die durchgängig geteerte Straße, deren östlicher Bogen so weit an die Grenze führt, dass ich zweimal nachfragen musste, ob ich richtig bin.
Das war lustig. Den ersten Herrn am Straßenrand fragte ich nur, ob er englisch spreche und er antwortete schon Kukis Kuki und zeigte der Straße entlang.  Der Zweite stellte sich in die richtige Richtung, zeigte auf den Boden " du immer schwarz" und zeigte mir mit einer Geste, dass die Straße einen weiten Bogen von der Grenze weg machen wird.


SH 5







30 km vor Shkoder hat mich dann tatsächlich die Polizei angehalten. War echt nett. Er fragt was, ich antworte was. Vier verblüffte Augen treffen sich. Aber der war cool, hob den gestreckten Zeigefinger der Straße lang und sagt so was wie "Directione Shkoder".
Ich nicke, Gas und wech.
Dann erreiche ich die Stadtgrenze.

  Wegen solcher Impressionen  wird Shkoder ja auch gerne als das Avignon Albaniens bezeichnet.


"3 weeks no excuses - eine büchst aus"  oder  "Von der Heimkehr eines gefallenen Mädchens"

Fr, 29.08.14 - ich sage tschüss

Schon morgens, als ich früh aufstehe, um rechtzeitig für das SanCar bereitzustehen, ist es irgendwie ein unwirkliches Gefühl. Heimzufliegen und Volker hier "zurückzulassen", nicht weiterzufahren, Fuß hin oder her. 
Das SanCar kommt nur ein paar Minuten später als erwartet.




Den ersten Teil der Fahrt nach Skopje zum Flughafen verbringe ich halb liegend, damit ich mein Bein schön hochlagern kann. Doch beim Zwischenstop nach ner guten Stunde an einer Tanke, beschließe ich die Weiterfahrt im Sitzen, die Schläge der mazedonisch rustikalen Straßen, die das Fahrzeugchassis an die Insassen weitergibt, sind im Liegen besonders heftig.
So gegen viertel nach elf erreichen wir den Flughafen Skopje, dort setzt man mich in einen Rollstuhl und rollt mich direkt zum Check-In-Schalter der Austrian Airlines. 
Gut, dass Volker es geschafft hat, all meine Sachen (jetzt sind ja auch noch die Motorradklamotten hinzugekommen luftverladbar zu verpacken. Meinen kleinen Seitenkoffer kann ich als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen, sehr praktisch.
Weiter geht's mit dem Rolli durch Passkontrolle und Security-Check, dann stehe ich in der ersten Reihe für das Boarding. Schon irgendwie spannend, diese andere Perspektive aus dem Rollstuhl. Allerdings muss ich mal noch ganz dringend für kleine Endurofahrerinnen und mache mich mit dem Rolli selbständig, finde auch schnell das Behinderten-WC und mit ein paar Zwischenhüpfern klappt das auch alles ganz gut.
Dann zurück zum Gate, wo schon die Ärztin auf mich wartet, die mein Unbedenklichkeitsattest sehen will. Wichtiges Gesicht, mehrfaches Lesen, Suche nach dem Ausstellungsdatum - dann ein Lächeln und ein Nicken: Ich darf an Bord.



Der Airbus A320 ist ausgebucht, stört mich aber nicht, ich darf als erstes rein, hüpfe im Walzertakt (bei Austrian Airlines gibt's zum Boarding Wiener Walzer - kein Witz!!) bis in die letzte Reihe, um zu erfahren, dass ich alle drei Sitze auf der linken Seite für mich und mein Bein allein habe. Cool!



Der Flug ist herrlich, die Sicht fantastisch, zuerst geht's noch über die hügelige Landschaft des Kosovo, dann wird's über Serbien flach und flacher, Ungarn ist ohnehin eher platt und dann sind wir auch schon in Wien.







Und um es vorwegzunehmen - die Alpen hab ich leider nicht gesehen....

In Wien habe ich dann mehrere Stunden Aufenthalt. Am Anfang bietet man mir noch das All Inclusive-Programm mit Rolli-Transport zur Einreise, wo man einen Gipsabstrich macht (keine Ahnung, was die dabei suchen, glücklicherweise hat man sich im Krankenhaus in Ohrid keinen Scherz mit mir erlaubt und so ist das Ergebnis wohl nicht einreiseverhindernd), dann werde ich weiter zum nächsten Fluggate gefahren.
Und das fast 2 Stunden vor dem nächsten Check-In. 
Also mache ich mich wieder auf Abenteuerfahrt durch den Flughafen. Erst finde ich ein Café, wo ich mir für den Preis eines mazedonischen Abendessens inkl. Wein für 2 Personen einen Latte Macchiato und eine Focaccia mit Schinken und Käse schmecken lasse.
Dann geht's weiter zum Zeitungsladen - das ist echt spannend mit dem Rolli, immer vor- und zurückrangieren durch die engen Gänge und dann wieder über endlos lange Gänge nochmal Richtung Gate. Boah, ganz schön anstrengend.
Jetzt hab ich zumindest was zu Lesen und zu Trinken und habe Zeit, die Leute zu beobachten. Wenn man grade aus Mazedonien kommt, ist es hier irgendwie krass - nicht nur der Wohlstand, vor allem die Mimik der Leute, die Art, wie sie miteinander umgehen, ist eine völlig andere. In Albanien und Mazedonien haben fast alle, die meinen dicken und später eingegipsten Fuß gesehen haben, einfach direkt geguckt und mich angesprochen oder gelächelt oder mir mit Gesten zu verstehen gegeben, das alles wieder gut wird. Anteilnahme nennt man so was wohl. Hier in Mitteleuropa - und da nehm ich mich nicht aus - schaut man peinlich berührt weg, nur sehr wenige schauen mir in die Augen oder fragen sogar mal nach. Ein bißchen Kulturschock...

Beim Flug nach Düsseldorf dann wieder das gleiche Prozedere - als erstes rein, diesmal in den etwas kleineren Airbus A319, ganz hinten die linke Reihe, Bein hoch. Und wieder ist der Flieger ausgebucht.
Aber das Knabberzeugs ist lecker und verführt zum Spielen...





In Düsseldorf wieder Abholen durch Flughafenservice, wir fangen meine Gepäcktasche (Volker hatte Recht, sehr auffällig auf dem Gepäckband zwischen all den Koffern) und in der Eingangshalle kommt schon jemand mit großem ADAC-Schild auf mich zu. Ziemlich perfekt organisiert.
Wieder in Deutschland also. Ein merkwürdiges Gefühl, aber irgendwie bin ich trotzdem froh. Dann nach Koblenz ins Krankenhaus in die Notaufnahme, wo man mich schon erwartet.

Die Diagnose aus Mazedonien wird per Röntgenbild (auf den Bildern der neuen Geräte kann man tatsächlich was erkennen... =o)  ) bestätigt, eine neue Gipsschiene und Krücken (hurra, nicht mehr hüpfen oder tragen lassen, das war doch sehr anstrengend - wenn auch für unterschiedliche Leute) und dann kann ich mit dem Taxi nach Hause. So um viertel vor eins hab ich's dann geschafft und schließe die Tür zum blauen Haus auf...

"Thet Offensive" mal ganz anders  heute nur Bilder

Ja Offensive!
Irgendwie wurde es Zeit die Sache mit dem Endurofahren endlich anzugehen.
Wenn ich gewusst hätte, was mich da erwartet, wäre ich die Sache alleine wohl eher nicht angegangen. 
Ohne Frage, zumindest die völlig einsame südliche Passage, mit der ich startete ist alleine nicht ungefährlich, denn eine Hand hat man schnell gebrochen und perpedes sind 10 -15 km schon recht weit.

Es beginnt über die neu geteerte Straße auf den ersten 15 km so beschaulich, dass man sich der Erwartung, dass bis zu dem Thet-Kessel so weiter geht in fast schon enttäuschender  Sicherheit wiegt.


Die knapp 3 Meter breite Straße entlang dem Flusslauf ist echt was fürs Herz.


Und endet völlig überraschend hinter diesem Haus in einer riesen Pfütze, die selbst an dem Rand an dem ich mich langezittert habe, fast 25 cm tief ist. Also Stiefel voll Kühlung, war eh nötig.


Danach kann man erst mal 500 Meter Luft holen,


und die Landschaft genießen,


bevor dann richtig die Post abgeht.


Und wie die abgeht. Die Strecke ist wegen Ihrer Länge von gut 80 km (Tanken nicht vergessen) und einem Schwierigkeitsgrad des Monte Saccarello entsprechend anspruchsvoll. Da es wenige schonende Passagen zum ausspannen gibt, benötigt man eine gute Ausdauer und sollte reichlich zu trinken mitführen.
OK......ich hatten noch 8 Qualrboro Gold und genug Willen und vor allem keine Ahnung, dass das ewig so weiter gehen würde.



Und dann hatte ich das Glück des Untüchtigen, denn dieser Kleine Laden hatte den Kühlschrank voll Limetten Soda und ich etwas später selbiges im Bauch.
Da daachte ich immer noch das geht nicht mehr lange.
Ach ja Netz gibts da auch keines, auch nicht das fürs Handy.


Die Strecke zog auch gleich wieder an.




Belohnt wurden die Mühen aber auch.







Und dann gabs da noch ein paar Sonderprüfungen.



Wobei die Furten etwas mickerig waren wegen dem schönen Wetter der letzten Tage.
Aber es gab auch einige völlig vermatschte Passagen, nämlich dann, wenn eine der Wasserrinnen, mit denen die Bewässerung hier sichergestellt wird gebrochen oder undicht war.


Auch bezüglich der Elektro-Infra geht man hier durchaus naturbelassene Wege.










Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte....

morgen muss ich dieses wunderschöne Land verlassen.


Helgas große Welt - Tage 2 bis 5


Tag 2 ohne Biene und Volker die wir in ADAC Gefangenschaft zurück lassen mussten, hab noch nicht mal mein Frühstück fotografiert......
Biene kommt wohl frühestens am 30.08 heim, hoffentlich kommt da nicht noch der Pilotenstreik dazwischen. 
Wir machen uns gemütlich zum Aufbruch bereit. Lutz gibt einem jungen Ösi noch Tipps, wie man ohne Hauptständer an der African Twin durchs Leben kommt. Der arme Junge setzt im unwegsamen Gelände immer damit auf. Der Junge ist fasziniert von meiner gepackten Nixe, mit wie wenig man (frau) doch durch Albanien kommt. Er musste uns unbedingt fotografieren ....im nächsten Leben schwört er bestimmt einer gewissen Motorradüberlebenstechnikfirma  ab. 
Der alte Chef unseres Hotels freut sich tierisch über mein genuscheltes " mirupafshim" das Hotel kann man wirklich nur empfehlen. Wir  fahren durch wunderschöne Regionen, nach den ersten Kilometern will ich schon wieder anhalten und fotografieren. Nach der Bergumrundung präsentiert sich ein weitläufiges Tal mit einem kleinen Stausee. Ok, wir halten und ich darf Bilder machen. Hinter dem nächsten Berg kommt dann der nächste fotografierwürdige  Anblick ...ein enges Tal über Jahrhunderte vom Fluss in die Natur geschnitten. Mein Goldstück hält an, damit ich den Anblick für Biene und Volker konservieren kann. 
Die Straße schlängelt sich am Hang entlang , mal enger und kurviger,mal geringfügig breiter. Zeitweise wird aus dem Einschnitt ein kleiner Canyon, cool. An der Stelle fahrt man am Besten hinter einem jungen albanischen suizidgefährdeten Autofahrer hinterher. Erstens kennt der jedes Schlagloch und jede Verwerfung der Strecke und er weiß, vor welcher Kurve man unbedingt hupen muss.
Wir kommen wieder um einen Berg....die Straße geht nach unten und ganz unten ist eine alte Steinbrücke,  die auf die andere Seite führt. Je weiter man nach unten fährt, umso schlechter ist das Panorama....Lutz schaut mich an und kann in meinem Gesicht lesen ;-) ja, er wendet, fährt hoch und fotografiert für mich. Ich glaube, er hat mir das gestrige Schotterabenteuer verziehen. 
In Lezhe biegen wir ab und fahren die Dörfer entlang. Die Straße hat gute Abschnitte, aber auch die für Albanien erforderlichen Schlaglöcher, Asphaltverwerfungen und Fahrbahnrandabsenkungen. Wir biegen ab, nein, nicht auf Schotter und auch nicht auf die Autobahn. Es gibt noch eine Alternative, ganz konventionell über die Dörfer. Im Dorf fährt man ja bekanntlich etwas langsamer (5 km/h weniger) und beobachtet dabei das Dorfleben, z.B. eine Trauergesellschaft. Also ganz einfach,der Mann trägt lange Hose und Hemd oder T-Shirt ...Farbe egal. Die Frau  von 20 - 50 trägt schwarz und nur schwarz tutto kompletto, ausgenommen nur das Taschentuch das Jede(!) demonstrativ in der Hand hält. Und alle Alten tragen Schwarz/ weiße Tracht. Ganz einfach, oder?
Irgendwie sehen wir nicht mehr so vertrauenswürdig aus, der Tankwart fragt uns, ob wir denn cash zahlen können, als wir ihm signalisieren, zweimal volltanken, bitte. Als wenn in unsere Mopeds 150 l rein gingen.
Für gestern bleibt noch nachzutragen, dass es im Nordosten ein geniales Bewässerungssystem gibt, das bestimmt schon seit Jahrhunderten so mit den kleinen Kanälen funtioniert. Rechts und links der Straße sind volle kleine Kanäle.

Tag 3 -       wir verabschieden uns von Biene ....(für heute vermutlich das  letzte mal Internet)...und von dem Pärchen aus Essen und fahren zum letzten mal durch Shkoder. Heute morgen ist in der Stadt wieder viel mehr los als gestern Nachmittag, da war ja geradezu "tote Hose". In der Ebene, die wir danach durchfahren, wird viel gebaut, ist ja auch schon ne coole Gegend hier am See. Es erinnert mich irgendwie an ein deutsches Neubaugebiet. Nur dass hier die Grundstücke größer sind. 
Tag 4     Blagaj und Mostar. Ha, ich hab Lutz zu einem Besuch in Mostar überreden können. (Städte im Hochsommer mit Motorradklamotten zu Fuß zu erkunden? Wie blöd ist das denn? Später erzählt uns ein Einwohner, dass Mostar die heißeste Stadt des Balkans sei. Es können im Sommer schon mal 45-47° werden.)
Tag 5           Heute morgen hat uns unsere nette Wirtin noch für den morgigen Tag Regen angedroht. Als wir wieder in den Bergen von einem Dorf zum anderen trödeln, ziehen die ersten Wolken seit 10 Tagen auf. Aber es bleibt heute trocken.

Man findet aber auch albanische Besonderheiten ....zB:  Balkone im Dachgiebel da wo garantiert kein Mensch mehr stehen kann, gibt auch kein Fenster geschweige denn eine Tür. Aber der Nachbar hat " geringfügig" höher gebaut, und der hat da auch noch einem Balkon.......
Wir  biegen kurze Zeit später ab nach Theti....hmmmm das riecht hier toll. Rechts und links lange Felder mit Lavendel ? Rosmarin....Kräuter halt, welche kann ich duftmäßig nicht eruieren. Gegen Ende der Ebene kommt auf der rechten Seite ein großer flacher " Kompleksi"  mit mannshohen  Mauern ...ich habe darin einen Firmenneubau gesehen, bißchen abgeschirmt, aber Lutz sieht in dem noch nicht ganz fertigen Bau einen Knast. Danach geht's etwas kurviger weiter und schon wieder ein neuer Duft...diesmal wie das Tannenkiefernfichtennadelschaumbad aus meiner Kindheit. Die sehr gut asphaltierte Straße - entgegen albanischer Gepflogenheit nur geschätzte 20 Schlaglöcher auf 25 ! Km - wird immer kurviger und schlängelt sich hoch. Zweimal wird bis Bore ein getrocknetes Flussbett gekreuzt. Und dann kommt dchon wieder so ein Schild....diesmal auf albanisch und englisch  .....der Franzose wurde sagen "Route barrée"  ....ab dem  18.06 von 10:00 bis 17:00 gesperrt. Müssen die gerade jetzt bauen? Wir drehen um.
Auf  der Rückfahrt will ich fotografieren, wie Lutz das ausgetrocknete Flussbett überquert, und werde prompt von einem jungen tschechischen Guzzifahrer angesprochen, der mir bei meiner Panne ??? helfen will. Er findet das ja so toll ...eine Frau mit Moped allein in Albanien. Na ja, er hat dann noch lieb Konversation gemacht, bevor er weiter gefahren ist. 
Lutz will noch ein letztes Mal in Albanien tanken. Der Tankwart greift zum Rüssel, was mich panisch aufschreien lässt. Nein, ich meine nicht die Aufschrift, die in deutsch "Verbleites Benzin" verspricht ..er greift zum Diesel-Rüssel.  Er schaut mich an, schüttelt der Kopf und sagt:  all ok.   Wo Diesel dran steht, ist Benzin drin, und wo verbleites Benzin dran steht, ist Diesel drin. Pffffft.
Vor der Grenze trinken wir mit den letzten Lek nochmal  Kaffee. Die zugehörige Toilette ist putzig. Damenklo mit Bidet!  und blau gekachelt, dafür ist das Herrenklo rosa gekachelt. 
Nach Montenegro rein hat uns dann uns dann ein gaaaaanz wichtiger Macho abgefertigt. Ich glaube, der hat unsere Pässe 3 x gescannt, aber leider nix gefunden um die Einreise zu verweigern. 
Wir sind direkt ab in die schwarzen Berge ....Lutz hatte doch tatsächlich auch eine asphaltierte Bobbahn von 20 km gefunden. Zur Erklärung Bobbahn: wenn ich meiner besseren Hälfte im Abstand von max. 4 Metern folgen muss, wenn ich ihn ab und zu mal sehen will. Ansonsten ist er immer schon wieder hinter der nächsten Kurve verschwunden. Er findet das irgendwie auch nicht so prickelnd, wenn er mich nicht im Rückspiegel sieht. Hallo: ich bin nicht geplatzt, weggezaubert, geraubt  oder den Abhang runter gefahren. Ich habe nur angehalten, um ein Foto zu machen!!! 
Ihr merkt schon nur Kurven und das ganz viele Kilometer.
Nach Montenegro kommt Bosnien. .. Oh nein - es kommt Herzegowina. Das ist wichtig. Das ist wie mit dem Freistaat Bayern und Ostfriesland oder mit Südtirol und Italien oder sag nie einem Saarländer, er sei doch mal Franzose gewesen..... 

Wir kommen über die Hochebene nach Blagaj, wieder mal ein wunderschöner Anblick.  Blagaj liegt unten malerisch im Tal...wir finden auf Anhieb unser Ziel ...Navi sei Dank...ein doch etwas überlaufenes Derwischkloster. Das Kloster liegt wie angeklatscht an einer hohen Felswand und passend kommt aus einer Höhle der Fluss. Ist schon beeindruckend. Ein geschaftstüchtiger Parkeinweiser gibt uns, Derwisch sei Dank, einen Parkplatz in der Nähe. Auf den Besuch im Inneren habe ich auf Grund der Hitze und der Besuchermassen verzichtet. Es scheint aber ein Muss für Muslime zu sein. 
Weiter nach Mostar, der Eindruck ist zwiespältig ...eine wirklich schöne alte Stadt mit behutsam restaurierten Bauten und daneben die alte Moschee mit Einschusslöchern, die sich auch in den Grabmalen des muslimischen Friedhofs finden lassen. Eine hochmoderne Tanke mit offenem WLAN und Café und gegenüber ein halber Altbau, man sieht noch die alte (Stein) Bauweise ...1. Stock: Ruine, Erdgeschoss : zwei moderne Firmen mit Klima an der Außenwand.  
Die Altstadt wimmelt von Touris. Man muss auch das Geld sehen, das auf diese Weise in die Stadt kommt. Im "neuen" Stadtteil können wir durch beeindruckende Alleen fahren, mitten in der Stadt. danach machen  wir uns wegen der Hitze ab in die herzegowinischen Berge und treffen auf Pferde, wilde Pferde nicht so feudal untergebracht wie die Lipizzaner in Slowenien, so ellenlange weiße Dallaszäune. Nein, hier werden die Pferde in mit Steinen ummauerten Paddocks untergebracht. Ansonsten leben sie auch völlig ungezwungen. 
Wir sind richtig schön durch die Berge getrödelt, weil wir das so wollten. Dabei konnten wir kilomerweit die Kunst der Trockenmauern bewundern. Die Jungs aufm Balkan müssen dafür die Ruhe weg haben.   
Wir sind dann auf der Route auch mal durch ein Industriegebiet getrödelt, weil das Navi das so wollte. 
Die Grenze nach Kroatien war völlig easy,.... weil nix los. Kurz nach dem Grenzübergang sind wir querfeldein und wurden prompt von der Polizei angehalten ...Lutz hatte wohl einen alten Schmugglerpfad aufgetan. 
Die Suche nach einer Unterkunft war relativ schnell beendet. ...Luxus pur für kleine Euros und mal wieder beeindruckend liebe Leute.  

Wir haben ein ganz anderes Problem ...in Vrgorac war eine Tanke, da hatten wir erst 95 km auf der Uhr. Dann kam 156 km keine weitere Tankstelle ..upps, bei 215 hat Lutz und bei 226 habe ich auf Reserve geschaltet. Und es ist Sonntag, auch in Kroatien. Ja, wir hätten einfach aus den Bergen an die Küste fahren können, aber das Navi hat uns immer wieder eine Tanke in den Bergen vorgegaukelt. Hat aber noch geklappt - Lutz musste den 2 Liter Reservekanister nicht ausgraben. Die Fahrt von Ploce an den Peckura-See war mal wieder sehr kurvenreich.
Eins hab ich aber nicht verstanden...wieso sind 200 m in der Innenstadt mit Motorradklamotten zu Fuß laufen unendlich weit bzw. nicht machbar für den Mann? Aber 8.1 km Schotterpiste nur ein ganz kurzes Stück? Ich bin halt ne Frau..... 
Wir haben in Gajak direkt am See ein heimeliges Appartementi in  Fledermausbesitz gefunden und uns mit Salami, Brot, Wein  und Tomaten zum Abendessen eingedeckt. 
Morgen werden wir endlich wieder mit Volker vereint. Wir freuen uns schon sehr.

Eingeholt

Nach meiner Extrarunde in Thet, zeichnet es sich ab, dass ich Helga und Lutz, die in Kroatien rumtrödeln, noch einholen kann, wenn ich durch Montenegro gas gebe und durch Bosnien fliege.
Von dem lecker riesen Fisch vom Vorabend (der 500 g Lappen war recht teuer zusammen mit Salat und großem Bier 8 €) im Bauch gestärkt, gings nach 3 türkisch Kaffa recht früh in Shkoder los.

In Montenegro wurde es dann drei mal recht eng. Irgendwie hatte ich das Gefühl da auf der Abschussliste zu stehen und ich hatte echt Mühe nicht abgeräumt zu werden.
Straße gabs mal mehr meistens weniger......


Dafür wollte ich auf den Berg zu dieser Kirche hier...


wobei sich der Weg zum Wanderpfad entwickelte. Ober noch 150 cm zwischen den Mauern breit und atemberaubend steil.



Zur Feste Besac bin ich dann später auch noch hoch


wobei ich die mächtig überbewertet empfand.

Die kleine Straße, die dann aber gegenüber weiterführte ist ein echter Geheimtipp.











Eingeholt II




Ja da war gestern wohl das W-Lan alle.

Also hier weiter,















Ja das war dann Montenegro
Bosnien gibt es dann demnächst
denn da muss ich dann doch was zu schreiben.
So viel verrat. ich, dank Garmin hab ich durch die Berge 5 km gespart und 2 Stunden verloren.
Ein Bild sagt mehr......


alles klar?

Von Fall zu Fall ins Hospital Stage III


Langsam entwickelt sich der Trip in die falsche Richtung.

Auf der Asphaltpassage - nach der Panoramica delle Vette -  lauerten Restbestände  des Schicksals in Form des Steines des Anstoßes auf uns. Selbiger kam den Hang herunter gepurzelt.
Zwei kleine Jägermeister kamen durch, den Dritten hat's erwischt.
Nach der einer ersten Anamnese durch Doktore FahrLässig erschien ein weiterer Transport via Moto als niente basta.
Ein Abtransport via Autocari kam erstmal nicht in betrachto wegen mächtig Einsamkeit hier oben.
Einige hundert Meter tiefer gab es eine Malga, wo ich versuchte, englisch zu reden. Das endete in Scharade MK IV.
Als der junge Mann begriffen hatte, um was es geht, hat er dann die Ambulanca informiert.
Das endet hier


und dann in der Klinik in Tolmezzo.
Keine Sorge, es geht Allen den Umständen entsprechend gut.

Jedenfalls hab ich jetzt ausreichend Zeit, hier zu posten.


Exekutionsgruppe, 
bitte jeder nur ein Motorrad

Wir......
also der bescheidene Rest sitzen gerade beim Frühstück.
Die Nacht hab ich darüber sinniert, ob mich die Anderen vielleicht nicht mehr leiden können und deshalb die Flucht ins Hospital wählen.

Zusammen mit dem Kaffee kommt die Tageszeitung. Hoppla
"Tre motociclisti tedeschi..."
klingt irgendwie bekannt....
und tatsächlich, wir sind auf Seite 5.
Hurra, ich bin berühmt.

Jetzt warte ich irgendwie darauf, dass die Pozilei hier auftaucht, denn der Bericht ist etwas aus der Spur bezüglich dessen, was tatsächlich passiert ist.

Sobald wir Neues aus dem Krankenhaus wissen, geht es weiter. Sind ja noch 900 km,
da geht sicher noch was.
Ja, und die Abholung durch den ADAC muss ja auch noch geklärt werden.

Apropopo ADAC.
Der hat sich gestern aus München gemeldet.
Sabines CRF wurde in Serbien vom LKW (vermutlich) geklaut.
Genaues weiß man noch nicht. Na, wie klasse ist das denn, vermutlich steckte der Schlüssel im Zündschloss und die Papiere waren in einer Mappe auf den Sitz geschnallt.
(geht mir gerade durch den Kopf, war aber vermutlich nicht so)
Ich bin auf den Bericht gespannt.
Jedenfalls hab ich gerade bezüglich der gelben Engel einen leicht geschwollenes Körperteil oberhalb des Thorax.


Laaaaaaaaaaangweilig.........



Arme Sau.
















Helgas große Welt - gemeinsamer Urlaub ade

Gemeinsamer Urlaub ade

Irgendwie will es dieses Jahr nicht so recht klappen mit unserem gemeinsamen Urlaub. Die Ambulanza in Tolmezzo meinte, ich müsste das Geld fürs Hotelzimmer sparen nach dem Heliflug und sollte doch besser mal bei ihnen übernachten. Das zahle dann die gesetzliche Krankenkasse.
Nun hat man mich - ohne größere Schäden als "Blaue Flecken" - wieder frei gelassen.
Mein Weg führt mich also ins Hotel, in dem der Rest der  Urlaubsgemeinschaft wartet. Kaum bin ich angekommen, macht sich Volker auf den Heimweg.....er flüchtet doch wohl nicht vor mir?? =o)
Meine bessere Hälfte wartet nun mit mir auf meinen Heimtransport.
Da waren's nur noch zwei.
So wie es aussieht, hat mein Moped genauso "wenig"  abbekommen wie ich und ist  reparabel.

Viele von Euch kennen das Problem.......
kaum das man 1500 km unterwegs ist, merkt man plötzlich, dass man keine Knieprotektoren in seiner Hose hat.

Was tun, wenn der Schotter mit all seinen Gefahren nach einem ruft,
aber  kein Ersatz für das Vergessene zu erwerben ist.

Gerne greife ich in solchen Fällen auf Dinge des allgemeinen öffentlichen Lebens zurück, die es hier und dort und am Straßenrand zu finden gibt.

Der ideale Protektor ist auf der Knie zugewendeten Seite weich und hautfreundlich, vielleicht sogar kuschelig.



Die mittlere Schicht hingegen sollte den Aufschlag gut dämpfen


Ein Schnitzel könnte hier zumindest eine kurzfristige Lösung bieten.

Letztlich bedarf es aber einer harten Schale auf der Außenseite,


um ein gänzlich befriedigendes Ergebnis zu erzielen.


Na ja oder man leiht sich am Strand eine der reichlich vorzufindenden Badematten,

nimmt seine eigenen Protektoren als Schnittmuster


und bastelt sich eine vegane/re  Lösung.






Three Weeks No Excuses
"in the end it doesn't even matter"


Gestern Nacht bin ich nach  eben so feuchten wie einsamen 850 km
im blauen Haus in Löf gelandet.

Eine wirklich lange und aufregende Reise geht zu Ende.
Ein merkwürdiges Gefühl, am Montag wieder dahin (arbeit) zu gehen.




Drei Woche also verlebt
Drei Motorräder geerdet
Drei Krankenhäuser besucht
Drei unterschiedliche Glaubensgemeinschaften haben uns geholfen
Drei Mitreisende unterwegs verloren
Dreihundert € Sprit verfahren
Dreißig € an die Raubritter in Kroatien abgedrückt
Dreihundert mal Scheiße gerufen

Dreitausend mal beseelt.................



Das war trotz der vielen bösen Überraschungen
eine ziemlich sehr geile Reise.